Design und Konstruktion
Das Rückgrat der 40 ist ein langer Langkiel mit eingegossenem Bleiballast, was bedeutet, dass man sich keine Sorgen um Kielbolzen machen muss, und das Ruder hängt am Hinterkantensprung dieses Kiels. Der Rumpf besteht aus massivem Laminat aus Polyesterharz und Glas, während das Deck typischerweise für Steifigkeit und Gewichtseinsparung mit Balsaholzkern gebaut ist. Die Kajütaufbaufenster sind meist durchgebolzt und nicht nur verklebt. Die Philosophie von Gozzard konzentrierte sich auf ein Boot mit „Charakter“, das traditionelles Design mit moderner GFK-Konstruktion verband. Die 40 trägt Holzverzierungen und viel warmes Teakholz unter Deck. Mit einer Verdrängung von 21.000 Pfund, 8.200 Pfund Bleiballast und einer Breite von 12 Fuß sorgen das hohe Komfort-Ratio und der Ballast-Verdrängungs-Verhältnis von 39 Prozent für ein sicheres, berechenbares Seeverhalten. (2)
Rigg und Handhabung
Die meisten Exemplare verließen die Werft als Stagsegel-Ketschen – eine Konfiguration, bei der die Segelfläche in kleinere, handlichere Teile aufgeteilt ist (Yankee, Stagsegel, Großsegel und Besan). Dies macht das Rigg zu einem echten Vorteil für kleine Crews. Der Kutterbug und der lange Bugspriet sind keine bloße Dekoration; sie sorgen für die nötige Balance zwischen dem großen Segelplan und dem schweren Rumpf. Unter Segeln zeigt sie sich als würdevolle Fahrtenyacht, die bei schwacher Brise Schwierigkeiten hat, aber auf raumen Kursen glänzt, wobei die Winkel am Wind selten enger als 45 bis 50 Grad sind. Die Stagsegel-Ketsch erweist sich besonders bei schwerem Wetter als effektiv. Wenn Großsegel und Fock geborgen werden, segelt sie bequem nur noch unter Stagsegel und Besan. Vor Anker dient die Besan als Passagiersegel, um den Bug gut am Wind zu halten. Mit einem schlanken Rumpf und einem standardmäßigen 40 bis 50 PS starken Diesel segelt sie unter Motor mit 6 bis 6,5 Knoten, wobei sie beim Rückwärtsfahren aufgrund des Propellerstrahls meist leicht schräg läuft.
Unterbringung
Unter Deck unterscheidet sich die Kabinenaufteilung deutlich von vielen zeitgenössischen Modellen: Es gibt eine Pantry mittschiffs und keine V-Koje im von Sherwood beschriebenen Achterbereich. Für sechs Personen ist Schlafplätze vorhanden: zwei Doppelkojen achtern mit optionalen, aufstellbaren Trennwänden dazwischen sowie eine U-förmige Sitzecke im Salon, deren ausklappbarer Tisch zu einer Doppelkoje umgebaut werden kann. Die Pantry befindet sich an Backbord im Vorschiff als sicherer, U-förmiger Arbeitsbereich für den Einsatz auf See. Sie ist mit einem zweiflammigen Propangasherd, einem elektrischen Kühlschrank und einer Spüle mit tiefen Becken sowie robustem Stauraum für Proviant ausgestattet. Eine Navigationsecke befindet sich achtern der Pantry an Backbord, und die Nasszelle direkt achterlich des Vordecks verfügt über eine Dusche. Die Belüftung ist großzügig: zehn Öffnungsluken, vier Luken, ein großes Skylight achtern des Großmasts und Luken oder Schotten in jeder Achterkabine. Der Vorsteven selbst beherbergt Segel- und Ankerkisten, die vom Deck aus zugänglich sind.
Refits und Unterhalt
Eigner, die auf eine 40-Fuß-Yacht umsteigen, sollten das Wartungsaufkommen planen, das ein traditioneller Stil mit sich bringt: Teakholz im Außenbereich erfordert sorgfältige Pflege, und die zahlreichen Püttinge – oft verklebt und in die Rumpfstruktur laminiert – verdienen bei jedem Gutachten eine genaue Prüfung. Die Tankkapazitäten von 100 Gallonen Kraftstoff und 120 Gallonen Wasser ermöglichen ausgedehnte Törns, und die kleine Plicht für ihre Länge unterstreicht den blauwassertauglichen Charakter statt den reinen Tagestörn-Einsatz.
Das Fazit
Die Bayfield 40 ist eine robuste, langkielige Stagsegel-Ketsch, die Balance und einfache Handhabung über reine Geschwindigkeit stellt. Sie ist eine berechenbare und sichere Plattform für das Fahrtensegeln auf See, wobei ihr geringer Tiefgang von 4 Fuß 11 Zoll sie legendär für Erkundungen in den Bahamas und der Karibik macht. Ihr geteiltes Segelplan, die sichere Pantry und die voluminösen Stauräume eignen sich hervorragend für ein segelndes Paar oder eine kleine Familie auf Langstreckenfahrten, während die traditionelle Ästhetik Eigner belohnt, die bereit sind, sich um den Pflegeaufwand des Teaks und die Komplexität des Riggs zu kümmern.
Vorteile
- Der eingegossene Bleiballast im Langkiel bedeutet, dass keine Kielbolzen überwacht werden müssen
- Das Stagsegel-Ketsch-Rigg teilt die Segelfläche für ein leicht zu handhabendes Segeln mit kleiner Crew
- Geringer Tiefgang und Stabilität bei schwerem Wetter, ideal für Küsten- und Hochseepassagen
- Sichere U-förmige Pantry und gute Belüftung für den Komfort beim Wohnen an Bord
Nachteile
- Träge bei leichtem Wind mit mäßiger Leistung am Wind
- Erheblicher Pflegeaufwand für das Teakdeck und komplexe stehende Wanten
- Relativ kleine Plicht für einen 45-Fuß-Rumpf







