Design und Konstruktion
Delphia baute die 40.3 nach den Qualitätsstandards des Germanischen Lloyd. Der Rumpf ist im Unterwasserschiff konventionell von Hand mit einem massiven Polyesterlaminat laminiert, während das Überwasserschiff und das Deck für Leichtigkeit mit einem Airex-Schaumkern versehen sind. Im Bereich des Kiels ist das Laminat doppelt so dick – eine sinnvolle Verstärkung in der hochbelasteten Zone. Das Deck verfügt über angeformte Rutschfeste, die sowohl nass als auch trocken gut Halt bieten, und die Seitendecks sind leicht geneigt, sodass sie bei Krängung leichter zu begehen sind. Teakholz-Inlays auf den Cockpitsitzen und dem Bodenbrett verleihen dem Boot einen edlen Charakter, und der Steuersitz lässt sich sauber absenken, um einen bequemen Weg nach achtern zur Badeplattform zu schaffen. (1)
Das Unterwasserprofil des Bootes kombiniert flache Rumpfsektionen, eine moderate Breite und eine großzügige Wasserlinie mit einem tiefen Spatenruder. Der serienmäßige tiefe Flossenkiel mit Bulb hat einen Tiefgang von 2,26 m (7 ft 5 in) und hält den Ballast tief für maximale Steifigkeit. Das Modell mit tiefem Kiel, das wir gesegelt haben, bietet ein spürbares zusätzliches „Greifen“ im Wasser und hält seinen Ballast tief unten für maximale Steifigkeit. Ebenfalls verfügbar sind eine Flachkiel-Version mit 1,78 m (5 ft 10 in) Tiefgang und eine Schwenkkiel-Version (aufgeholt 1,00 m / 3 ft 3 in, abgesenkt 1,93 m / 6 ft 4 in, mit Doppelruder). (2)
Rigg und Handhabung
Die 40.3 ist mit einem 7/8-Rigg ausgestattet, das das Vorsegel handhabbar hält und es ermöglicht, das Großsegel beim Aufkreuzen durchzuballen. Das serienmäßige Großsegel mit Volllatten sorgt für eine gute Form und lässt sich mit den optionalen Lazy-Jacks und einer Zip-Tasche leicht bedienen, obwohl ein Tester die Genuaschot an einer Winsch auf dem Kajütdach beim Einhandsegeln als unpraktisch empfand. Die meisten Trimmleinen laufen über Fallstopper zu einer Paar Lewmar 30ST-Winschen auf dem Kajütdach, während die Genuaschoten zu 48ST-Einleitern auf den Sülls neben der Radsteuerung geführt werden. Die Püttinge und die Genuarutsche sind weit nach innen positioniert, sodass das Deck frei bleibt.
Unter Segeln läuft das Boot auf raumen Kursen mit wenig oder gar keiner Ruderarbeit gut kursstabil. Die Jefa-Rodsteuerung ist direkt, aber sehr leichtgängig. Tester fanden sie für ihre Größe schnell: Sie schaffte eine hervorragende Höhe am Wind von 5,4 Knoten bei 12 Knoten scheinbarem Wind und steigerte sich auf einem Halbwindkurs auf 6,2 Knoten. Dort war sie so ausgewogen, dass die Pinne im Leerlauf liegen konnte. Die 40,3 Wenden wurden selbst bei leichtem Wind zügig absolviert, und das Boot beschleunigt innerhalb von Sekunden wieder auf volle Fahrt. Der effizienteste Segelwinkel liegt etwas über 40 Grad Abwind, und hoch am Wind segelt sie mit etwa 28 Grad zum scheinbaren Wind. (2)
Unterbringung
Käufer können die 40.3 mit Zwei-, Drei- oder Vier-Kabinen-Layouts in sechs verschiedenen Aufteilungsplänen bestellen. Das erhöhte Kajütdach mit großen Fenstern und Luken folgt dem modernen Trend und hält den Innenraum hell; die Stehhöhe beträgt großzügige 1,98 m (6 ft 6 in), sodass sechs Personen am Salontisch sitzen können, ohne sich einzuschränken. Der Salon ist angenehm holzig, ohne düster zu wirken, und beide Nasszellen sind vollständig laminierte Duschwannen mit guter Stehhöhe.
Die drei- und vier-Kabinen-Modelle nutzen eine herkömmliche Dinette und eine Längsküche, wie sie auf Charterbooten beliebt sind. Die Zwei-Kabinen-Version erhält eine größere U-förmige Pantry für mehr Sicherheit auf See und eine noch größere Achterkoje mit eigener Nasszelle und Dusche. Das Testboot mit drei Kabinen verfügte über eine Eignerkabine im Vorschiff mit einer großzügigen V-Koje und Ankleidebereich sowie Achterkabinen mit geräumigen Kojen. Bei der Vier-Kabinen-Version ersetzt eine Eignerkabine mit zwei Kojen die vordere Nasszelle, wobei die Toilette gegenüber verlegt wurde. Der nach vorn gerichtete Kartentisch ist etwas klein, und die klappbare Konsole bietet Platz für Instrumente, aber keine Bücherregal.
Bekannte Schwachstellen
Eine Rezension wies auf fehlende Öffnungen für die Belüftung hin, was im Widerspruch zu einer anderen Bewertung steht, die die hervorragende Belüftung durch die großen Deckenluken und zahlreichen Luken lobt. Es gibt Handläufe im erhöhten Salon, aber keine vor dem Mast – ein Punkt, der beim Bewegen unter Deck auf See beachtet werden sollte.
Refits und Eignerschaft
Der serienmäßige 53 PS starke Volvo D2-55 Diesel mit Saildrive ist leise und verursacht kaum Vibrationen auf dem Cockpitboden. Er treibt das Boot bei 1.800 U/min komfortabel auf 6 Knoten Geschwindigkeit und erreicht ein Höchsttempo von 7,5 Knoten. Ein optionales Bugstrahlruder macht das Manövrieren im Hafen kinderleicht, und der tiefe Ankerkorb beherbergt die Ankerwinde, sodass nichts herausschaut, an dem sich ein Crewmitglied verletzen könnte. Zur optionalen Ausrüstung gehören ein vollständiges Cockpittent für längere Saisonzeiten, Lazy-Jacks und doppelte Steuerräder. Das klappbare Schaltbrett trägt Instrumente zur Fehlersuche, und die Batterieanlage besteht aus einem 110-AH-Motor und zwei 110-AH-Verbraucherbatterien.
Das Fazit
Die Delphia 40.3 ist eine durchdacht konstruierte polnische Fahrtenyacht, die den Käufer mit echter Flexibilität bei der Raumaufteilung, einem steifen und ausgewogenen Rumpf sowie einem Innenausbau belohnt, der weit über den Status einer Serienproduktion hinausgeht. Sie läuft viel Höhe am Wind, lässt sich mit den richtigen Optionen auch einhand oder mit kleiner Crew leicht segeln und eignet sich hervorragend für ausgedehnte Törns.
Vorteile
- Große Auswahl an Zwei-, Drei- und Vier-Kabinen-Layouts in sechs verschiedenen Aufteilungen
- Steifer, schneller Rumpf mit feinfühligem Rudergefühl und hervorragendem Wenden bei leichtem Wind
- Leiser, wirtschaftlicher Diesel mit großer Reichweite unter Motor
- Helles, hochwertig verarbeitetes Interieur mit integrierten Bordtoiletten
Nachteile
- Keine Handläufe vor dem Mast
- Möglicher Mangel an Belüftungsöffnungen nach einer Rezension
- Die Großschot an der Winsch auf dem Kajütdach ist für das einhand Trimmen der Segel unpraktisch







