Design und Konstruktion
Die Fidji 39 von Fountaine Pajot weist ein reduziertes Freibord und abgerundete Rumpfsektionen unter einem tassenförmigen Kajütaufbau auf, wobei das Profil im Verhältnis zur Länge relativ kurz wirkt. Diese Entscheidungen verleihen dem Boot eine niedrige, kompakte Silhouette anstelle der hohen, klobigen Erscheinung späterer Fahrtenkatamarane. Die Rumpfform und die Form des Kajütaufbaus sind typgerechte Lösungen aus dieser Ära, um den Windwiderstand und die optische Masse zu verringern und gleichzeitig das Innenraumvolumen über die Breite hinweg zu erhalten. Die abgerundeten Sektionen zeugen von einer Designsprache, die sich eher auf Bewegungsverhalten und Seeverhalten als auf maximalen Wohnraum mit flachem Boden konzentriert. (1)
Rigg und Handhabung
Das Rigg der Fidji 39 trägt mit einem ausgeprägten Rake zu einem schnellen Katamaran-Look bei, und das Boot ist typisch für eine Ära, in der Konstrukteure schnelle Rümpfe wollten, die nicht viel Segelfläche benötigten, um Leistung zu zeigen. Diese Philosophie bedeutet, dass der Segelplan von 870 Quadratfuß auf einer 7/8-Slup-Takelung und ein Mast über 55 Fuß Länge von der Wasserlinie an auf die Leichtdeplacement von 11.500 Pfund abgestimmt waren, ohne die Crew zu überfordern. Die Wasserlinie von 38 Fuß und die Breite von 23,33 Fuß ermöglichen eine Rumpfgeschwindigkeit von fast 8,26 Knoten, und der Schwertkiel mit einem maximalen Tiefgang von 3,5 Fuß erlaubt es dem Boot, Tiefe gegen Flachwasser einzutauschen, während ein respektables Kenterungsverhältnis von 4,14 und eine Komfort-Ratio von 7,0 erhalten bleiben.
Unterbringung
Die Katamaran-Konfiguration und der breite Rumpf mit einer Länge von 23,33 Fuß bieten den Wohnraum auf dem Boot. Die Wasserkapazität von 210 Gallonen und die Dieselkapazität von 66 Gallonen, kombiniert mit zwei 36 PS starken Volvo Penta MD2002 Dieselmotoren, positionieren das Boot als Langstrecken-Fahrtenyacht, die eher für unabhängige Törns auf See als für Küstentouren ausgelegt ist.
Das Fazit
Die Fidji 39 ist ein leichter, flacher Fahrtenkatamaran aus der maldivischen Expansionsgeneration von Fountaine Pajot, entworfen von Joubert/Nivelt unter der Prämisse, dass ein schneller Rumpf nicht unbedingt eine große Segelgarderobe erfordern muss. Ihr reduziertes Freibord, die abgerundeten Formen und das Topp-Dach verleihen ihr einen ganz eigenen optischen und physischen Charakter im Vergleich zu späteren, höheren Mehrrumpfbooten. Die Doppel-Dieselanlage mit großzügigen Tankkapazitäten eignet sich hervorragend für Langstreckenfahrten.
Vorteile
- Leichte Verdrängung von nur sechs Tonnen für einen 39-Fuß-Katamaran, was unter mäßiger Segelfläche zu hoher Geschwindigkeit führt
- Geringes Freibord und abgerundete Rumpfsektionen für ein niedriges, seegängiges Profil
- Zwei 36 PS starke Volvo Penta Dieselmotoren mit 800 Litern Wasserkapazität und 250 Litern Kraftstoffkapazität für autarkes Fahrtensegeln
- Schwertkonfiguration mit maximal 1,07 Meter Tiefgang für Flexibilität in flachen Gewässern
Nachteile
- Die Prioritäten des damaligen Designs standen einer geringen Windangriffsfläche über die größeren Innenraumvolumina späterer Katamarane






