Design und Konstruktion
David Thomas zeichnete die 26 mit einem feinen Vorschiffseintritt und einem relativ geraden Achterschiff, aufgesetzt auf einen flachen Langkiel mit Seitenschwimmern und einer vergrößerten Propelleraussparung, die den Kiel effektiv etwas verkürzt. Dieses Ausschneiden um den Propeller macht das Boot schneller und agiler, als man es von einem Langkieler erwarten würde, und es erzeugt im Vergleich zu traditionellen Langkielern nur sehr wenig Radeffekt. Der einzige bekannte Kompromiss in der Struktur ist der Einsatz von Bleiballast anstelle von Eisen; die Werft entschied sich für Blei, um einen niedrigeren Boden im Salon zu ermöglichen, wofür höhere Baukosten gegen bessere Stehhöhe und eine aufrechtere Haltung an Land eingetauscht wurden – selbst wenn sie auf trockenem Sandboden festläuft, krängt sie im Ankertau nicht mehr als acht Grad. Zwei Kielformen erleichtern das Trockenfallen, und der Hubkiel selbst ermöglicht sowohl das Schleichen in Flussniederungen als auch gute Leistung am Wind, wenn es darauf ankommt. (1)
Rigg und Handhabung
Das Standardrigg ist ein Gaffel-Kutter mit traditioneller Ausstrahlung, die die einfache Handhabung, Geschwindigkeit und die hervorragende Höhe am Wind des Bootes Lügen straft. Ein tiefes und effizientes Schwert minimiert die Abdrift, und das Gaffelgroßsegel läuft an zwei Fallen, die auf der Steuerbordseite des Kajütaufbaus ins Cockpit geführt sind, sodass eine Person es in unter 30 Sekunden setzen kann; eine Kombination aus Baumtopplift und Lazy-Jack ermöglicht es, das Gaffeltopp auf dem Baum zu legen und das Segel praktisch selbst zu bergen. Der Bugspriet lässt sich für Hafenliegeplätze oder das Festmachen einziehen, und die Kutter-Konfiguration bedeutet, dass man bei zunehmendem Wind einfach das Stagsegel einrollt und nur noch mit der Fock segelt, was auch die Sicht verbessert und die Schotlasten so klein hält, dass das Rigg bestens für das Segeln mit Kindern an Bord geeignet ist. Testsegler fanden sie bei sehr leichtem Wind hervorragend ausbalanciert und agil, mit guter Kursstabilität wie bei traditionellen Typen, und bei extrem schwachem Wind ging sie konstant um etwa 100 Grad über. Mit abgesenktem Schwert dreht sie sich darum, was für präzisere Handhabung und schnellere Wenden sorgt; mit aufgeholtem Schwert segelt sie immer noch hoch am Wind. Ein optionales Bermudan-Cutter-Rigg tauscht das Gaffelrigg gegen 5–10 Grad mehr Höhe am Wind ein und eliminiert Backstagen durch nach achtern montierte Salingen. (1)
Unterbringung
Unter Deck bietet die 26 eine volle Stehhöhe von etwa 1,9 Metern in einer cleveren Aufteilung mit vier Kojen, die der Hersteller als Wohnraum bewertet, der vielen größeren Booten Konkurrenz macht, und die von boats.com als deutlich größer als ähnliche Entwürfe einiger Jahrzehnte zuvor befunden wurde. Fugenlose Schotten (Tongue-and-Groove) und gute Belüftung durch Decksluken und ordentliche Bullaugen verleihen dem Innenraum ein helles, edles Finish. Der Salon bietet Platz für sechs Personen an einem großen, klappbaren Tisch auf dem Schwertkasten, die Vorpiek beherbergt eine große Doppel-V-Koje, und die Achterküche neben dem Niedergang ist mit einem zweiflammigen Gasherd, einer einzelnen Spüle, einer Kühlbox oder optionaler Kühltruhe sowie Schränken ausgestattet. Eine großzügige Plicht und reichlich Stauraum runden das Konzept für den Familien-Fahrtensegler ab.
Ausrüstung und Technik
Ein Yanmar 3YM20 Dreizylinder-Diesel mit etwa 20 PS und einem dreiflügeligen Propeller sorgt für den Antrieb. Bei genauerer Betrachtung fallen gut durchdachte Motorzugangsschotten auf, die sich fast rundum öffnen lassen. Die standardmäßige Kraftstoffkapazität von 16 Gallonen und die Wasserkapazität von 66 Gallonen eignen sich ideal für Küstenfahrten. Die Segelfläche von 473 Quadratfuß bei einem Segelfläche-Verdrängungs-Verhältnis (SA/D) von 17,75 verleiht dem Boot die lebendige Performance, die die Tester bemerkten, ohne eine kleine Crew zu überfordern.
Das Fazit
Die Cornish Crabber 26 ist eine großartige, vielseitige Fahrtenyacht, die klassisches kornisches Aussehen mit einem absolut modernen, leicht zu handhabenden Paket verbindet. Sie ist für ihre Länge geräumig, stabil an Land und auf dem Wasser sowie schnell aufgetakelt und zum Wenden bereit. Der höhere Preis für den Bleiballast und der historische Charme des Gaffelriggs werden nicht jedem zusagen, aber als Familienboot für Küstentörns ist sie kaum zu kritisieren.
Vorteile
- Vier-Koje-Aufteilung mit voller Stehhöhe, die der von größeren Booten in nichts nachsteht
- Hubkiel und Kimmformen für Trockenfallen und flache Priele
- Schnelles, selbstschneidendes Gaffelrigg, das einhand leicht zu handhaben ist
- Das Schwert sorgt für minimale Abdrift und saubere Wenden
- Gut durchdachte Motorzugänglichkeit und kaum Propellerwirkung
Nachteile
- Bleiballast erhöht die Baukosten im Vergleich zu Eisen
- Gaffelrigg ist bei Starkwind weniger leistungsfähig als der optionale Bermudankutter



