Design und Konstruktion
Sowohl Rumpf als auch Deck sind aus GFK gefertigt und als Sandwichbauweise statt als massives Laminat konstruiert – eine Entscheidung, die die ursprüngliche Besprechung als verbesserte Luftqualität im Innenraum durch Temperatur- und Kondensationspufferung hervorhob. Der Kiel selbst ist aus Blei, auf einer Flosse gelagert, und das angegebene Ballast-Verdrängungs-Verhältnis liegt bei 45 Prozent bei einer Verdrängung von etwa 10.976 Pfund (ca. 5.000 kg) mit 4.928 Pfund (ca. 2.200 kg) Ballast. Das Verhältnis von Länge zu Breite (L/B) von 3,33 und ein Verdrängungs-Längen-Verhältnis (D/L) nahe 180 ordnen sie in den Bereich der sogenannten „leichten Regattayachten“ ein, nicht in den der schweren Fahrtenyachten. Diese Leichtigkeit zeigt sich in den Zahlen: Die theoretische Rumpfgeschwindigkeit eines Verdränger-Rumpfs dieser Länge beträgt 7,4 Knoten, und unter dem Yanmar 3GM20SD Diesel mit Saildrive erreicht sie 7,5 Knoten. Ihr Kenterungsverhältnis liegt bei 1,89 und das Komfort-Ratio-Spektrum reicht von 21,6 bis 24,2 – Werte, die sie als steifes Boot mit relativ weichen Bewegungen für Küstentörns und nicht als träge Langstrecken-Fahrtenyacht charakterisieren. (1)
Rigg und Handhabung
Die Contrast 36 ist als 7/8-Slup getakelt, und das Segelfläche-Verdrängungs-Verhältnis liegt bei 16,3 mit dem ISO-Referenzsegel und steigt auf 19,0 bei einer 135-prozentigen Genua. Der Relative Speed Performance-Index beträgt 66, was einem Boot entspricht, das Segeltrimm vor reiner Motorleistung belohnt. Die benetzte Fläche des Rumpfbodens beträgt etwa 387 Quadratfuß, und die Immersionsrate liegt bei rund 1.151 Pfund pro Zoll, sodass sie unter Crew und Vorräten auf einer berechenbaren Wasserlinie liegt. Die Details der Takelage sind detailliert dokumentiert: Die Großschot, die Fock- und Spinnakerfall sind jeweils etwa 113 Fuß lang und haben einen Durchmesser von einer halben Zoll, während die Schoten – Fock, Genua, Großschot und Spinnaker – 14 mm stark sind, wobei allein die Großschot 90 Fuß lang ist. Ein Boot, das an Eigner verkauft wird, die es selbst fertigstellen, bedeutet, dass die Werksproduktion zwar konsistent ist, aber fertige Exemplare in der Ausführung variieren können.
Unterbringung
Der Innenraum ist im Mahagoni-Stil gehalten, was typisch für viele skandinavische Yachten dieser Zeit ist. Für diesen Entwurf sind weder die Anzahl der Kojen noch die Kabinenaufteilung veröffentlicht. Die Sandwichkonstruktion, die die Kabine vor Temperaturschwankungen schützt, ist derselbe Detailaspekt, der das Wohngefühl ausmacht.
Bekannte Schwachstellen
Das einzige bekannte Problem ist, dass die Contrast 36 auch als Bausatz für den Selbstausbau verkauft wurde, was bedeutet, dass sich die Qualität der einzelnen Boote unterscheiden kann. Die Saildrive-Übertragung wird ohne entsprechende Warnung geliefert. Ein Käufer oder Gutachter sollte einfach berücksichtigen, dass werftseitig fertiggestellte und von Amateuren fertiggestellte Rümpfe nicht identische Standards aufweisen müssen. (1)
Das Fazit
Die Contrast 36 ist eine durchdacht konstruierte Leichtdeplacement-Regatta-/Fahrtenyacht aus den frühen Tagen der skandinavischen Performance-Cruiser-Bewegung. Ihre Sandwichkonstruktion, der Bleiflossenkiel und das fraktionell getakelte Segelplan kennzeichnen sie als Boot, das für ein direktes Handling und erträglichen Komfort unter Deck gebaut wurde und nicht für maximale Zuladung. Die Geschichte der Selbstbauten ist der einzige Schatten über einem ansonsten stimmigen Entwurf.
Vorteile
- Sandwich-Rumpf und -Deck für ein besseres Kabinenklima
- Bleiflossenkiel mit 45-prozentigem Ballastanteil
- Leichtes Regattaprofil mit einer theoretischen Rumpfgeschwindigkeit von 7,4 Knoten
- 7/8-Rigg mit hohem Segelfläche-Verdrängungs-Verhältnis unter Genua
Nachteile
- Die Qualität kann aufgrund von selbstgebauten Bausätzen variieren
- Der Tiefgang von 1,85–1,93 m (6,1–6,4 Fuß) beschränkt sie auf größere Marinas






