Design und Konstruktion
Cheoy Lee war Mitte der 1960er Jahre vollständig in die GFK-Schifffertigung gewechselt, und die Pedrick 36 selbst ist eine solide GFK-Konstruktion, die von 1985 an von der Cheoy Lee Shipyard gebaut wurde. Der Rumpf ist mit einem Flossenkiel und einem Skeg-aufgehängten Ruder ausgestattet – eine Konfiguration, die eine gute Kursstabilität unter Motor und ein berechenbares Rudergefühl bei Krängung begünstigt. Mit einer Länge in der Wasserlinie (LWL) von 28 Fuß 10 Zoll bei einer Gesamtlänge (LOA) von 35 Fuß 10 Zoll und einer Breite von 11 Fuß 5 Zoll ist die Plattform kompakt, aber für die damaligen Maßstäbe nicht schmal. Das Ballast-Verdrängungs-Verhältnis liegt bei 39,69 Prozent, ein Wert, der auf ein steiferes aufrichtendes Moment als bei den leicht ballastierten Regatta-/Fahrtenyachten hinweist, die damals aufkamen. Das Verdrängungs-Längen-Verhältnis (D/L) von 298,08 beschreibt einen Rumpf mit moderater Stärke für seine Länge. (1)
Rigg und Handhabung
Die Pedrick 36 ist als Masttoppslup mit einer angegebenen Segelfläche von rund 614 Quadratfuß getakelt, aufgebaut auf einem 46-Fuß-Vorsegeldreieck und einem 13,5-Fuß-Baum. Ihr Segelfläche-Verdrängungs-Verhältnis (SA/D) von 15,53 ist bescheiden – ausreichend, um den 16.000 Pfund schweren Rumpf bei Wind mit vernünftiger Geschwindigkeit zu fahren, ohne dass sie in Böen nervös wird. Die Komfort-Ratio von 31,20 und ein Kenterungsverhältnis von 1,82 ordnen sie eher in die Kategorie einer seetüchtigen Fahrtenyacht für Küste und Offshore als in die eines reinen Daysailers. Allein anhand der Zahlen liest sie sich als ausgewogene Fahrtenyacht: Bleiballast tief im Flossenkiel, ein Skeg-geschütztes Ruder und ein Rigg, das eine stabile Trimmung über sportliche Crewarbeit stellt.
Unterbringung und Systeme
Die Tankkapazitäten deuten auf ein Boot hin, das für längere Aufenthalte an Bord ausgestattet ist. Die Wasserkapazität beträgt 100 Gallonen, kombiniert mit einer Kraftstoffkapazität von knapp unter 50 Gallonen. Der Hilfsmotor ist ein Universal-Diesel, eine konventionelle Wahl für die damalige Zeit, die zum Abkehr des Werfters von Benzin-Hilfsmotoren bei seinen späteren GFK-Fahrtenyachten passt. Das Wohnvolumen wird eher über Breite und Wasserlinie abgeleitet als Raum für Raum beschrieben.
Das Fazit
Die Cheoy Lee Pedrick 36 ist ein David Pedrick-Entwurf, der ab 1985 von einer Werft gebaut wurde, die über Jahrzehnte Erfahrung im Bau von GFK-Fahrtenyachten verfügt. Sie ist eine moderate Masttoppslup mit Flossenkiel, Skeg-Ruder und Bleiballast – eine konservative, seetüchtige Konfiguration für das Fahrtensegeln und keine auf Schlagzeilen ausgerichtete Leichtbau-Yacht.
Vorteile
- Solider GFK-Rumpf mit Flossenkiel und Skeg-aufgehängtem Ruder für ein berechenbares Rudergefühl
- Bleiballast bei 39,69 Prozent der Verdrängung sorgt für ein steifes, beruhigendes aufrichtendes Moment
- Die Wasserkapazität von 100 Gallonen ermöglicht eine längere Reichweite beim Fahrtensegeln als bei vielen Konkurrenzbooten
- Universeller Diesel-Hilfsmotor kombiniert mit fast 50 Gallonen Kraftstoff
Nachteile
- Das bescheidene Segelfläche-Verdrängungs-Verhältnis deutet auf eine mäßige Beschleunigung bei leichtem Wind hin
- Details zur Innenraumaufteilung außerhalb der Tankkapazitäten sind nicht spezifiziert







