Design und Konstruktion
Die F-24 Mk II besitzt einen Rumpf, der im Vorschiff fein und sehr fein ist, mit einem U-förmigen Mittelteil und einem relativ flachen, breiten Heck, das dazu dient, Stampfen zu dämpfen und Auftrieb für das Gleiten auf dem Wasser zu bieten. Mit nur geringem Unterwasserschwerpunkt-Rocker (Rocker) gleitet der Rumpf bei den meisten Windstärken im zweistelligen Bereich leicht ein. Die Flügelruder sind abgerundete V-Profilsektionen, die auf maximale Auftriebskraft beim Eintauchen und minimales Widerstand ausgelegt sind, wobei das durchschnittliche Verhältnis von Breite zu Länge fast 20:1 beträgt. Das Boot als Ganzes hat eine moderate Breite und schwimmfähige Flöße. Corsairs patentiertes Farrier Folding System ermöglicht es, die Flügelruder einzuklappen, was die Breite für den Transport auf dem Trailer von 17 Fuß 11 Zoll auf 8 Fuß 2 Zoll verringert. (1)
Strukturell ist der F-24 ein Paradebeispiel für leichte, ingenieursgerechte Verbundwerkstoffe. Die Konstruktion verwendet Kohlefaser und Kevlar-Verstärkungen, Vakuuminjektion, doppelt polarisierte Gewebe, mit Acrylat modifizierte Epoxidharz, NPG-Gelcoat und eine Kernschicht aus PVC-Schaum, ergänzt durch Barriereschichten aus Vinylester- und Isophthalsäureharz im gesamten Laminat. Rumpf und Deck treffen sich über universell verklebte „Top-Hat“-Verbindungen, die Schotten sind an sieben Stellen einlaminiert (tabbed) und die Achterausleger ruhen auf Edelstahl-Bolzen in Buchsen, die von inneren Schotten gestützt werden. Solide Aluminiumstützen stützen den Querträger von unten, obwohl der Träger allein für Segellasten als stark genug ausgelegt ist. Eine kleine Serie von Booten zeigte Rissbildung im Aluminium (Oil-Canning) an den Querträgern durch unzureichend katalysierte PVC-Schaumkerne – ein Fehler, der mittlerweile zurückgerufen und behoben wurde. Da sowohl Rumpf als auch Querträger mit Schaumstoff aufgefüllt sind, treibt der Trimaran selbst bei vollem Wasserschaden weiter. (1)
Rigg und Handhabung
Die Mk II ersetzte das klappbare Schwert durch ein aufholbares Steckschwert und führte ein am Spiegel aufgehängtes Ruder, einen neuen Drehmast mit einer Takelung mit einem Salingbereich (Single-Sparre) und ein Square-Top-Großsegel ein. Der Drehmast erwies sich im Einsatz als selbstverständlich, und die Vorwärtsrotation fügte eine nützliche Element der Segelkontrolle hinzu. Das Steckschwert funktioniert gut und einfach, und ein Gennaker auf einer Rollfock am Ende eines ausziehbaren Bugspriets verlängert den Raum vor dem Wind. Die Leistungssteigerungen resultierten explizit aus Gewichtseinsparungen sowie dem hydrodynamischen Vorteil des Steckschwerts gepaart mit dem aerodynamischen Vorteil des Drehmasts und des Square-Top-Großsegels. Das Ergebnis ist ein Boot, das nur einen maximalen Krängungswinkel von etwas mehr als 15 Grad erreicht und mit der „Master Blaster“-Kampagne von 1994 jenes Jahr die Australian Open Championship für trailerbare Mehrrumpfboote gewann. (1)
Unterbringung
Unter Deck ist die F-24 eher auf Camping-Niveau als auf komfortables Fahrtensegeln ausgelegt. Die Sitzhöhe auf den Knie-bis-Knie-Bänken ist das absolute Minimum an Komfort, obwohl ein gut funktionierendes Hubdach das Gefühl der Enge im Hafen lindert. Die Achterkojen sind lang genug für Erwachsene, während die vordere Doppelkoje nur für kleine Kinder geeignet ist. Es gibt keinen separaten Nassbereich; eine Bordtoilette (Porta-Potti) ist die übliche Lösung, und ein Stoff-Innenschal lässt sich dank Velcro-Clips hervorragend befestigen. Die empfohlene Verdrängung von 1.690 Pfund und der 5-PS-Außenborder sorgen unter Segeln für mehr als 6 Knoten Fahrt. (1)
Bekannte Schwachstellen und Refits
Das Gutachten von Practical Sailor wies auf eine kleine, zurückgerufene Charge mit Rissbildung im Gelcoat im Bereich der Breite hin, aber auch Eigner berichteten über einen dünnen Gelcoat, der sich leicht abnutzt, eine lose Ruderpfette und ein Ruder, bei dem ein Eigner berichtete, dass es bei hohem Tempo vor Anker zu Kavitation neigt. Farrier entwarf eine optionale Ruderbügelverstärkung (Ruderwanne), um der Tendenz zur Kavitation entgegenzuwirken. Dies sind Punkte, die ein sorgfältiger Käufer überprüft, aber keiner davon beeinträchtigt die grundlegende Struktur des Bootes. (1)
Das Fazit
Der F-24 Mk II ist ein konzentrierter Trailertrimaran: leicht, klappbar und schnell, mit einem feinen Rigg und der Sicherheit eines aufblasbaren Schwimmkörpers aus Schaumstoff. Er ist kein Fahrtenboot für das Wohnen an Bord, aber als sportliches Daysailer-Boot und Küstencamper bleibt er ein Maßstab für Farriers Konzept von kleinen Mehrrumpfbooten.
Vorteile
- Klappt auf eine Breite von 8' 2" für den Trailertransport, behält aber eine Segelplattform von 17' 11" bei
- Gleitet leicht mit minimalem Krängungswinkel und einem rotierenden Square-Top-Rigg
- Schaumstoffauftrieb sorgt für Auftrieb, wenn alle Kojen vollständig überflutet sind
- Leichte, ingenieurtechnisch ausgefeilte Verbundbauweise mit behobenem Rückruffehler
Nachteile
- Der Innenraum bietet Knie-an-Knie-Sitzplätze mit einer Kindheitsbett-Koje im Vorschiff und ohne Nasszelle
- Dünner Gelcoat zeigt Spuren schnell; lose Ruderpfosten-Hinge und berichtete Kavitation bei hoher Geschwindigkeit





