Design und Konstruktion
Der Rumpf ist ein reines Kielboot aus GFK mit einem Airex-Kern und ist überall mit Teakholz-Akzenten verziert. An Deck ist das gesamte Holzwerk aus Teak – Handläufe, Relingleisten, Bugplattform und Cockpitspritzwand –, was dem Boot eine zeitgemäße, warme Optik verleiht, aber auch die Verpflichtung für eine kontinuierliche Pflege des Teaks mit sich bringt. Der Rumpf hat einen tiefgezogenen, eingeknickten Vorsteven und einen erhöhten Heckspiegel mit Skeg-aufgehängtem Ruder, das über eine Radsteuerung bedient wird, sowie einen festen Flossenkiel mit 4,50 Fuß Tiefgang. Richard Sherwood stellte fest, dass die Überhänge und der Deckssprung bewusst für ein traditionelles Aussehen geformt wurden, während das Mittelcockpit und die Achterkabine moderne Konzepte waren. Strukturell verfügt die Version mit Achtercockpit über 6.000 Pfund Ballast, wobei die Gesamtkonstruktion eine Verdrängung von 15.950 Pfund aufweist; die Konfiguration mit Mittelcockpit ist mit 5.850 Pfund Ballast angegeben. Das Boot wurde als Fahrtenyacht für zwei oder drei Paare konzipiert. (1)
Rigg und Handhabung
Die Dickerson 37 kann mit einem Masttoppslup-, Kutter- oder Ketsch-Rigg bestellt werden, wobei alle Versionen Aluminiumspargel verwenden. Die Ketsch-Konfiguration verfügt über einen Besanmast mit eigenem Traveller für die Besansegelschot, wobei nur das Großsegel eine Baumniederholer-Schot besitzt. Für das Groß- und Besansegel ist ein schnelles Reffsystem (Jiffy-Reffen) installiert. Die Genua wird über Schoten auf zwei Winschen in der Plicht gefahren (bei Booten mit Kutterrigg sind es vier Winschen), und es sind drei Fallwinschen an Bord. Der Standard-Segelplan unter der Ketsch-Konfiguration weist eine Gesamtsegelfläche von 555,82 Quadratfuß auf, bestehend aus einem 251,88 Quadratfuß großen Großsegel und einer 303,94 Quadratfuß großen Fock/Genua auf einem Vorsegeldreieck mit einer Höhe von 43,42 Fuß und einer Basisbreite von 14,00 Fuß. Mit einer Wasserlinienlänge von 28,83 Fuß und einer Breite von 11,50 Fuß ist der Rumpf als Fahrtenyacht mit moderater Verdrängung konzipiert, die eher für beladene Langstreckenpassagen als für Regatten ausgelegt ist.
Unterbringung
Käufer konnten zwischen einer Achtercockpit- oder optionalen Mittelcockpit-Version wählen. Das Modell mit Mittelcockpit war in den Ausführungen „Standard“ und „Querkoje achtern“ erhältlich: Die Standardversion bietet eine V-Koje im Vorschiff, eine L-förmige Dinette-Koje, eine Sofakoje im Salon und eine Achterkabine mit zwei nebeneinander liegenden Einzelkojen (Längskojen). Die Quer-Version ersetzt die achteren Kojen durch eine doppelte Koje an Steuerbord. Zur Achterkabine gelangt man über ihren eigenen Niedergang neben der Plicht oder über einen Durchgang vom Salon aus. Boote mit Achtercockpit wurden ab Werft in den Layouts „Traditional“, „Drei-Kabinen“ und „Für kleine Crew“ gebaut – das „Traditional“-Layout hat eine V-Koje im Bug mit Nasszelle achtern, eine doppelte Koje an Steuerbord achtern mit Kartentisch im Vorschiff und eine L-förmige Dinette an Backbord; das „Drei-Kabinen“-Layout verlegt die Achterkoje nach Backbord mit einer separaten Navigationsecke; das „Für kleine Crew“-Layout verzichtet auf die Achterkoje zugunsten größerer Navigationsecke und mehr Stauraum achtern, wobei die Pantry an Steuerbord liegt. Jedes Layout umfasst eine Pantry mit einem dreiflammigen Spiritusbrenner und Druckwasser, einen Teak-und-Holly-Boden sowie Belüftung über die Hauptschleuse, die Bugklappe und Öffnungsluken.
Ausrüstung und Decksdetails
Ein Ankerkasten im Bug ist vorhanden, und das über ein Skeg gesteuerte Ruder sorgt für präzise Kontrolle im Hafen. Der Perkins 4-108 Diesel mit 51 PS reicht für Anlegemanöver völlig aus, unterstützt durch einen 45-Gallonen-Kraftstofftank und eine Wassertankkapazität von 90 Gallonen. Das Teakdeck an Deck und der Spirituskocher sind typische Entschlüsse dieser Epoche, die den Unterhalt mitprägen: Ersteres erfordert regelmäßiges Ölen, letzteres stellt heute die Beschaffung von sicherem Kraftstoff vor Herausforderungen. (1)
Das Fazit
Die Dickerson 37 ist eine gut durchdachte Fahrtenyacht, die traditionelles Aussehen mit einem wirklich modernen Aufteilungskonzept für das Achterkabine-Kreuzen verbindet. Die verschiedenen ab Werft erhältlichen Innenraumkonfigurationen ermöglichen es dem Käufer, das Boot perfekt auf das Segeln mit Paar oder Crew anzupassen. Das Ketsch-Rigg mit Jiffy-Reffsystem bietet zudem ein fehlerverzeihendes Paket für den Hochseeeinsatz. Das teaklastige Deck und die Pantry mit Spirituosen sind die wichtigsten Punkte, auf die man als Eigner achten sollte.
Vorteile
- Wahl zwischen Achter- oder Mittelcockpit mit verschiedenen ab Werk vorgesehenen Innenraumkonzepten
- Ketsch- oder Kutterrigg mit Jiffy-Reffen auf Großsegel und Besan sowie Aluminiumspargen
- Großzügige Kapazitäten von 90 Gallonen Wasser und 45 Gallonen Kraftstoff für ausgedehnte Törns
- Traditionelle Deckssprunglinie und Überhänge bei einem modernen Rumpf mit Achterkabine
Nachteile
- Das gesamte Deckstek verlangt konsequente Pflege
- Der dreiflammige Spirituskocher ist veraltet und an moderne Standards herangetrieben
- Wird oft mit der nicht verwandten Dickerson 37 aus dem Farr-Regattabau von 1983 verwechselt








