Design und Konstruktion
Paynes Konzept für die 7.6 konzentrierte sich auf eine große Breite und einen schweren, gut platzierten Ballastanteil zur Sicherstellung der Stabilität vor Anker. Bei einer Breite von 9 Fuß 2 Zoll bei einem Rumpf von 25 Fuß 1 Zoll trägt das Boot 1.500 Pfund Bleiballast bei einer Verdrängung von 4.500 Pfund – ein Ballast-Verdrängungs-Verhältnis (B/D) von 33 Prozent, das laut Design-Datenbank nur noch von 24 Prozent ähnlicher Segelboote übertroffen wird. Das Verhältnis von Länge zu Breite (L/B) von 2,73 macht die 7.6 geräumiger als 82 Prozent vergleichbarer Entwürfe – eine direkte Folge von Paynes Prinzip der breiten Form und keine pauschale Behauptung über generelle Spaciousness. Der Bugüberhang wurde reduziert, um die Wasserlinie auf 20 Fuß 8 Zoll zu verlängern, und das Heck wurde modifiziert, um den Einbau eines Außenborders zu ermöglichen, obwohl die Skeg-Rumpfform auch einen zugänglichen Innenborderplatz unweit der Kabine freiließ. Ein Flossenkiel und ein am Spiegel aufgehängtes Ruder vervollständigen das Unterwasserschiff, ergänzt durch einen geringen Tiefgang von 3 Fuß 6 Zoll, der sich nur minimal mit Last verändert. (1)
Rigg und Handhabung
Die 7.6 ist eine Masttoppslup mit einer Segelfläche von 319 Quadratfuß – 137 im Großsegel und 182 im 100-prozentigen Vorsegeldreieck. Das Rigg ist im Vergleich zu Konkurrenzbooten deutlich überdimensioniert, und mit einer 135-prozentigen Genua steigt das Verhältnis von Segelfläche zu Verdrängung auf 22,0. Die Datenbank verknüpft diesen Wert damit, dass das Boot bei leichtem Wind im Ankertau schneller als 69 Prozent ähnlicher Konstruktionen ist. Auch die eigenen Linienarbeiten von Payne bestätigen dies: Unter Vollzeug ist sie bei leichtem Wind lebendig, doch die Formen von Bug und Heck wurden so studiert, dass das Boot dem Steuermann bei Krängung nicht mit einer starken Ruderfeuerung entgegenwirkt. Die Ausgewogenheit der Eigenschaften bewahrt Stabilität und Kontrollierbarkeit für mehr Sicherheit bei starkem Wind und rauer See, während die Linien auch für ruhige Gewässer und leichtes Windstärke-Tauwetter angepasst wurden. Sie bleibt auch mit einer kleineren Fock handhabbar, wenn der Wind auffrischt, und kann sich bei einem echten Sturm auf ein einziges gerefftes Großsegel reduzieren. Das Verdrängungs-Längen-Verhältnis (D/L) von 227 ordnet sie zu den „moderaten Regattayachten“ ein, mit einer theoretischen Rumpfgeschwindigkeit von fast 6,1 Knoten und einem Kenterungsverhältnis von 2,23, das eine Teilnahme an Hochseeregatten ausschließen würde. (2)
Unterbringung
Vier Kojen sind im breiten Rumpf untergebracht, die mit 16 Gallonen Wasser und einer tragbaren Kraftstoffanlage versorgt werden. Die Kabine bleibt dank des Skeg-Rumpf-Innenborder-Antriebs frei von Motorraum-Einbußen, obwohl der Standardantrieb ein Außenborder war und ein Yanmar 8 PS Diesel als optionaler Innenborder diente. Die Stehhöhe beträgt 36 Fuß 6 Zoll, und das Motion Comfort-Ratio von 16,4 macht sie komfortabler als 38 Prozent ähnlicher Konstruktionen – bescheiden, aber passend für eine 4.500-Pfund-Fahrten-Regattayacht und nicht für eine schwere Langstrecken-Fahrtenyacht. (1)
Refits und Eignerschaft
Da die Produktion über die Werften Whittaker, Hughes und Aura erstreckt war, kann eine gebrauchte 7.6 verschiedene Herstellernamen auf den Plaketten zeigen und leichte Abweichungen bei der Ausstattung aufweisen, ohne dass dies auf ein anderes Design hindeutet. Der tragbare Kraftstofftank und die Standard-Außenborder machen das Trailern und die einfache Motorwartung unkompliziert. Der optionale Yanmar-Diesel bleibt das bemerkenswerte Werft-Upgrade, das bei jedem zu verkaufenden Rumpf überprüft werden sollte. Die Takellängen sind für den Austausch gut dokumentiert: Großschot etwa 62,7 Fuß, Genuaschoten rund 25 Fuß und Fallen fast 74 Fuß – sehr nützlich beim Nachtrimmen der Leinen während eines Refits. (1)
Das Fazit
Die Columbia 7.6 ist eine Payne-Bauwerft-Kreuzer-/Regattayacht mit breitem Rumpf, die die Regattaeignung für Hochseeregatten gegen einen gutmütigen, ausgewogenen Rumpf und ein wirklich geräumiges Innenraumkonzept eines kleinen Bootes eintauscht. Ihr stark überriggtes Segelplan und ihr geringes Ballastverhältnis begünstigen Geschwindigkeit auf geschützten Gewässern und Familien-Fahrtensegeln statt schwieriger Passagen bei schwerem Wetter.
Vorteile
- Große Breite und ein Ballast-Verdrängungs-Verhältnis von 33 Prozent sorgen für Stabilität und eine Kabine, die geräumiger ist als bei den meisten ähnlichen 25-Fuß-Booten
- Ausgewogene Rumpfformen vermeiden eine starke Luvgierigkeit bei Krängung, wie es der Konstrukteur beabsichtigt hat
- Überschaubare Segelreduzierung von der vollen Genua bis hin zum reinen gerefften Großsegel, wenn der Wind zunimmt
Nachteile
- Das Kenterungsverhältnis von 2,23 schließt sie von Hochseeregatten aus
- Das niedrige Ballastverhältnis im Vergleich zu Konkurrenzmodellen und der moderate Komfortindex passen perfekt zum Küstensegeln
- Der Standard-Außenborder und der tragbare Kraftstofftank spiegeln das Konzept eines Flachkiel-Tagseglers wider und weniger die Unabhängigkeit auf Langstrecke







