Design und Konstruktion
Das Lastenheft der M34 legte drei Punkte klar fest: Ein Rumpf, der robust genug für das Fahrtensegeln auf See ist, eine Form, die sich leicht über die Straße bewegen lässt, und ein Tiefgang, der flach genug ist, um Gezeitenhäfen zu nutzen. Diese Ziele spiegeln sich in den Zahlen wider – bei einer Länge über alles von 34 Fuß, einer Breite von 9,75 Fuß und einem Bulb-Flossenkiel trägt das Boot 2.315 Pfund Bleiballast bei einer Verdrängung von 5.952 Pfund, was einem Ballast-Verdrängungs-Verhältnis (B/D) von 38,9 Prozent entspricht und einer 34-Fuß-Regattayacht echte Steifigkeit verleiht. Der Kiel kann für den Straßentransport teilweise angehoben werden, wodurch das Design seinem Trailerpurpur gerecht wird, ohne auf den maximalen Tiefgang von 8,16 Fuß zu verzichten, der für gute Segeleigenschaften erforderlich ist. Die Konstruktion besteht überwiegend aus GFK mit Sandwichkern, und der Rumpf besitzt einen senkrechten Vorsteven sowie einen erhöhten, vertikalen Spiegel, was dem Boot das Aussehen eines modernen Regattaboots statt eines Fahrtenyachts verleiht. (1)
Rigg und Handhabung
Die M34 ist eine 7/8-Slup mit einem im Kiel stehenden Carbonmast, der mit zwei Salingen im 20-Grad-Winkel zur Vorsegellinie ausgestattet ist, kombiniert mit einem Aluminiumbaum und einem festen Bugspriet. Southern Spars war der offizielle Mastlieferant der Klasse, und die Werft gab an, dass die Maste aus zwei Carbonprofilen mit Nanoröhren-Technologie gefertigt wurden. Mit einer Segelfläche von 642 Quadratfuß (ca. 59 m²) und einem 130 Quadratmeter großen Spinnaker nach Originalspezifikation ist das Boot eine reine Regattamaschine. Das Spatenruder ist intern aufgehängt und über eine Pinne zu steuern, was das Rudergefühl direkt und feinfühlig hält – genau das, was man bei den engen Einheitsklassenregatten erwartet, für die das Boot gebaut wurde. Ein 20 PS starker Volvo Penta Diesel mit 13 Gallonen Kraftstoff (ca. 50 Liter) liefert den minimalen Hilfsantrieb, der für Hafenannäherungen und das Warten auf Gezeiten erforderlich ist. (1)
Unterbringung
Trotz des starken Fokus auf Regatten bietet die M34 Schlafplätze für vier Personen in zwei Kabinen – ein Kompromiss für die Realität von Einheitsklassen auf Langstrecke und bei Regatten, bei denen Crews an Bord leben. Der Innenraum ist eher funktional als luxuriös gehalten, was zu einem Boot passt, dessen Hauptaufgabe die Plattform für die Tour de France à la Voile ist. Das Konzept mit geringem Tiefgang und der Rumpf für den Straßentransport legen nahe, dass die Kabine für kurze Küsten- und Regattasaisons gedacht ist, nicht für ausgedehnte Törns.
Das Fazit
Die Archambault M34 ist eine fokussierte Einheitsklassen-Regattayacht mit echtem Offshore-Glaubwürdigkeit, gebaut nach einem Konzept, das Trailerbarkeit, Gezeitenzugang und robuste Bauweise ausbalanciert. Ihr Carbon-Rigg, das Pinnenruderruder und das hohe Ballastverhältnis machen sie zu einem Boot für ernsthafte Segler, während die Vier-Koje-Aufteilung sie zwischen den Regatten nutzbar hält. Die kurze Produktionszeit und der klassenspezifische Entwurf bedeuten, dass sie sich entweder im Einklang mit dem Einheitsklassen-Ekosystem bewährt oder scheitert – und nicht als Allround-Cruiser-Renner dient.
Vorteile
- Speziell entwickelter Einheitsklassen-Entwurf mit klar definiertem Klassenprogramm und Tour de France à la Voile-Historie
- Robuste Konstruktion für den Hochseeeinsatz mit hohem Ballastanteil und Flossenkiel mit Bulbkiel
- Carbon-Mast, der direkt auf dem Kiel steht, mit zurückgepfeilten Salingen und festem Bugspriet für hervorragende Leistung vor dem Wind
- Der Kiel lässt sich teilweise anheben, um das Boot für den Straßentransport zu transportieren; ausreichend geringer Tiefgang für Gezeitenhäfen
Nachteile
- Nicht mehr in Produktion seit 2013; Wert hängt von der Klasseninfrastruktur ab
- Auf Regatten ausgelegte Unterkünfte schmälern den Reiz für das Fahrtensegeln
- Minimaler Kraftstoff- und Motorleistungsaufwand







