Archambault A 35 — Informationen, Bewertung, technische Daten

Joubert-Nivelt·2006 – 2013·Archambault Boats
Ungefähre Zeichnung

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Rumpfart
Einrumpf · flossenkiel
Rigg
7/8-Slup
LOA
34.74' · 10.59 m
Verdr.
9.811 lbs · 4.450 kg
Erstes Baujahr
2006

Die Archambault A 35 ist eine 34 Fuß 10 Zoll lange 7/8Slup im aktuellen IRCStil, die von 2006 bis 2013 von Archambault Boats gebaut wurde. Mit einer Breite von knapp unter 11 Fuß 8 Zoll, die ganz nach achtern getragen wird, sowie einem Flossenkiel und einem Spatenruder bildet sie ein durch und durch modernes Regatta/Fahrtenboot, dessen Konzept Volumen im Achterschiff und Segelleistung über die traditionellen Konventionen des Fahrtensegelns stellt.

Messwerte

Abmessungen 01

Länge über alles
34,74 ft
Länge an Deck
Länge in der Wasserlinie
30,48 ft
Breite
11,65 ft
Tiefgang
6,89 ft
Maximale Stehhöhe
6,07 ft
Durchfahrtshöhe

Bauweise & Rumpf 02

Bauweise
Glasfaser
Rumpfart
Einrumpf
Kielart
Flossenkiel
Ruder
1× Spatenruder
Ballast
4.387 lbs (Blei)
Verdrängung
9.811 lbs
Wasserkapazität
26 gal
Kraftstoffkapazität
13 gal

Rigg & Segel 03

Rigg-Art
7/8-Slup
Vorliek Großsegel
45,05 ft
Unterliek Großsegel
15,06 ft
Vorsegeldreieck Höhe
44,23 ft
Vorsegeldreieck Basis
13,45 ft
Vorstaglänge (geschätzt)
46,23 ft
Segelfläche
726,56 sqft

Berechnungen 04

Segelfläche-Verdrängungs-Verhältnis
25,36
Ballast-Verdrängungs-Verhältnis
44,72
Verdrängungs-Längen-Verhältnis (D/L)
154,68
Komfort-Ratio
18,14
Kenterungsverhältnis
2,18
Rumpfgeschwindigkeit
7,4 kn

Design und Konstruktion

Archambault baute die A 35 im Sandwichverfahren aus vakuuminfundiertem PVC-Schaumkern mit Vinylesterharz für den Rumpf und im Resin-Transfer-Formverfahren für das Deck – ein Fortschritt gegenüber den Balsaholzkernen der früheren Grand Surprise-Generation des Werftes. Der Rumpf trägt seine große Breite weit nach achtern, was eine geräumige Plicht und eine darunter liegende Kajüte ermöglicht, während der Bug recht schmal bleibt – ein bewusster Kompromiss, der für einen feinen Vorschiffseintritt sorgt und die V-Koje hinter einem Bordschott mit Vorhang für Privatsphäre vom Salon abtrennt. Stilvolle, klappbare Lücks im Kajütaufbau (Deadlights) lassen viel Licht in einen Raum, der luftig und durch den hellen Gelcoat strahlend wirkt. Das offene Heckspiegel verstärkt die sportliche Ausrichtung des Bootes. (1)

Rigg und Handhabung

Die A 35 ist als 7/8-Slup mit einem Carbonmast und einer Pinne anstelle einer Radsteuerung getakelt – eine Kombination, die Cruising World zufolge jeden letzten Zweifel an den Absichten des Bootes beseitigt, sobald man es krängend am Rand des Carbonmastes segeln sieht. Ein optionales Spritsegel ermöglicht das Setzen eines asymmetrischen Spinnakers für zusätzliche Geschwindigkeit auf raumen Kursen, ohne dass ein herkömmlicher Spinnakerbaum benötigt wird. Der Flossenkiel mit 2,05 m Tiefgang und der Bleiballast von 4.387 Pfund (etwa 45 Prozent der Verdrängung von 9.811 Pfund) verleihen ihr ein Stabilitätsprofil, das perfekt zu der IRC-Regel passt, für die sie konstruiert wurde. (1)

Unterbringung

Unter Deck nutzt das Boot einen einfachen Innenausbau aus GFK-Modulen mit schranklosen Pantry-Konsolen und minimalem Tischlerarbeiten – eine Konstruktionsentscheidung, die das Gewicht senkt und die Wartung vereinfacht. Der schmale Bug beherbergt eine V-Koje, die durch ein Bimsdeck und einen Vorhang vom Salon getrennt ist, während die breiten Achtersektionen sowohl die geräumige Plicht als auch die Kajüte darunter bieten. Die luftige Kabine im weißen Gelcoat wird durch die Schiebeluken (Deadlights) beleuchtet, und für den Komfort der Crew bei wärmerem Wetter ist ein eingebauter Kühlschrank vorhanden. (1)

Das Fazit

Die A 35 ist ein reinrassiger Regattaklassiker aus der IRC-Ära, der sich nicht als traditionelle Fahrtenyacht versteht. Ihre vakuuminfundierte Sandwichkonstruktion, der Carbonmast und die Pinne machen sie zu einem Boot für Segler, die Wert auf Leichtigkeit und direktes Ansprechverhalten legen. Gleichzeitig bietet das weit nach achtern gezogene Breitenkonzept echten Volumenanteil in der Plicht und der Achterkabine. Der Innenraum mit minimalem Holzinnenausbau ist pragmatisch und weniger luxuriös gehalten, und der schmale Bug sorgt dafür, dass die Vorpiek kompakt bleibt. Sie ist am besten als schnelle, moderne Weekender-Regattayacht mit echtem Wohnkomfort unter Deck im Achterschiff zu verstehen.

Vorteile

  • Vakuuminfundierter PVC-Schaumsandwich-Rumpf mit Vinylesterharz für geringes Gewicht und moderne Konstruktion
  • Carbonmast und Pinnensteuerung für direkten, regattaorientierten Kontrollverlust
  • Große Breite im Achterschiff sorgt für eine großzügige Plicht und eine vollwertige Kabine unter Deck
  • Luftige Kabine mit weißem Gelcoat, Schiebeluken und eingebauter Kühlbox

Nachteile

  • Der schmale Bug schränkt die Privatsphäre der V-Koje und die Größe der Vorpiek ein
  • Minimaler Innenausbau und schranklose Pantry-Schränke setzen auf Leistung statt auf Komfort beim Fahrtensegeln
  • Die offene Heckkonfiguration und die Pinne passen nicht jedem Fahrtensegler-Geschmack

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