Design und Konstruktion
Die Struktur erzählt die Geschichte eines Bootes, das für Geschwindigkeit und Strandtauglichkeit konstruiert wurde und nicht für den Massenmarkt-Komfort. Die Rümpfe sind aus infundierter Vinylesterharz-Bauweise gefertigt, mit massivem Glas unter der Wasserlinie und Corecell-Schaum auf den Überwasserschiffsteilen sowie dem Deck. Carbonverstärkte Querträger tragen die Last zwischen den Ankerkörpern. Der mittlere Rumpf hat einen feinen Vorschiffseintritt und läuft nach achtern flach aus, was zu einem eleganten Auslaufen führt. Tester stellten schlanke vordere Sektionen fest, kombiniert mit engen Linien im Achterschiff, was dem zentralen Rumpf eine klare, regattaartige Form verleiht. Die Auftriebskörper haben ein Volumen von 200 % der Verdrängung, was den bemerkenswerten Stabilitätsbereich des Bootes für seine Größe erklärt. Das Schwert und die Ruder drehen sich auf Bolzen, sodass das Boot problemlos trockenfallen kann. Die Kurven und die harmonische Form der Querträger sind nicht nur strukturell sinnvoll, sondern auch optisch ansprechend gelöst. (2)
Rigg und Handhabung
Beide Rigg-Optionen für die Multi 23 verfügen über einen drehbaren Aluminiumflügelmast, und der Standard-Segelplan bietet 328 Quadratfuß Fläche mit einem Regatta-Großsegel und einer Fock. Eine Selbstwendefock vereinfacht das Segeln mit kleiner Crew, während die Fahrtenversion den Regattastoff gegen ein refizierbares Dacron-Großsegel und eine Dacron-Fock eintauscht. Das Boot eines Testers trug Lenemans maßgeschneiderte, größere Fock als Serienmodell, montiert auf einem individuellen Bugspriet, was zeigt, wie bereitwillig die Plattform eine vom Eigner gesteuerte Vergrößerung der Segelfläche akzeptiert. Auf dem Wasser ist die Absicht des Entwurfs unmissverständlich: Ein Tester notierte 19,9 Knoten auf einem tragbaren GPS und war überzeugt, dass das Boot schneller als dieser Anker gesegelt war. Das Boot ist trailerbar, erfordert jedoch etwa eine Stunde zum Zuwasserlassen und eine Stunde zum Auskranen, was realistische Grenzen für spontane Nutzung setzt. (2)
Unterbringung und Ausrüstung
Dies ist ein Trimaran für Tagestouren und Küsten-Camping und kein Fahrtenboot mit geschlossenen Kabinen. Ein 9 Fuß langer, trockener Stauraum vor dem Mast bietet sicheren Halt für Ausrüstung, die trocken bleiben muss, und ein separates Cockpitzelt ist optional für Segler, die unter Dach und Fach im zentralen Rumpf schlafen möchten. Der Standard-Hilfsantrieb ist ein elektrischer Innenborder – eine leise und kompakte Wahl, die perfekt zu einem 660 Pfund schweren Rumpf passt. Ein Bericht eines Eigners weist darauf hin, dass der Importeur auf seinem eigenen Multi 23 einen Außenborder nutzt, um die von den lokalen Regatta-Vereinigungen geforderte Motorleistung von 15 Meilen zu erreichen. Dies zeigt eine praktische Abweichung von der Standard-Elektrik, wenn die Vorschriften eine größere Reichweite erfordern.
Eignerschaft und Lagerung
Das geringe Gewicht, das die Multi 23 schnell macht, beeinflusst auch ihre Unterbringung. Ein Eigner lagert das Boot auf einem Hubdock, das breit genug ist, um die 15-Fuß-Breite aufzunehmen – ein Hinweis darauf, dass die große Fläche des Trimarans auch im Trockendock die Logistik bestimmt. Das Zuwasserlassen ist laut einem Importeur einfach: Mit etwas Erfahrung schaffen es zwei Personen in etwa zwei Stunden. Das Fehlen von Antifouling, das ein Tester bemerkte, deutet darauf hin, dass das Boot in warmen Regionen oft trocken oder nur wenig genutzt wurde. Dies bedeutet jedoch auch, dass jedes gekaufte Exemplar hinsichtlich der Pflege der Unterwasseroberfläche untersucht werden sollte.
Das Fazit
Der Multi 23 ist eine seltene Erscheinung: ein echtes Miniaturmodell eines Grand-Prix-Trimarans, der sich auf einem Trailer transportieren lässt und ein Strandlanden problemlos verzeiht, aber in kompetenten Händen atemberaubende Geschwindigkeiten erreichen kann. Seine Herkunft von VPLP und die chinesische Produktion unter Torpen Marine machen ihn zu einem wirklich internationalen kleinen Mehrrumpfboot mit seriösen Design-Auszeichnungen.
Vorteile
- Sehr geringe Verdrängung (660 lbs trocken) mit auftriebsstarken Amas, die ein Auftriebsvolumen von 200 % zur Verdrängung bieten
- Anlandbares Schwenkschwert und -ruder; trailerbare Plattform
- Drehbarer Flügelmast mit Selbstwendefock und Option für ein refsgereiftes Fahrtenrigg
- Kohlenstoffverstärkte Querträger und infundierter Vinylester-Rumpf mit Schaumkörper
Nachteile
- Ca. eine Stunde pro Boot für das Zuwasserlassen und Ablegen schränkt die Spontaneität ein
- Minimaler Wohnraum; im Grunde ein Daysailer mit optionellem Cockpittent
- Der serienmäßige elektrische Hilfsmotor erfüllt oft nicht die Regeln für Regattareviere ohne Umbau zu einem Außenborder




