Design und Konstruktion
Der Rumpf der Kelt ist mit einer Länge in der Wasserlinie von 24 Fuß 11 Zoll bei einer Gesamtlänge von 27 Fuß 3 Zoll, einer Breite von 9 Fuß 5 Zoll und einer Verdrängung von 4.500 lbs ausgeführt. Der flache Kiel, der schmale Flossenkiel, die weit nach achtern getragene große Breite und das hohe Freibord verleihen dem Rumpf ein typisch europäisches Profil, und an Deck gibt es kein Teakholz. Rumpf und Deck sind aus formverleimten Flanschen hergestellt, die mit einem leichten Polyesterharz verklebt, alle sechs Zoll verbolzt und mit einem eloxierten Aluminium-Fußreling versehen wurden. Die Werft gab an, dass die Verbindung so stark sei, dass das Boot sogar daran aufgehängt werden könne. Das Deck selbst ist als Divinycell-Sandwichkonstruktion ausgeführt, wobei Drahtnetze die Belastungspunkte verstärken. Der eiserne Kiel wird mit zwei Schichten Kohlen-Tar-Epoxidharz behandelt und mit 11 1/2-Zoll-Bolzen und 2-Zoll-und-2-Zoll-verstärkten Edelstahlplatten in eine Rumpfnische eingebaut, um die Last zu verteilen. Die in Frankreich gebaute Version hatte ein Holzruder, während das kanadische Boot ein formgepresstes GFK-Ruderblatt erhielt, das zusätzlichen Auftrieb bietet und Vibrationen eliminiert. (1)
Rigg und Handhabung
Als Masttoppslup ist die Kelt mit Isomat-Spargen ausgestattet, die über interne Fallen, Easy-Lock-Fallstopper und eine Edelstahl-Seitengarbe an Deck verfügen, wobei Klampen in die Süll eingelassen sind, um das Ankern zu erleichtern. Der Mastfuß hat integrierte Scheiben für die Fallen und das Pole-Lift, und drei Fallen sowie das Pole-Lift und der Cunningham laufen nach achtern zu Stoppern. Das Kielschwert-Modell hat einen Tiefgang von 4 Fuß 3 Zoll bei 1.765 Pfund Ballast, während die Schwertversion 1.950 Pfund wiegt und bei aufgeholtem Schwert einen Tiefgang von 2 Fuß 5 Zoll und bei abgesenktem Schwert einen Tiefgang von 5 Fuß 3 Zoll hat. Tester stellten ein extrem feinfühliges Ruder fest, und da der kleine Kiel nur wenig laterales Volumen hat, segelt das Boot bei guter Kursführung und Segeltrimm sehr schnell. Diese Geschwindigkeit hängt stark vom Können des Skippers ab; sie reagiert so empfindlich auf Gewichtsverlagerung, dass sie genauso leicht träge werden kann. Eine PHRF-Einstufung von 225 ordnet sie neben die C&C 25 und Tanzer 26 ein, und die Eigner der Kelt bewiesen ihre Regatta-Qualitäten mit einem Gesamtsieg in der 200-Plus-Klasse beim Royal St. Lawrence Yacht Club und einem Sieg im ersten und zweiten Platz in einer 19-Boot-Flotte in Bronte Harbour. (1)
Unterbringung
Unter Deck ist die Kelt für ihre Länge überraschend geräumig und bietet eine vordere Kabine, die vom Hauptsalon getrennt ist, eine Pantry, eine kompakte Nasszelle sowie großzügige Stauraummöglichkeiten. Die kanadische Rezension beschreibt eine V-Koje, einen Hauptsalon, eine Pantry und eine separate Nasszelle achtern, mit vier bis fünf Kojen und einer maximalen Stehhöhe von 6 Fuß 1 1/2 Zoll im Achterschiff. Der Innenraum ist mit hellem Aframosia-Zierholz ausgestattet, das für einen wärmeren Look geölt statt lackiert ist, und wird durch ein weiches Teppich-Himmeldeck in kurzer Faserung im Achterschiff abgelöst. Die vier Zoll dicken Schaumstoffpolster auf der V-Koje und den Sofakojen sind luxuriöser als die üblichen drei Zoll, und Beschläge wie die Edelstahl-Schweißnähte an der Tischstütze des Salons sind beeindruckend solide ausgeführt. Ein Wassertank mit 15 imperialen Gallonen versorgt die Kabine. (2)
Refits und Eignerschaft
Der bedeutendste Unterschied beim Werft-Refit betrifft das Ruder: Das europäische Holzblatt wich bei den in Kanada gebauten Booten einem geformten GFK-Ruderprofil, eine Änderung, die die Eigner der späteren Version als Standardruder übernahmen. Die Werft begrenzte die Produktion auf maximal zwei Boote pro Woche – ein bewusstes Tempo, das einer Berichterstattung zufolge darauf abzielte, das Vertrauen der Lieferanten zu sichern. Zeitgenössische Rezensionen hoben die robuste Herkunft des Bootes für den französischen Markt und den Charakter der nordamerikanischen Version hervor, obwohl die genauen Ziele im Originaltext unvollendet blieben. (1)
Das Fazit
Die Kelt 7.60 ist eine kleine Regatta-/Fahrtenyacht mit einem echten französischen Charakter: leicht, breit und schnell, wenn sie mit Aufmerksamkeit gesegelt wird, aber anspruchsvoll im Trimm. Ihre Konstruktion ist für die Klasse durchdacht, mit einer verschraubten Rumpf-Deck-Verbindung und einem Sandwichdeck, und der Innenraum ist wärmer und besser verarbeitet, als es das Preissegment vermuten lässt. Sie belohnt einen engagierten Skipper und bestraft einen nachlässigen – genau der Charakter, den ein Berret-Entwurf, der in großen Stückzahlen auf beiden Seiten des Atlantiks gebaut wurde, bewirbt.
Vorteile
- Robuste Herkunft aus dem französischen Markt mit starkem Rumpf-Deck-Verbindungsbereich und Sandwichdeck
- Geräumiger, gut verarbeiteter Innenraum mit dickeren Polstern als typisch
- Schnell und regattaerprobt unter einer erfahrenen Hand am Ruder
- Schwert-Option für flaches Gunkholing
Nachteile
- Extrem empfindliches Ruderverhalten und trimmbereichsabhängige Geschwindigkeit
- Kleiner Kiel mit geringer Querfläche behindert das Segeln am Wind
- Erfordert Skipper-Know-how, um nicht zu langsam zu werden





