Design und Konstruktion
Der Rumpf der 767 ist ein GFK-Sandwichlaminat mit Schaumkern, im Vakuuminfusionsverfahren mit Epoxidharz hergestellt, und das Deck folgt demselben Weg mit infundiertem Polyester und einem Airex-Schichtholzkern. Rosewest hält die Konstruktion aus Verbundstoffen leicht und seidig glatt; die optische Sprache ist alles andere als traditionell: ein ausgeprägtes negatives Deckssprungprofil, eine auffällige negative Rumpfluke und feste Kimmkanten verleihen ihr einen scharfen Kanu-Bug und einen breiten, flachen Achterschiff. Die Rumpffarbe kann in Perlgrau, Creme, Rot, Grün, Blau oder Schwarz bestellt werden, und das cremeweiße Deck ist mit synthetischen Teakholzschlägen in schwarzen Fugen ausgelegt. Einziehbare Festmacher aus Edelstahl und Decksbeschläge im Decksaufbau halten das Überwasserschiff sauber, während das klappbare Ruder an einer einzigen Drehachse am Ruderkoker aufgehängt ist. (1)
Rigg und Handhabung
Das Boot ist als Solent-Rigg mit einem weit achtern positionierten Mast im Zentrum, einer Selbstwendefock auf einer geschwungenen Saling und ohne Achterstag getakelt. Das serienmäßige Aluminium-Rigg von AG+ trägt ein Square-Top-Großsegel und zwei Salingen, wobei ein Carbonmast optional angeboten wird. In der Fachzeitschrift YACHT berichteten Testsegler, dass das Boot bemerkenswert steif segelt. Auf dem Wasser erzielte es bei einem Wendenwinkel von 90 Grad 6,2 Knoten, wobei separate Tests 5 bis 5,5 Knoten am Wind und über 7 Knoten auf raumen Kursen registrierten. Das einzelne Ruder erwies sich als sehr direkt und feinfühlig. Ein bekanntes Manko aus dem YACHT-Test des ersten Rumpfes war ein extrem steifer, nicht verjüngerter Aluminiummast, der fast untrimmbar war; die Werft plante für spätere Boote ein dünneres, flexibleres Profil von AG+. Die Pinne wurde kritisiert, da sie unnötig kurz ausgefallen sei. (2)
Unterbringung
Unter der riesigen vorderen Sonnenliege befindet sich eine vollständig geschlossene Vordeckskabine mit zwei Längskojen, vier Schränken und einer chemischen Bordtoilette. Der Innenraum ist nicht gemütlich und bietet weder Fenster noch Belüftung, aber die Kojen bieten gute Liege-Länge und -Breite für Stopps von ein oder zwei Nächten. Die Plicht ist riesig, mit Sitzbänken, deren Polster mit klappbaren Rückenlehnen ausgestattet sind, zwei großen Schränken und einem in den Boden eingelassenen Tisch, der auf X-Beinen steht. Ein großer Backskiste in der Bodenwanne nimmt Fender und Ausrüstung auf, und die selbstlenzende Plicht ist mit synthetischem Teakholz ausgekleidet.
Ausrüstung und Systeme
Der Standard-Segelplan umfasst ein Großsegel mit Volllatten, eine Selbstwendefock und einen Rollcode Zero, wobei ein Rollgennaker auf einem Deckslauf erhältlich ist. Der hydraulische Schwenkkiel mit 350 kg Gewicht hebt sich in etwa 20 Sekunden und verfügt über einen integrierten Sicherungsschalter, sodass er bei zu schnellem Anlanden automatisch hochfährt. Der ausziehbare Außenborder – entweder elektrisch als Torqeedo oder als Benzinmotor mit 5 PS – ist versetzt zur Ruderpinne positioniert, klappbar in einem versiegelten Heckkasten und wird unter Segeln durch eine Box im Spiegelverschluss geschützt; eine Torqeedo-Batterie bietet zwei Stunden Motorlaufzeit und versorgt gleichzeitig den Kiel. Die teleskopierbaren Badeplattformen lassen sich im Spiegel einziehen, und die Seasmart-Decksbeschläge ermöglichen das Einhändeklappen der Fender.
Das Fazit
Die Cape Cod 767 ist ein moderner 25-Fuß-Bootstyp, der echte Vielseitigkeit durch Strandtauglichkeit und Trailerbarkeit bietet, ohne auf Segelleistung zu verzichten. Ihr hydraulisches Schwert, das flache Decksgear und die eingelassene Kabine machen sie in einem überschaubaren Markt für Daysailer ungewöhnlich, und der Rumpf ist bewusst leicht gebaut. Die Kompromisse sind jedoch spürbar: Der geschlossene Vorpiek ist luftleer und spartanisch ausgestattet, und frühe Boote besaßen einen untrimmbaren Mast.
Vorteile
- Der hydraulische Schwenkkiel reduziert den Tiefgang auf 9 Zoll und verriegelt sich bei Grundberührung automatisch
- Leichtes Infusions-Komposit-Rigg, einfach zu trailern und ohne Kran zu Wasser zu lassen
- Steifer, schneller Rumpf mit direktem Einzelruderspiel und Solent-Selbstwendefock
Nachteile
- Die geschlossene Kabine hat keine Fenster und keine Belüftung
- Der frühe Aluminiummast war fast untrimmbar; die Pinne wurde als zu kurz kritisiert






