Design und Konstruktion
Die Mk II behält die Rümpfe und Querträger der früheren F-24 bei, umschließt sie jedoch mit einem neuen rotierenden Mast und einer Ein-Saling-Rigg-Konfiguration, einem am Spiegel aufgehängten Ruder und einem einziehbaren Steckschwert, das das ursprüngliche klappbare Schwert ersetzt. Das Farrier Folding System ermöglicht es den Akas, das Querträger zu 17 Fuß 11 Zoll auf 8 Fuß 2 Zoll zusammenzuklappen, sodass das Boot innerhalb der gesetzlichen Grenzen transportiert werden kann und problemlos auf dem Trailer liegen bleibt. Strukturell ist das Boot ein Paradebeispiel für disziplinierte Leichtbauweise: Etwa 50 separate Formteile, Carbon- und Kevlar-Einlagen, Vakuuminjektion, doppelt georientierte Gewebe, acrylatmodifizierte Epoxidharz, NPG-Gelcoat und ein PVC-Schaumkern sorgen für einen Rumpfgewicht von nur 1.690 Pfund. Rumpf und Deck treffen durch universell verklebte „Top-Hat“-Verbindungen zusammen, die Schotten sind an sieben Stellen laminiert, und die Querträger drehen sich auf Edelstahlbolzen in Buchsen, die durch innere Schotten verstärkt sind, wobei feste Aluminiumstützen den Träger von unten abstützen. Schaumstoffauftrieb im Rumpf und in den Querträgern sorgt dafür, dass das Boot auch bei vollem Wasser in allen Kammern noch schwimmt. (1)
Rigg und Handhabung
Der rotierende Mast erwies sich im Einsatz als genial und machte die Vorsteuerung des Mastes zu einem zusätzlichen Element der Segelkontrolle auf einem Boot, dessen Großsegel mit Volllatten noch von Hand gehisst wurde. Das Steckschwert funktioniert gut und einfach, und das Gennaker (Screacher) wird aus einer Rollfock an dem Ende eines ausziehbaren Bugspriets gefahren. Auf dem Wasser bleibt der Entwurf bemerkenswert aufrecht – die Krängungswinkel gehen selten über 15 Grad hinaus – und der feine, sehr feine vordere Hauptrumpf mit einem U-förmigen Mittelteil und einem flachen, breiten Heck dämpft das Stampfen und hebt bei kaum Windstärke über zehn Knoten ab. Die Amas sind runde V-Ruderformen, die beim Eintauchen für maximale Auftriebskraft und minimales Widerstand sorgen. Eigner haben bereits Geschwindigkeiten von 12 Knoten bei 15 Knoten Wind gemessen und berichten von 17 Knoten mit voller Großsegel und Gennaker bei 21 Knoten Wind, während ein Test-Speedometer fröhlich über 10 Knoten lief, ohne dass das Boot nass wurde. (2)
Unterbringung
Unter Deck ist es kompromisslos minimalistisch: die Sitzhöhe auf Knie-zu-Knie-Bänken ist das Einzige, was es hier gibt. Die Achterkojen sind lang genug für Erwachsene, während die vordere Doppelkoje nur für kleine Kinder geeignet ist. Ein Hubdach hilft gut, um etwas Platz zu gewinnen. Da es keinen Nassbereich gibt, ist eine Bordtoilette die übliche Lösung. Ein Stoff-Innenschal hält mit Velcro hervorragend Polster und Paneele fest. Dies ist ein Daysailer und Weekender, der auf Geschwindigkeit und Trailerbarkeit ausgelegt ist, nicht auf Kabinenkomfort. (1)
Bekannte Schwachstellen
Eine kleine Serie früher Boote zeigte Haarrisse in den Querträgern durch unsachgemäß geformten PVC-Schaumstoff; das Problem wurde vom Hersteller zurückgerufen und nachträglich behoben. Eigner berichten, dass die dünne Haut leicht Kratzer aufweist, der Ruderbeschlag etwas Spiel hat und das Ruder bei hoher Geschwindigkeit zu kavitieren beginnt – letzteres führte zu einer optionalen Ruderbügel-Bügelung von Farrier. Keines dieser Probleme stellt eine strukturelle Bedrohung für das Konzept des klappbaren Auftriebskörpers dar, aber sie sind bei einem Boot bekannt zu sein, dessen Leistungsumfang weit über den eines typischen Pocket-Cruisers hinausgeht. (1)
Refits und Eignerschaft
Der Schwerpunkt bei der Eignerschaft liegt auf Einfachheit und Gewichtskontrolle. Die meisten Boote nutzen den empfohlenen 5-PS-Außenborder, der mehr als 6 Knoten leistet. Das Klappsystem, die leichten Formteile und die Trailereigenschaften bedeuten, dass eine gebrauchte Mk II eher einem Eigner zugutekommt, der Ausrüstung und Struktur minimal hält, als einem, der das Boot für Küstenfahrten belastet. Die F-24 „Master Blaster“ gewann 1994 die Australian Open Championship für trailerbare Mehrrumpfboote – ein Hinweis auf die Wettkampf-Herkunft hinter diesem Freizeitboot. (1)
Das Fazit
Der Corsair 24 Mk II ist eine reinste Ausdrucksform von Farriers Idee eines schnell klappbaren Trimarans: ein trailerbarer Dreifachbootsrumpf mit einer Verdrängung von 1.690 Pfund, der leicht ins Gleiten kommt, kaum krängt und trocken bleibt, während er die meisten Einrumpfboote, die doppelt so lang sind, hinter sich lässt. Seine Kompromisse sind offen und beabsichtigt – Stehhöhe, Kojen und eine Nasszelle sind Nebensächlichkeiten –, aber für Segler, die Geschwindigkeit und Transportfähigkeit über den Komfort einer Kabine stellen, bleibt er ein Referenzdesign.
Vorteile
- Klappt auf eine Breite von 8' 2" ein und ist legal trailerbar
- Läuft bei den meisten zweistelligen Windstärken ins Gleiten über, krängt unter 15°
- Schaumstoffauftrieb sorgt für Auftrieb bei Volllaufen
- Leichte, starke GFK-Konstruktion mit nachträglich installierter Querträger-Befestigung
Nachteile
- Minimaler Platz unter Deck; kein richtiges Badezimmer
- Kratzer im dünnen Lack; Berichte über Ruderbeschläge und Kavitation
- Spartanische Unterkünfte für alles außer sehr kurzen Törns







