Design und Konstruktion
Pedricks Rumpf basiert auf einem Ballast-Verdrängungs-Verhältnis von 39 Prozent und einem Verdrängungs-Längen-Verhältnis (D/L) von 299. Diese Werte positionieren die 41 fest im Lager der Fahrtenyachten mit moderater Leistung, anstatt in die Linie der schweren Langstrecken-Fahrtenyachten, für die Cheoy Lee in den 1970er Jahren bekannt war. Es wurden zwei Unterwasserformen angeboten: ein tiefer Flossenkiel mit 6 Fuß Tiefgang und eine Kielschwert-Version, die bei aufgeholtem Schwert 4'4" und vollständig abgesenktem Anker 9 Fuß Tiefgang hat. Das Schwertmodell bietet Zugang zu flachen Gewässern auf Kosten einiger Leistung am Wind – ein Kompromiss, den der tiefe Kiel vermeidet. (1)
Strukturell bestehen die Rümpfe aus massivem GFK-Laminat und Polyesterharz, während Decks und Aufbauten ein Verbundwerk aus GFK-Laminaten und Kernmaterialien sind. Der Kern selbst variiert von Boot zu Boot; in einem einzigen Bereich des Kajütaufbaus wurden Teakspäne, Sperrholz und Balsaholz festgestellt. Über dieses Verbundmaterial liegt eine Teak-Oberfläche, die mit Schrauben auf dem Unterdeck befestigt ist – ein Detail, das Tausende von Beschlagdurchdringungen mit sich bringt. Unter der Wasserlinie wählte Cheoy Lee für alle Unterwasseranlagen und Bewegungsbeschläge gusseisernen Edelstahl, eine Wahl, die sich später als Problem der Haltbarkeit im Salzwasser herausstellen sollte. (1)
Rigg und Handhabung
Das Standard-Masttopprigg ist 53 Fuß hoch über dem Deck, obwohl auch ein 50-Fuß-Rigg angeboten wurde und für die Version mit Schwert als empfohlen gilt. Mit einem Segelfläche-Verdrängungs-Verhältnis von 15,56 ist die 41 kein Leichtwind-Sprinter, sondern ein gutmütiges Boot ohne besondere Schwachstellen. Die Schwertvariante verliert am Wind gegenüber dem tiefen Kiel etwas Höhe. Die Pedrick 41 ist ein sehr lebendiges Boot, das gut segelt, und mit einer erfahrenen Crew und ordnungsgemäßer Wartung sollte sie eine fähige Blauwasser-Fahrtenyacht sein. (1)
Unterbringung
Der Innenraum ist um einen großen Hauptsalon herum aufgeteilt, der an Backbord und Steuerbord mit Sofakojen sowie einem Tisch auf Mittellinie mit klappbaren Flügeln ausgestattet ist. Eine große V-Koje befindet sich im Vorschiff, und eine komfortabel große Doppelkoje in der Achterpiek nimmt die Ecke achterlich an Steuerbord ein. Die mittschiffs gelegene Nasszelle an Steuerbord ist groß und verfügt über eine separate Duschkabine, während die mittschiffs gelegene Pantry an Backbord U-förmig und geräumig genug ist, um auf See ohne Bewegungseinschränkungen zu kochen. Der Navigationstisch befindet sich an Backbord des Niedergangs und ist nach achtern ausgerichtet, sodass der Navigator leicht mit dem Rudergänger kommunizieren kann. Ein kleiner Unfalltipp: Wenn der Salontisch vollständig ausgeklappt ist, führt der einzige Weg zur Vorschiffskabine daran vorbei, dass man sich über eine Sofakoje krabbeln muss.
Bekannte Schwachstellen
Decks und Aufbauten sind die häufigsten Problemquellen bei diesem Modell. Mit zunehmendem Alter der Boote dringen durch undichte Fugen und Verschraubungen Wasser in den Sandwichkern des Unterdecks ein. Undichte Stellen an Kajütfenstern und Decksluken treten so häufig auf, dass sie, wenn sie nicht behoben werden, zu Fäulnis im Innenausbau führen können. Osmotische Blasen treten bei den massiven Rümpfen recht häufig auf, obwohl die Gutachten nur wenige andere Konstruktionsfehler feststellten. Die gusseisernen Edelstahl-Schwerter, Schwimmer und Propeller neigen zu Lochfraß, der tief eindringen und zu strukturellen Schäden führen kann. Daher sollte jedes Unterwasserschiffteil, das älter als zehn Jahre ist, genau untersucht werden. Der Perkins 4-108 Diesel sitzt unter dem Cockpit auf einem V-Antrieb, was das Motorgewicht hinter die Bootsschwerpunkte verlagert und die Wartung der Wellendichtung erschwert. (1)
Das Fazit
Die Pedrick 41 ist eine durchdacht moderne Fahrtenyacht von einer Werft, die eher für traditionelle Gewichtsverhältnisse bekannt ist. Pedricks seglerische Handschrift zeigt sich in einem Boot, das sauber reagiert und sich hervorragend zum Leben an Bord eignet. Die Unterkünfte sind absolut bereit für Langstreckenfahrten, aber die Konstruktion des Deckskerns und die GFK-Bauweise der Unterwasserschiffe erfordern beim Kauf ein genaues Auge genau an diesen Stellen.
Vorteile
- leistungsorientiertes Design ohne schlechte Angewohnheiten unter Segeln
- geräumige, seetüchtige Aufteilung mit separater Nasszelle und einer echten, seetüchtigen Pantry
- fähige Blauwasser-Fahrtenyacht mit erfahrenem Crew und guter Wartung
Nachteile
- Der Kern des Decks und der Aufbauten variiert und reißt auf, wenn die Befestigungselemente versagen
- Gelaufene Unterwasserpumpen aus Edelstahl können Rostfäule entwickeln und strukturell versagen
- Die Motorplatzierung im V-Antrieb erschwert die Wartung der Wellenlager






