Delphia 37 — Informationen, Bewertung, technische Daten

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Rigg
7/8-Slup

Die Delphia 37 ist eine mittelgroße Fahrtenyacht mit Einrumpfkonstruktion, die von Andrzej Skrzat entworfen wurde. Die baltische Herkunft des Designers prägte ein Konzept, das auf hohe Seetüchtigkeit und robuste OffshoreEigenschaften bei rauem Wetter ausgerichtet ist. Die Werft Delphia Boats baut die 37, deren Hauptwerkstatt sich in Polen befindet. Die 37 hat eine Länge über alles (LOA) von 36 Fuß 4 Zoll, eine Breite von 11 Fuß 10 Zoll und eine Verdrängung, die von 12.414 Pfund im FlachkielModell bis zu 12.961 Pfund in der Version mit tiefem Kiel reicht. Sie verfügt über einen Ballast von 4.862 Pfund bei einem BallastVerdrängungsVerhältnis von 39 Prozent.

Messwerte

Abmessungen 01

Länge über alles
Länge an Deck
Länge in der Wasserlinie
Breite
Tiefgang
6,5 ft
Maximale Stehhöhe
Durchfahrtshöhe

Bauweise & Rumpf 02

Bauweise
Rumpfart
Kielart
Ballast
Verdrängung
Wasserkapazität
Kraftstoffkapazität

Rigg & Segel 03

Rigg-Art
7/8-Slup
Vorliek Großsegel
Unterliek Großsegel
Vorsegeldreieck Höhe
Vorsegeldreieck Basis
Vorstaglänge (geschätzt)
Segelfläche

Berechnungen 04

Segelfläche-Verdrängungs-Verhältnis
Ballast-Verdrängungs-Verhältnis
Verdrängungs-Längen-Verhältnis (D/L)
Komfort-Ratio
Kenterungsverhältnis
Rumpfgeschwindigkeit

Design und Konstruktion

Der handlaminierte Rumpf besteht unter der Wasserlinie aus massivem GFK und ist oberhalb davon mit einem Kern aus geschlossenzelligem Schaumstoff versehen, wobei eine strukturelle Bodengruppe integriert ist, um hohe Rigglasten abzufangen. Neun 29-mm-Edelstahl-Kielbolzen führen durch angeordnete Gegenplatten in einen gusseisernen Kiel – ein Detail, das als Beweis für die Robustheit des Bootes gilt. Zeitgenössische Berichte erwähnten eine Bodengruppe im Rumpf zur Lastaufnahme des Riggs, einen recht flachen Bilgenwasser-Auffangbereich und sorgfältige Systemarbeit: Alle Schläuche sind doppelt abgeklebt und so verlegt, dass sie nicht scheuern, die Borddurchlässe sind aus Bronze und die Verkabelung verläuft in Kanälen zu nummerierten, thermisch geschrumpften Terminals. (1)

Rigg und Handhabung

Ein 9/10-Fractional-Rigg mit zwei Salingen steht auf einem Flossenkiel und einem tiefen Spatenruder – diese Kombination ist für den hervorragenden Seeverhalten des Bootes verantwortlich. Probefahrer empfanden sie als absoluten Genuss zu segeln, mit Wendewinkeln von unter 90 Grad und einer so ausgeprägten Kursstabilität, dass ein Rezensent das unverriegelte Rad einfach stehen lassen und nach vorn gehen konnte, während das Boot hoch am Wind stabil lief. Mit einer Breite von 11 Fuß 9 Zoll und einem hohen Ballast-Verdrängungs-Verhältnis ist sie ein relativ steifes Boot im Wind, und die tiefe Kielform mit 6 Fuß 4 Zoll verspricht noch bessere Leistung am Wind als der hier getestete Flachkiel mit 5 Fuß 1 Zoll Tiefgang. Das große Großsegel mit Volllatten und die Rollfock sorgen für eine Segelfläche von 779 Quadratfuß. (1)

Unterbringung

Unter Deck ist der Salon um einen klappbaren Tisch mit Platz für sechs Personen herum aufgebaut, flankiert von einer L-förmigen Sofakojüte an Steuerbord und einer geraden Sofakojüte an Backbord. Sieben zu öffnende Luken sorgen für gute Belüftung, und die Navigationsecke bietet freien Zugang zu den Schalttafeln. Die L-förmige Pantry verfügt über eine tiefe Edelstahlspüle, einen großen Kühlschrank, ein Corian-Arbeitsplatte und einen kardanisch aufgehängten zweiflammigen Herd. Bei einem getesteten Boot wurde statt des Standard-Lichtmahagonis ein Eichenausbau verwendet. Die V-Koje im Vorschiff ist recht spitz und kann sich für zwei Personen eng anfühlen. Das Zwei-Kabinen-Layout tauscht die dritte Koje gegen eine größere Nasszelle, eine bessere Navigationsecke und einen tieferen Backbord-Backskisten-Container gegenüber der Drei-Kabinen-Version ein.

Cockpit und Deck

Das selbstlenzende Cockpit ist mit Teakholz für Boden und Sitze ausgestattet, wobei sich die Primärwinschen direkt achterlich des Steuerstands befinden. Ein klappbarer Steuersitz öffnet die Plattform am Heck, und der tiefe Ankerkasten im Vorschiff beherbergt eine Standard-Ankerwinde mit Fernbedienung. Backbord- und Steuerbordkisten trennen den tiefen Stauraum von einem flachen Bereich zum schnellen Griff für Festmacher und Bootshaken. Rezensenten befanden das Deck und das Cockpit als ideal für Tagestouren, das Revier oder den Offshore-Einsatz.

Bekannte Schwachstellen

Eine bekannte Schwachstelle ist das Vordeck, das keine Handläufe besitzt, sodass sich die Crew zum Aufrechterhalten an Bord ausschließlich auf die Fußreling und die Seereling verlassen muss. Der flache Bilgenrand ist ein weiterer praktischer Punkt aus dem Testbericht.

Das Fazit

Die Delphia 37 ist eine durchdacht konstruierte Fahrtenyacht für die Ostsee: steif unter Segeln, gut aufgeteilt und großzügig belüftet, mit einer Plicht, die sowohl für Tagestouren als auch für das Fahrtensegeln auf See funktioniert. Die spitze V-Koje und das freie Vordeck sind die Kompromisse gegenüber einem ansonsten makellosen Paket.

Vorteile

  • Steifer, kursstabiler Rumpf mit Optionen für tiefen oder flachen Kiel
  • Robuste Kielbolzen- und Gitterstruktur mit Bronzegangdurchführungen
  • Luftiger Salon und praktische L-förmige Pantry
  • Übersichtliche Kabelbäume mit beschrifteten Terminals

Nachteile

  • Keine Handläufe auf dem Vordeck
  • Geringer Bilgenraum
  • Die spitze Vorschiffskoje ist für ein Paar sehr eng

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