Dufour 35 — Informationen, Bewertung, technische Daten

Michel Dufour·1971 – 1982·~450 hulls·Dufour Yachts
Dufour 35 drawingWerftzeichnung
Rumpfart
Einrumpf · flossenkiel
Rigg
Masttoppslup
LOA
35.25' · 10.74 m
Verdr.
13.885 lbs · 6.298 kg
Erstes Baujahr
1971

Die Dufour 35 gilt als eines der prägenden FahrtenyachtenEntwürfe von Michel Dufour aus der frühen GFKÄra, mit 450 gebauten Rümpfen zwischen 1971 und 1982. Mit einer Länge über alles von knapp über 35 Fuß kombiniert sie einen breiten, volumenreichen Rumpf mit einer für ihre Länge überraschend hohen Verdrängung. Die Historie des Modells betrachtet sie als eine wirklich seetüchtige HochseeFahrtenyacht und nicht als Boot für Wochenendtörns an der Küste.

Messwerte

Abmessungen 01

Länge über alles
35,25 ft
Länge an Deck
Länge in der Wasserlinie
27,83 ft
Breite
11,33 ft
Tiefgang
5,93 ft
Maximale Stehhöhe
12,5 ft
Durchfahrtshöhe
50 ft

Bauweise & Rumpf 02

Bauweise
Glasfaser
Rumpfart
Einrumpf
Kielart
Flossenkiel
Ruder
1× Skeg-aufgehängt
Ballast
5.780 lbs (Eisen)
Verdrängung
13.885 lbs
Wasserkapazität
66 gal
Kraftstoffkapazität
32 gal

Rigg & Segel 03

Rigg-Art
Masttoppslup
Vorliek Großsegel
40,9 ft
Unterliek Großsegel
12,1 ft
Vorsegeldreieck Höhe
46,4 ft
Vorsegeldreieck Basis
13,1 ft
Vorstaglänge (geschätzt)
48,21 ft
Segelfläche
551 sqft

Berechnungen 04

Segelfläche-Verdrängungs-Verhältnis
15,26
Ballast-Verdrängungs-Verhältnis
41,63
Verdrängungs-Längen-Verhältnis (D/L)
287,58
Komfort-Ratio
28,16
Kenterungsverhältnis
1,89
Rumpfgeschwindigkeit
7,07 kn

Design und Konstruktion

Michel Dufours 35-Fuß-Yacht verfügt über einen Rumpf aus massivem GFK mit einem Deck im Balsaholzkern – eine Kombination, die die ursprüngliche Besprechung als eine der ersten GFK-Komposityachten beschreibt, die nach modernen Maßstäben mit besonders großzügigen Laminatstärken gebaut wurden. Das Balsasandwich im Überwasserschiff erleichtert das Überwasserschiff, während das Gewicht niedrig gehalten wird, was laut derselben Quelle den aufrichtenden Moment verbessert. Unter Wasser trägt ein eingegossener Flossenkiel etwa 2,6 Tonnen Ballast bei einer Gesamtverdrängung von fast 6.300 kg. Das Ruder hängt an einem Skeg mit einem langen, tiefen Profil und geringer Fläche. Mit einer Breite von über 11 Fuß wirkt die Rumpfform eher wie eine stabile, voluminöse Fahrtenyacht als wie ein agiler Regattakutter. (1)

Rigg und Handhabung

Die Dufour 35 ist als Masttoppslup getakelt und trägt ein 25 Quadratmeter großes Großsegel sowie eine mittlere Genua von 49 Quadratmetern, ergänzt durch eine Genua für Starkwind von 43 Quadratmetern und eine Sturmfock von 7,5 Quadratmetern für schwächere Bedingungen. Ein zweites Vorstag am Bug ermöglicht das Setzen von Vorsegeln, Yacks und Sturmfocken im Vorschiff, was dem Boot praktische Optionen bietet, wenn das Wetter sich verschlechtert. Eine frühere Testbericht bezeichnet sie als liebesam segelndes Boot am Wind und merkt an, dass sie bei mittlerem und anhaltendem Wind hervorragt und ihre Qualitäten voll entfaltet, sobald die wahre Windgeschwindigkeit 12 bis 15 Knoten übersteigt. Ab 20 Knoten segelt sie, gut gerefft und mit dem richtigen Vorsegel, kraftvoll und bleibt dabei weich auf dem Ruder. Die Quelle fasst sie als sicheres, extrem seetüchtiges Boot zusammen, das auch in anspruchsvollem Seegang Komfort bieten kann.

Unterbringung

Im Innenraum wird die Dufour 35 mit einer einzelnen Kabine und einer Nasszelle beworben, doch dieselbe Quelle gibt an, dass sie bis zu acht oder neun Personen beherbergen kann und eine Stehhöhe von rund 1,9 Metern bietet. Die Besprechung charakterisiert sie als besonders maritimes Boot mit überraschend großzügigen und komfortablen Volumina – eine Beschreibung, die zu einem Entwurf passt, der die Anzahl privater Kabinen zugunsten eines offenen, geselligen Innenraums aufgibt. Ihre ursprüngliche Frischwasserkapazität von 300 Litern und 130 Liter Kraftstoff ermöglichten ausgedehnte Törns für eine Crew dieser Größe.

Ausrüstung und Antrieb

Die originale Motorisierung besteht aus einem Volvo Penta MD2B mit 25 PS – eine bescheidene Leistung bei einer Verdrängung von 6.300 kg, aber im Einklang mit einem Boot, bei dem die Segelleistung und nicht die Motordrehzahl im Vordergrund stand. Der 130-Liter-Kraftstofftank und der 300-Liter-Wassertank runden das autarke Fahrtensegler-Paket ab, das durch die Kabinenaufteilung und die Seetüchtigkeit versprochen wird.

Das Fazit

Die Dufour 35 ist ein Produkt ihrer Zeit: extrem solide gebaut, breit und auf See leise und leistungsfähig, mit einem Rigg, das erfahrenes Segeln bei starkem Wind belohnt. Nach modernen Maßstäben ist sie kein Leichtwind-Renner, aber ihr Volumen, ihre Seetüchtigkeit und ihr eingegossener Kiel machen sie zu einer seriösen Langstrecken-Fahrtenyacht für alle, die Substanz über Glitzer setzen.

Vorteile

  • Großzügige Rumpf-Laminatstärke und Sandwichdeck mit Balsakern für hohe Steifigkeit und aufrichtenden Moment
  • Eingegossener Flossenkiel mit ca. 2,6 Tonnen Ballast bei einer Verdrängung von 6.300 kg
  • Seetüchtiges, weiches Ruderverhalten bei anhaltendem und starkem Wind
  • Viel Innenraumvolumen mit ca. 1,9 m Stehhöhe und Kojen für bis zu 9 Personen

Nachteile

  • Bescheidene 25 PS Volvo MD2B bei hoher Verdrängung
  • Ein-Kabinen-Layout trotz hoher Anzahl an Kojen
  • Entfaltet ihre Segelleistung erst ab 12–15 Knoten Windstärke (TWS)

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