Design und Konstruktion
Die First 20 ist ein Entwurf von Finot-Conq mit einem breiten, flachen Heck und einem moderaten Freibord, das höher liegt als bei einem reinen Sportboot, aber niedriger als bei einem typischen Fahrtenyacht-Anker. Ihr Hubkiel lässt sich für den Transport auf dem Trailer oder das Motoren in knietiefem Wasser anheben, und der klappbare Mast passt gut neben dem Anker auf dem Trailer. Doppelte, schräge Ruder sorgen für hervorragende Kursstabilität beim Krängen, und der Außenborder hängt zwischen diesen Rudern statt an einer herkömmlichen Halterung am Spiegel, was das Heck für eine Pocket-Cruiser dieser Größe sehr sauber hält. (2)
Rigg und Handhabung
Das Rigg ist für dieses Modell völlig neu und ausgesprochen modern: Ein rückstagloses Layout trägt ein großes Square-Riggs-Großsegel, während ein 100-prozentig rollbares Vorsegel die Genua bei starkem Wind am Wind bändigt. Ein selbsttragender Mast macht eine Achterstagbeschlag überflüssig, und der serienmäßige GFK-Bugspriet dient zur Anschlag eines asymmetrischen Spinnakers von einer ordentlichen Plattform an Deck; ein ausziehbarer Bugspriet ist ebenfalls erhältlich, um das Krängen des Rumpfes beim Kreuzen zu minimieren. Das Mast-Klapprüst-Kit ist als Option für Eigner erhältlich, die den Transport und das Slippen vereinfachen möchten. Mit dem Hubkiel und der geringen Verdrängung ist das Boot für gute Geschwindigkeiten und problemloses Trailern konzipiert. (1)
Unterbringung
Unter Deck ist die Kabine für Wochenendtörns bestens gerüstet: Sie verfügt über eine Doppel-V-Koje, die mit einem Vorhang vom Salon abgetrennt werden kann, sowie über zwei ordentlich große Achterkojen für eine kleine Crew. Zwei Sofakojen, eine kleine Spüle und eine tragbare Toilette sorgen für ein sauberes Interieur. Das Standard-Layout wird durch einen optionalen Klapptisch und einen optionalen Wassertank für Segler ergänzt, die vor Anker länger bleiben möchten. Der Schwerpunkt liegt eindeutig auf dem Segeln und erst in zweiter Linie auf dem Schutz vor den Elementen, aber die Anzahl der Kojen ist großzügig bemessen für ein Boot unter 22 Fuß. (1)
Optionen und Eignerschaft
Eigner können einen optionalen Außenborder mit maximal 10 PS, einen optionalen Wassertank, einen klappbaren Tisch, eine tragbare Toilette und ein Kit für einen klappbaren Mast bestellen. Die Kombination aus Hubkiel und klappbarem Mast bedeutet, dass das Boot genauso leicht auf einem Trailer wie am Steg zu Hause ist, und der selbsttragende Mast reduziert die Komplexität des Riggs für Einhandsegler. Diese Optionen halten die First 20 im Bereich von Daysailer bis Pocket-Cruiser, ohne sich als Miniatur-Küstenkreuzer auszugeben. (2)
Das Fazit
Die Beneteau First 20 nimmt das Leistungsversprechen der First-Linie und komprimiert es in ein trailerbares 21-Fuß-Boot, das modern segelt und bequem Platz für das Campen bietet. Ihr square-top-Rigg ohne Achterstag, der Hubkiel und das Heck mit Doppelruder sind echte Verbesserungen gegenüber der älteren First 211, die sie ersetzt hat, und die Kojenplanung ist für diese Länge geräumig. Der Kompromiss liegt in den geringen Tankkapazitäten und einer spartanischen Nasszelle, aber als leichte Rennmaschine mit Spinnakerbügel erfüllt sie ihr Konzept perfekt.
Vorteile
- Hubkiel und klappbarer Mast für einfaches Trailern hinter typischen PKW und SUVs
- Modernes, achterstagloses Rigg mit Square-Top-Großsegel und Rollfock
- Zwei schräge Ruderblätter und ein breites, flaches Heck für gute Kontrolle bei Krängung
- Doppel-V-Koje mit Privacy-Vorhang sowie zwei Achterkojen
Nachteile
- Nur tragbares WC und kleine Spüle vorhanden; kein integriertes Bordtoilettsystem bekannt
- Der optionale Wassertank bedeutet, dass die Standardausrüstung für Übernachtungen minimal ist






