Design und Konstruktion
Der GFK-Rumpf der Giro 34 trägt einen Flossenkiel mit Bulbkiel und Spatenruder bei einem Tiefgang von 6,56 Fuß auf einer Wasserlinienlänge, die ihrer Länge über alles von 33,46 Fuß entspricht. Ihre Breite von 11,15 Fuß und die ultraleichte Konstruktion ergeben ein Verdrängungs-Längen-Verhältnis (D/L) von 97,21 – ein Wert, der sie als leichten, schnellen Rumpf und nicht als schwere Fahrtenyacht kennzeichnet. Die Komfort-Ratio von 15,18 unterstreicht diese Regattaorientierung, und das Kenterungsverhältnis von 2,22 in Kombination mit einer dokumentierten geringen Aufrichtfähigkeit bei Kenterung legt den Anker platziert reale Grenzen für ihre Autarkie auf See fest, trotz einer anständigen Steifigkeit aufrecht stehend. (1)
Rigg und Seeverhalten
Über dem Deck trägt sie ein 7/8-Slup-Rigg mit einer Segelfläche von 807 Quadratfuß (ca. 75 m²) aufgeteilt auf ein Großsegel von 429,08 Quadratfuß (ca. 39 m²) und einen Vorsegeldreieck von 268,11 Quadratfuß (ca. 25 m²). Das Segelfläche-Verdrängungs-Verhältnis (SA/D) von 31,97 erklärt das Urteil, dass sie eine sehr schnelle Yacht ist. Die gleiche Leichtigkeit, die ihr Geschwindigkeit verleiht, sorgt auch dafür, dass sie unter normalen Segelbedingungen recht stabil und steif im Wind liegt. Ihre Rumpfgeschwindigkeit beträgt bescheidene 7,75 Knoten, aber aufgrund der geringen Verdrängung erreicht sie diesen Bereich leicht und beschleunigt schnell bei Windstärken, bei denen schwerere Boote bereits festliegen würden. (1)
Unterbringung
Die Giro 34 gibt keine Werte für Kabinen, Kojen, Nasszellen oder Stehhöhe an, was zu einem Boot passt, das eher als Regattayacht denn als Zuhause auf dem Wasser beschrieben wird. Die Designpriorität lag auf Geschwindigkeit und Steifigkeit, nicht auf Wohnraum für das Leben an Bord.
Bekannte Schwachstellen
Zwei Punkte im Bereich der Versorgung sind zu beachten. Die Kraftstoffkapazität ist mit 41 Litern (ca. 11 Gallonen) sehr gering ausgelegt, und die Wassertankkapazität liegt bei nur 45 Litern (ca. 12 Gallonen). Letzteres wird in den technischen Daten als sehr kurze Reichweite kritisiert. Für ein Boot, das eher für Regatten als für langfristige Autarkie-Reviere konzipiert ist, handelt es sich dabei um inhärente Einschränkungen und nicht um Mängel, sie prägen jedoch die Planung jeder Törnreise. (1)
Refits und Eignerschaft
Eigner, die die Giro 34 über ihre ursprüngliche Auslegung hinaus nutzen möchten, müssen bei Küstenfahrten auf die Tankkapazitäten achten, da die ab Werk angegebenen Werte für Kraftstoff und Wasser minimal sind. Der einzelne 18-PS-Lombardini-Diesel bietet eine bescheidene Hilfsleistung, die zum leichten Rumpf passt. Jedes Refit sollte die für Regatten optimierte Struktur respektieren, anstatt das Boot mit so viel Gewicht für den Fahrtensegler zu belasten, dass es seinen Leistungsvorteil verliert.
Das Fazit
Die Giro 34 ist eine speziell für Regatten konstruierte Leichtdeplacement-Yacht mit der Geschwindigkeit und Steifigkeit, die sich aus den Daten von Finot / Conq ergeben. Ihre minimalen Tankkapazitäten und geringe Kenterstabilität machen sie jedoch nicht zu einer Alternative für einen Fahrtenyacht-Rumpf. Sie belohnt Segler, die Beschleunigung und Handling über die Anzahl der Kabinen stellen.
Vorteile
- Sehr leistungsstarke Ultraleicht-Fractional-Slup
- Für ihre Größe recht stabil und steif
- Flossen-Bulbkiel und Spatenruder für präzises Handling
Nachteile
- Sehr geringe ursprüngliche Kraftstoffkapazität (ca. 42 Liter)
- Sehr kurze Reichweite des Wassertanks (ca. 45 Liter)
- Geringe Aufrichtfähigkeit bei Kenterung








