Design und Konstruktion
Die Abbott 33 führt ihre Abstammung auf die Scandicap 99 zurück, einen 9,9 Meter langen Entwurf von Larson aus Dänemark, der Ende der 1970er Jahre die Aufmerksamkeit der Segler auf den Großen Seen erregte. Während das europäische Boot einen löffelförmigen Unterwasserschiff besaß, der für Hochseeregatten optimiert war, formte Abbott ihn zu einem V-förmigen Rumpfboden mit sanfteren Linien, die für die Großen Seen konzipiert waren. Der Kiel wurde im Vergleich zum ursprünglichen Layout um ein paar Zentimeter verschoben und mit einem völlig anderen Ruder kombiniert – Änderungen, die der Konstrukteur als grundlegend für den Charakter des Bootes beschrieb. Mit einer Länge von 33 Fuß, einer Breite von 8 Fuß 6 Zoll und einem berichteten Gewicht von fast 6.000 Pfund war die Abbott deutlich leichter und schmaler als die Masttopp-Fahrtenyachten ihrer Zeit – eine bewusste Abkehr, die alles von der Beschleunigung bis hin zum Innenraumvolumen prägte. (1)
Rigg und Handhabung
Das 7/8-Slup-Rigg hält das Boot handhabbar und agil. Eigner beschreiben sie einhellig als leicht zu kranen oder anzulegen mit nur zwei Personen, und einer ging so weit zu behaupten, ihre Segeleigenschaften seien auf dem Wasser unschlagbar. Diese Agilität bringt echten Vortrieb mit sich: Unter Spinnaker wurde eine Abbott 33 mit 16,4 Knoten ohne nennenswerten Windaufwand gefahren, und Eigner bezeichnen sie als aufregendes Boot, das auf allen Kursen zum Wind gesegelt werden kann. Sie ist zudem sehr leicht im Seeverhalten, da sie bei schwerer See sauber aus den Wellen herauskommt – eine Eigenschaft, die ein Eigner unter Verwendung des Sturmfocks allein meisterte. Eine zeitgenössische Bewertung fasst sie als schnelles, gutmütiges und leicht zu segelndes Boot zusammen.
Unterbringung
Unter Deck ist die Abbott 33 ein unverkennbarer Regattainner. Die Kabine bietet kaum Stehhöhe, und das Layout konzentriert sich auf einen versetzten Tisch neben einer Doppelkoje mittschiffs sowie zusätzliche Handläufe im Bereich des Niedergangs. Dies ist ein Boot, das um des Segelns willen gebaut wurde und nicht zum Wohnen an Bord, wobei die spartanische, funktionale Kabine genau zum Leistungsauftrag passt.
Bekannte Schwachstellen
Mehrere strukturelle und mechanische Mängel wurden von Eignern gemeldet. Bei 40 Knoten Wind und einer Welle von 15 Fuß zeigte eine Abbott 33 Ölspuren im Vorschiff und ein gebrochenes Längsträger-Querträger-Gelenk („Oil-canning“). Auf dem Huronsee brach bei 35 bis 40 Knoten Wind mit riesigen Wellen ein Mast an den Salingen. Unter denselben schweren Bedingungen löste sich eine Toilette aus ihrer Halterung und rollte über die gesamte Kabine. Der originale Motor sorgt für die meisten Kritikpunkte: Einige Eigner halten ihn für unterdimensioniert, und mindestens ein Eigner musste wiederholt Schalthebel und Motorabdeckung austauschen. Dieselmaschinen sind heute bei allen neuen Abbott 33 Standard, da die Werft auf sie umgestellt hat, was zeigt, dass man sich vom früheren Einbauverfahren verabschiedet hat. (1)
Refits und Eignerschaft
Die Einheitsklasse genießt einen hervorragenden Ruf als Regattaklasse, und der Sieg in der Abbott-Serie gilt als echter Maßstab für die Segelleistung. Das Boot wurde auch für schwerstbehinderte Segler angepasst: Eine von einem gelähmten Eigner genutzte Abbott wurde ohne Backstagen, Lazy-Jacks, Selbstwendefocken, zusätzliche Winschen ausgerüstet, alle Leinen wurden in die Plicht geführt, es gab eine verkürzte Pinne, eine elektrische Ankerwinde und eine Brücke im Deck für den Zugang zur Kabine. Diese Umbauten zeigen, wie weit das grundlegende Layout verändert werden kann, ohne dass der wesentliche Rumpf und die Leistung beeinträchtigt werden.
Das Fazit
Die Abbott 33 ist ein spezialisierter Geschwindigkeitsläufer für die Großen Seen, der Segler belohnt, die Agilität und den One-Design-Wettbewerb über Komfort stellen. Sie ist schnell, agil und so unverwechselbar, dass sie an jedem Steg Kommentare hervorruft. Doch ihre geringe Stehhöhe, die Schwächen des Originalmotors und gelegentliche strukturelle Probleme unter extremen Bedingungen kennzeichnen sie als Boot für informierte, handwerklich geschickte Eigner.
Vorteile
- Leichter Rumpf mit 7/8-Rigg, der sich leicht von zwei Personen bedienen lässt und auf allen Kursen zum Segeln einlädt
- Bewährte Geschwindigkeit mit gemeldeten 16,4 Knoten unter Spinnaker und absolut robustem Boot
- Starke Einheitsklassen-Konkurrenz und eine aktive Flotte auf den Großen Seen
- Ausreichend anpassungsfähig für umsetzbare Umbauten zu einer einfach bedienbaren, aus der Plicht gefahrenen Takelung
Nachteile
- Sehr geringe Stehhöhe und ein minimalistisches Fahrteninterieur
- Der originale Motor gilt als unterdimensioniert mit häufigen Problemen an der Kupplung und der Motorhaube
- Bekannte Schwachstellen bei Mast, Spanten und Innenausbau-Verbindungen bei schwerem Wetter auf See









