Design und Konstruktion
Mit einer Länge über alles von 35 Fuß 9 Zoll und einer Wasserlinie von 31 Fuß weist die First 36 S7 eine Verdrängung von 11.684 Pfund und einen Eisenballast von 3.650 Pfund auf – ein Ballast-Verdrängungs-Verhältnis von 31 Prozent, das auf einen moderat leichten Rumpf hindeutet, der für gute Leistung gebaut wurde, ohne der Crew zu schaden. Klassische Fachartikel beschrieben das Ergebnis als ein moderat leichtes Boot, das unter Segeln so gut performt, dass das Segeln Spaß macht. Der Langkiel-Rumpf mit breitem Heck bietet viel Volumen im Achterschiff, ohne dem Ruder, wie ein Eigner befürchtete, bei Krängung an Wirksamkeit zu berauben – das Spatenruder erwies sich als gut kontrollierbar, selbst wenn das Boot extrem krängte. Eine vom Eigner nachträglich angebaute Heckverlängerung wurde als unschätzbare Verbesserung bezeichnet. Die Rumpfform, die im Vorschiff und Heck relativ voll ist und eher leicht ist, führte jedoch auch dazu, dass das Boot vor Anker leicht zum Kreisen neigte. (1)
Rigg und Handhabung
Das 71 m² große Rigg als 7/8-Slup trägt ein bemerkenswert großes Großsegel mit Bindereff. Eigner fanden das Boot eine sehr gute Leistung am Wind, obwohl viele Passagen nach Luv unter Motorsegeln stattfanden. Sie segelt auch gut nur unter Großsegel mit einem scheinbaren Wind von 40 Grad oder mehr – ein Modus, der häufig genutzt wird. Bei leichtem Wind am Wind konnte das Rad festgezurrt werden, und das Boot segelte meilenweit mit nur gelegentlicher Aufmerksamkeit für den Traveller. Unter allen Bedingungen, denen sie ausgesetzt war, verhielt sie sich gut; sie lief raumschots und vor dem Wind mit guter Geschwindigkeit und blieb gut ausgewogen und leicht zu steuern. Ein dreiflügeliger Faltpropeller erwies sich bei langen Schlägen am Wind als äußerst praktisch.
Unterbringung
Unter Deck verfolgt der Starck-Innenausbau das Ziel eines eleganten und einladenden Raumes. Besitzer lobten insbesondere den großen, klappbaren Salontisch mit integrierter Weinkühle und einem zusätzlichen Weinschrank über der Backbordsitzbank. Die Pantry ist mit einem zweiflammigen Herd ausgestattet, der für normales Kochen als ausreichend empfunden wurde, und die Kühlbox besaß eine Gefriertruhe, die zuverlässig genug war, um zwei Eiswürfeltrays zu füllen. Das Cockpit bot Platz für eine Crew von zwei Personen, wurde aber bei vier oder mehr Personen an Bord eng. Der Warmwasserbereiter nutzte die Motorkühlungswasser, um Süßwasser zu erwärmen, und war unter der Achterkoje montiert, wo er bei heißem Wetter diese Koje unangenehm warm machen konnte.
Bekannte Schwachstellen
Der 24-Gallonen-Kraftstofftank erwies sich für das lokale Fahrtensegeln als ausreichend, war jedoch für längere Törns zu klein. Zudem strahlte die im Achterkoje installierte Heizung bei warmem Wetter so viel Hitze ab, dass diese Koje unbrauchbar wurde. Der leichte Rumpf mit langem Heck neigte zudem dazu, vor Anker mehr zu schlingern, als es manchen Skippern gefiel.
Das Fazit
Die First 36 S7 ist eine Berret-Starck-Auslegung des Konzepts der Cruiser-Racer: leicht genug, um sich wie ein Regattaboot zu fühlen, gestylt und aufgeteilt, um ein segelndes Paar willkommen zu heißen, und ausgewogen genug, um sich bei einer Brise selbst zu steuern. Sie ist weder ein ausgezogener Regattakutter noch eine schwere Fahrtenyacht, sondern eine gutmütige 36-Fuß-Slup, die das Segeln mit kleiner Crew belohnt und am Steg absolut im Bild liegt.
Vorteile
- Schnelles, ausgewogenes Handling mit Selbststeuerungstendenz bei leichtem Wind am Wind
- Großes Großsegel und 7/8-Rigg machen das Segeln nur mit Großsegel ab 40° scheinbaren Windwinkel praktisch
- Eleganter Starck-Innenraum mit cleverer Weinkühlschrank-Lösung und Klapp-Tisch
- Breites Heck und volle Spanten bieten Volumen, ohne die Ruderkontrolle zu beeinträchtigen
Nachteile
- Die Plicht ist für Crews über vier Personen eng
- Die Kraftstoffkapazität von 24 Gallonen begrenzt die Reichweite auf Langstrecken
- Die Platzierung der Heizung der Achterkoje erwärmt diese bei heißem Wetter
- Die leichte, volle Rumpfform neigt zum Stampfen vor Anker






