Design und Konstruktion
Die GT 36 ist um einen massiven GFK-Rumpf mit Blei-Eisen-Ballast und ein festes GFK-Deck herum gebaut, doch die Ingenieurskunst hinter dieser schlichten Beschreibung ist alles andere als gewöhnlich. Cruising World berichtete, dass der Rumpf mit Vinylesterharz unter Vakuum in E-Glas-Laminat aufgelegt wird, während Kevlar und Kohlefaser die hochbelasteten Bereiche verstärken, in denen sich die Kräfte von Rigg und Kiel konzentrieren. Das Deck selbst nutzt einen Divinycell-Kern für Steifigkeit ohne zusätzliches Gewicht. Unter der Wasserlinie ist der Kiel ein modern geformter Stahl-Flossenkiel mit einem angehängten Bleibulbkiel, wodurch das Boot je nach gewählter Tiefgangsoption 2,06 m oder 2,22 m tief ist. Bei einer Verdrängung von rund 4,8 bis 5,2 Tonnen setzt der Entwurf auf ein Segelfläche-Verdrängungs-Verhältnis von 26,79 und ein Kenterungsverhältnis von 1,98, was sowohl für Lebendigkeit als auch für Seetüchtigkeit auf Langstrecke spricht. (1)
Rigg und Leistung
Die 7/8-Slup trägt ein 45,5 Quadratmeter großes Großsegel und eine 106-prozentige Fock von 33,6 Quadratmetern. Mit einer I-Dimension von 15 Metern und einer J-Dimension von 4,16 Metern unterstützt dies einen vielseitigen Vorsegelplan. Ein 105 Quadratmeter großer Spinnaker gehört zum Werftangebot, und die Werft verspricht dank der Konstruktion des Rumpfes hervorragende Segeleigenschaften und Leistung. Der Ansatz mit zwei Versionen teilt den Charakter: Die Club ist eine reine Regattayacht, während die CR zusätzlichen Komfort für Familien-Fahrtensegler am Wochenende bietet. Die Werft positioniert die GT 36 als Yacht, die sowohl für lange Törns als auch für anspruchsvolle Regatten bestimmt ist – ein Versprechen, das auf derselben Laminierungs- und Verstärkungsstrategie beruht, die das Gewicht niedrig und die Steifigkeit hoch hält. (2)
Unterbringung
Die CR-Version ist als bevorzugtes zweites Zuhause für Familien auf dem Wasser konzipiert. Die Werft gibt an, dass die CR eine Achterkabine mit einer Doppelkoje sowie eine weitere Doppelkoje im Vorschiff für Gäste oder Kinder bietet. Zusammen bilden sie einen Salon mit einer U-förmigen Sitzecke und einer Sofakoje, während sich die Nasszelle an Steuerbord des Niedergangs gegenüber der Pantry und der Navigationsecke befindet. Die GT 36 ermöglicht es dem Eigner, Details und Ausstattungsmerkmale fein abzustimmen, sodass jede Yacht eher nach den Anforderungen des Eigners als nach einem festen Serienrahmen gestaltet wird. Diese vom Eigner bestimmte Spezifikation sorgt dafür, dass dieselbe Breite von 11 Fuß 2 Zoll einen Monat wie ein für das Fahrtensegeln gerüstetes Zuhause und den nächsten wie ein rüstiges Regattaboote wirken kann.
Das Fazit
Die Finn Flyer GT 36 ist ein echtes Allround-Boot dieser Größe: Ein strukturell fortschrittlicher, vakuuminfundierter Rumpf mit Carbon- und Kevlarverstärkungen, ein Bulbkiel und ein Segelplan, der sowohl Regattasegler als auch Fahrtensegler-Familien gleichermaßen zufriedenstellt. Das CR-Layout bietet eine vernünftige Trennung unter Deck, und die offene Spezifikationspolitik der Werft bedeutet, dass ein gebrauchtes Exemplar genau den Prioritäten des Vorbesitzers entsprechen kann. Die Hauptnachteile sind der größere Tiefgang durch den tiefen Bulbkiel und eine Designphilosophie, bei der der Eigner das Boot selbst auf den eigenen Geschmack trimmen muss, anstatt ein fertiges, direkt einsetzbares Paket zu erhalten.
Vorteile
- Vakuuminfundierter Vinylester-Rumpf mit Kevlar- und Kohlefaserverstärkungen in hochbelasteten Bereichen
- Moderne Stahl-Flosse mit folgendem Bleibulbkiel und Optionen für zwei Tiefgangsstufen
- 7/8-Rigg mit großem Großsegel und einer Spinnaker-Auswahl für Regatten und Fahrtensegeln
- CR-Layout bietet zwei Doppelkabinen, einen U-förmigen Salon und eine praktische Toilettenplatzierung
Nachteile
- Der größere Tiefgang von 2,20 m schränkt einige flache Ankerplätze ein
- Die vom Eigner vorgenommene Spezifikation führt zu großen Unterschieden beim Ausbau zwischen den Booten




