Design und Konstruktion
Blackburnes Rumpf misst 34,84 Fuß über Deck bei einer Wasserlinienlänge von 28,74 Fuß, einer Breite von 10,43 Fuß und einem Tiefgang von rund 5,84 Fuß, der sich je nach Beladung im Ankerausgang zwischen etwa 5,84 und 6,14 Fuß ändern kann. Bei einer Verdrängung von 11.001 Pfund und 6.041 Pfund Bleiballast liegt das Ballast-Verdrängungs-Verhältnis (B/D) bei 54,91 Prozent – ein Wert, der die bekannte Steifigkeit des Bootes und eine gute Aufrichtfähigkeit im Fall einer Kenterung untermauert. Das Verdrängungs-Längen-Verhältnis (D/L) von etwa 207 ordnet sie eher zu moderaten Regattayachten als zu schweren Langstreckenbooten ein, und ihr Längen-Breiten-Verhältnis (L/B) von 3,34 macht sie schlanker als zwei Drittel vergleichbarer Entwürfe. Der GFK-Rumpf und die solide Bauweise sorgen für eine benetzte Fläche von fast 355 Quadratfuß. Das Skeg-aufgehängte Ruder in Kombination mit dem Flossenkiel verleiht dem Boot ein berechenbares Profil für Küstenfahrten, nicht jedoch für Hochseepassagen. (1)
Rigg und Handhabung
Die Masttoppslup trägt bei einer 100-prozentigen Besegelung eine Segelfläche von 608 Quadratfuß, aufgeteilt auf ein Großsegel von 317,6 Quadratfuß und einen Vorsegeldreieck von 290,5 Quadratfuß, bei einem I von 41,5 Fuß und einem J von 14 Fuß. Mit dem ISO-Referenzsegel liegt ihr Segelfläche-Verdrängungs-Verhältnis (SA/D) bei 19,7, steigt jedoch mit einer 135-prozentigen Genua auf 23,0. Dieser Wert erklärt, warum Gutachter sie bei leichtem Wind schneller als 85 Prozent ähnlicher Boote fanden. Das Kenterungsverhältnis von 1,88 und eine Komfort-Ratio nahe 24,5 zeichnen sie als stabil und im Seegang relativ gutmütig aus, wenn auch nur komfortabler als 38 Prozent ihrer Konkurrenzmodelle. Ihre theoretische Rumpfgeschwindigkeit beträgt 7,2 Knoten, und ein Verdrängungsverhältnis von etwa 1.045 Pfund pro Zoll gibt dem Eigner Aufschluss darüber, wie tief das Boot bei Last ins Wasser zieht. Am besten geeignet als Küstenkreuzer ist sie schnell und steif, ohne sich als schwere Langstrecken-Fahrtenyacht aufzuspielen.
Unterbringung
Unter Deck bietet die Duncanson 35 Platz für sechs Personen in einer Kabine und im Salon, wobei ein einzelner Nassraum das Layout bedient. Die ursprüngliche Kraftstoffkapazität ist mit knapp 100 Litern (26,42 Gallonen) deutlich als klein angegeben – eine Einschränkung für jeden Eigner, der längere Törns unter Motor plant. Das Ein-Kabinen-Layout mit sechs Kojen bietet einen unkomplizierten Innenraum für Küstentörns und keine geteilte Charteraufteilung. Die Salonkojen tragen den Gästeeinsatz, wenn die Kabine belegt ist.
Bekannte Schwachstellen
Das einzige dokumentierte Manko bei der Ausrüstung ist die ursprünglich kleine Kraftstoffkapazität des Ankers, was direkt die Reichweite unter Motor beeinträchtigt und von jedem Käufer berücksichtigt werden sollte, der häufig motort. (2)
Refits und Eignerschaft
Mit 400 gebauten Booten und der Indienststellung im Jahr 1973 ist die Duncanson 35 ein reifes Design, dessen Eigner Jahrzehnte Zeit hatten, die Systeme zu verfeinern. Der schlanke Rumpf, das moderate Gewicht und das steife Verhalten machen sie zu einer sinnvollen Plattform für ein Refit an der Küste, das eher auf die einfache Handhabung der Segel als auf einen strukturellen Umbau ausgerichtet ist. Der kleine originale Kraftstofftank ist das wahrscheinlichste frühe Upgrade, und die großzügigen Fall- und Schotlängen des Masttopp-Riggs – Großsegelfall etwa 148,6 Fuß, Genuaschoten etwa 34,8 Fuß – geben einem Rigger klare Parameter für den Austausch.
Das Fazit
Die Duncanson 35 ist eine gut ausgewogene australische Fahrtenyacht für Küstenfahrten: steif, schnell bei leichtem Wind und in spürbaren Stückzahlen gebaut. Sie belohnt Segler, die ein berechenbares Handling und einen einfachen Innenraum vor Hochsee-Komfort suchen, und ihr moderates Regattaprofil hält sie lebendig, ohne eine Expertencrew zu erfordern.
Vorteile
- Sehr stabil und steif mit guter Kenterstabilität
- Schneller als die meisten Konkurrenten bei leichtem Wind unter Genua
- Solider GFK-Rumpf mit Skeg-Ruder und Flossenkiel
- Etwa 400 Einheiten gebaut, ein unterstütztes und bekanntes Design
Nachteile
- Ursprünglich geringe Kraftstoffkapazität begrenzt die Reichweite unter Motor
- Einfache Aufteilung mit Salonkojen für sechs Personen
- Komfort-Ratio liegt unter der der meisten ähnlichen Konstruktionen
- Der Tiefgang variiert je nach Beladung, was den Zugang zu manchen Marinas beeinträchtigen kann






