Beneteau 473 — Informationen, Bewertung, technische Daten

Groupe Finot·2000 – 2005·Beneteau
Beneteau 473 drawingWerftzeichnung
Rumpfart
Einrumpf · bulbkiel
Rigg
Masttoppslup
LOA
46.92' · 14.3 m
Verdr.
24.277 lbs · 11.012 kg
Erstes Baujahr
2000

Die Beneteau 473 wurde als von Groupe Finot entworfene Fahrtenyacht gebaut, die von Beneteau konstruiert wurde. Es handelt sich um einen 46 Fuß 11 Zoll langen Einrumpfer, von dem Beneteau bis Ende 2002 innerhalb der zwei Jahre nach der Markteinführung bereits 400 Exemplare der Oceanis 473 gebaut und zu Wasser gelassen hatte. JeanMarie Finot wird als Konstrukteur der Oceanis Clipper 473 genannt, und die umfassendere Designpartnerschaft zwischen JeanMarie Finot von Groupe Finot und Beneteau bestand ab 1977. Das Boot präsentiert sich als durchdachte Plattform für Weltumsegelungen: Die Werft beschrieb ihre Eleganz als Ausdruck von Leistungsfähigkeit, die es einem Eigner ermöglicht, um die Welt zu segeln und sich dabei wie zu Hause zu fühlen.

Messwerte

Abmessungen 01

Länge über alles
46,92 ft
Länge an Deck
46,42 ft
Länge in der Wasserlinie
43,83 ft
Breite
14,16 ft
Tiefgang
5,58 ft
Maximale Stehhöhe
6,67 ft
Durchfahrtshöhe
59,42 ft

Bauweise & Rumpf 02

Bauweise
Glasfaser
Rumpfart
Einrumpf
Kielart
Bulbkiel
Ruder
1× Spatenruder
Ballast
8.157 lbs (Eisen)
Verdrängung
24.277 lbs
Wasserkapazität
222 gal
Kraftstoffkapazität
57 gal

Rigg & Segel 03

Rigg-Art
Masttoppslup
Vorliek Großsegel
48,03 ft
Unterliek Großsegel
17,06 ft
Vorsegeldreieck Höhe
55,43 ft
Vorsegeldreieck Basis
18,21 ft
Vorstaglänge (geschätzt)
58,34 ft
Segelfläche
914 sqft

Berechnungen 04

Segelfläche-Verdrängungs-Verhältnis
17,44
Ballast-Verdrängungs-Verhältnis
33,6
Verdrängungs-Längen-Verhältnis (D/L)
128,72
Komfort-Ratio
24,58
Kenterungsverhältnis
1,96
Rumpfgeschwindigkeit
8,87 kn

Design und Konstruktion

Die Rumpfform der 473 ist im Querschnitt unkonventionell gestaltet. Die Enden sind abgeschnitten, und das Heck ist so breit, wie man es bei einem herkömmlichen Rumpf kaum wagen würde. Ein voller Bug im Querschnitt schiebt die vorderen Kabinen so weit wie möglich nach vorn. Eine großzügige Breite erstreckt sich bis zum Spiegel, und eine weit nach achtern getragene Breite sorgt für eine große Plicht. Zwei Steuerräder anstelle eines einzigen verstärken diesen Eindruck. Der Kanu-Rumpf weist eine ungewöhnlich flache Längsprofil-Rockerung auf. Proportional ist das Boot moderat mit einem Verhältnis von Länge zu Breite (L/B) von 3,31 und einem Verdrängungs-Längen-Verhältnis (D/L) von 144. Der Standardtiefgang beträgt 5 Fuß 6 Zoll, wobei eine Option für 6 Fuß 11 Zoll Tiefgang mit 882 Pfund weniger Ballast einhergeht. Das Vordeck trägt sieben nach vorn gerichtete, flache Luken zwischen Mast und Vorstag, einen eingelassenen Ankerkorb und niedrige, aber breite Fußrelinge, an denen man sich festhalten kann. (1)

Rigg und Handhabung

Die 473 ist eine Masttoppslup mit einem moderaten Segelfläche-Verdrängungs-Verhältnis von 16,22 in der Basisausführung. Die primären Schotwinschen befinden sich achtern, wo der Rudergänger sie gut erreichen kann. Das Rigg nutzt eine breite Püttingsbasis mit zwei Reihen nach achtern geneigter Saling und verfügt über keine Leinenführungen unter Deck. Probefahrer fanden das Rigg für windige Reviere ideal, empfanden es bei leichtem Sommerwind jedoch als möglicherweise untertakelt. Unter Motor urteilten Tester in Yachting World, dass sie eine der am einfachsten zu handhabenden Boote ihrer Größe um die 45 Fuß sei. Ein 78 PS starker Volvo D2-55 trieb auf dem Testboot einen dreiflügeligen Festpropeller über eine traditionelle Wellenanlage sowie einen optionalen Bugstrahlruder an. Unter Segeln erreichte sie bei 8–10 Knoten Wind über 7,6 Knoten auf einem harten Raumeck und etwa 5,5 Knoten hoch am Wind; bei 10–15 Knoten beschleunigte sie in Böen auf über 10 Knoten. Eine separate Prüfung zeichnete 8 Knoten bei 3.000 U/min, 9 Knoten bei 3.500 U/min und 10,5 Knoten im Volllastbetrieb auf.

Deck und Cockpit

Das Deck ist funktional und attraktiv gestaltet und spiegelt die Leistung des Bootes wider. Der Decksplan zeichnet sich durch ein riesiges Cockpit mit zwei Steuerrädern und ausreichend Platz zum Vorbeigehen dazwischen aus. Zudem gibt es einen im Cockpit vorn positionierten, klappbaren Tisch mit einer Edelstahl-Auflage, an der der Tisch im Stauraum verstaut wird. Mehrere großzügige Decksboxen bieten reichlich Stauraum, und robuste Teak-Gurte sowie Deckslampen vervollständigen die Ausrüstung. Die Süllrandverkleidungen des Cockpits sind tief und leicht nach außen geneigt für mehr Sicherheit.

Unterbringung

Es wurden zwei Innenraumaufteilungen angeboten, wobei eine spätere Anmerkung auf Versionen mit zwei oder vier Kabinen und Kojen für 6, 8 oder 10 Personen hinweist. Die Drei-Kabinen-Aufteilung bietet spiegelbildliche Doppel-Hundekojen, die riesig wirken, obwohl die Steuerbord-Hundekabine in die Pantry hineinragt. Dadurch wird die Kabine gegen das Schott gepresst, was im Heck praktisch keinen Stauraum mehr lässt und nur über mäßige Arbeitsflächen verfügt; auch die Kühlbox-Kapazität erscheint bei beiden Pantry-Layouts knapp bemessen. Es gibt zwei Nasszellen, wobei die vordere über eine Duschkabine und einen separaten Zugang von einer geräumigen Vorschiffskabine verfügt. Eine großzügige Navigationsecke, ein Salon mit einer Mittelinsel, die sechs Personen im Essbereich Platz bietet, zehn Öffnungsluken inklusive des Niedergangs und acht öffnende Rumpfblicke sorgen für gute Belüftung. Tester bezeichneten das Layout mit drei Kabinen als nahezu ideal für Familien-Fahrtensegeln mit zwei Kindern, während die achteren Doppelkabinen enorm geräumig sind.

Bekannte Schwachstellen

Die Großschot lässt sich nicht über die Radsteuerung trimmen, und die Doppelrad-Steuergeometrie führt zu Reibungsverlusten, was für ein schweres, feinfühliges Rudergefühl sorgt. Dies sind Eigenschaften des Handling, die ein Käufer am Rad selbst testen sollte, keine strukturellen Mängel. (2)

Das Fazit

Die Beneteau 473 ist eine Finot-Fahrtenyacht, die ein wenig feines Rudergefühl gegen riesigen Platz in der Plicht und Kabine, einfache Motorisierung und lebendige Leistung bei Wind eintauscht. Sie eignet sich für Familien oder Charter-Profile, bei denen Volumen und ein gemütliches Cockpit wichtiger sind als das präzise Steuern mit den Fingerspitzen.

Vorteile

  • Enorme, sichere Plicht mit Doppelradsteuerung und Durchgang zum Spiegel
  • Geräumige Achterkabinen und flexible Aufteilungen als Zwei-/Drei-/Vier-Kabinen-Layout
  • Leichtes Manövrieren unter Motor dank Wellenantrieb und optionaler Bugstrahlruder
  • Hervorragende Leistung bei starkem Wind mit über 10 Knoten Böen unter Segeln

Nachteile

  • Schwergängiges, bremsendes Rudergefühl durch die Doppelrad-Konfiguration
  • Großschot außerhalb der Reichweite des Steuermanns
  • Kompromisshafte Pantry und minimale Kühlkapazität im Dreikabinen-Layout
  • Bescheidenes Leichtwindsegel-Plan nach Beobachtungen der Tester

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