Design und Konstruktion
Der massive GFK-Rumpf und das Deck sind mit einem Eisenballast versehen, und die Langkiel-Form mit Spitzgatter verleiht der 33 MS eine ausgewogene, seegütige Präsenz statt der Feinheit einer Regattayacht. Mit einer Länge über alles von 32 Fuß 11 Zoll, einer Wasserlinienlänge von 27 Fuß 9 Zoll, einer Breite von 10 Fuß 6 Zoll und einem Tiefgang von 4 Fuß 5 Zoll ist sie ein moderates Boot mit einer Verdrängung von etwa 15.400 Pfund. Die Komfort-Ratio von 35 und ein Kenterungsverhältnis nahe 1,69 ordnen sie fest im Bereich der Fahrtenyachten für küstennahe Reviere ein. Eine ähnlich gestaltete Fjord 28 wurde ebenfalls gebaut, aber die 33 MS ist die robustere Ausprägung dieser Typenreihe.
Rigg und Handhabung
Unter Segeln zeigt sich die 33 MS als handlich, aber unter Segel wie unter Motor unauffällig. Eine große Genua und ein kleines Großsegel treiben ein Masttoppslup-Rigg an, das das vordere Segel bevorzugt. Die Welt des Rudergängers ist ungewöhnlich: In einigen Versionen verfügt die Plicht über eine eigenartige Trennung, wobei der Steuermann in seiner eigenen Achtersektion platziert wird, von wo aus er beide Schoten bedienen kann, ohne den Sitz zu verlassen. Diese autarke Kommandozentrale eignet sich hervorragend für das Einhandsegeln oder das Navigieren mit kleiner Crew an der Küste, auch wenn das Unterwasserschiff und das Rigg keine atemberaubenden Leistungen versprechen. (1)
Unterbringung
Fjord produzierte zwei unterschiedliche Innenraumkonzepte, und der Unterschied ist mehr als nur kosmetisch. Bei einer Aufteilung sammelte die große Radsteuerstandshaus eine innere Steuerposition, einen Navigationsbereich und eine Pantry unter einem Dach, während der Salon ein paar Stufen tiefer mit Wachkojen ausgestattet war und die Nasszellen im Vorschiff mit einer Doppelkoje im Bug lagen. Die andere Version nutzte eine Kombination aus Cockpit und Salon mit gegenüberliegenden Sofakojen zum Essen, wobei die Pantry und eine Wachkoje in das Radhaus verlegt wurden. Beide Pläne spiegeln die Prioritäten eines Motor-Seglers wider: geschützte Steuerung und ein geselliger Innenraum statt spartanischer Segelschlichtheit.
Das Fazit
Die Fjord 33 MS ist ein pragmatischer Küsten-Motorsegler mit einem Langkieler-Rumpf, Spitzgatter-Endspant und zwei völlig unterschiedlichen Innenraumkonzepten. Sie wird keine Am-Wind-Passagen gewinnen, aber sie bietet für ihre Länge sicheren Halt im Boot und eine geräumige, praktische Kabine.
Vorteile
- In großer Zahl von einer norwegischen Werft nach einem robusten Amble-Entwurf gebaut
- Zwei Innenraumaufteilungen, beide mit geschützter Steuerung und einer echten Navigationsecke
- Langer Kiel und geringer Tiefgang eignen sich hervorragend für das Anlanden im Flachwasser
Nachteile
- Mäßige Segel- und Motoreigenschaften
- Die geteilte Plicht in einigen Versionen ist Geschmackssache
- Das Rigg mit großer Genua und kleinem Großsegel begrenzt das Balanceverhalten und den Vortrieb bei leichtem Wind






