Design und Konstruktion
Der Rumpf ist aus massivem, handaufgelegtem GFK mit einem integrierten Flügelkiel und einem geschützten, Skeg-aufgehängten Ruder, das ebenfalls aus massivem, handaufgelegtem GFK gefertigt ist. Das patentierte, flachgewebte Biaxialgewebe von Amel erzeugt ein Laminat, das robuster ist als herkömmliche, geschnittene Matratzen, und die massive GFK-Bauweise sorgt für eine hohe Langlebigkeit. Fünf wasserdichte Schotten schotten den Rumpf ab, sodass eine Kollision nicht das gesamte Boot überfluten muss. Das Deck ist mit Amels geformter, synthetischer „Faux-Tek“-Oberfläche versehen, die auch bei Nässe sicheren Halt bietet und weitaus weniger Pflege erfordert als echtes Holz, obwohl die Kanten gelegentlich aufweisen können, dass sie sich lösen oder abnutzen. Der Flügelkiel hält den Schwerpunkt tief und reduziert den Tiefgang auf 2,05 Meter (6 Fuß 9 Zoll). (1)
Rigg und Handhabung
Das Ketsch-Rigg verfügt über eine Segelfläche von 1.377 Quadratfuß am Wind, verteilt auf ein Großsegel von 409 Quadratfuß, eine Genua von 764 Quadratfuß und eine Besan von 204 Quadratfuß, wobei alle drei Segel elektrisch einrollbar sind. An der Pinne lassen sich fast alle Segelfunktionen per Knopfdruck bedienen, und die einzigartige Takelage verteilt die einzelnen Lasten tief und kontrollierbar. Das SA/D-Verhältnis von 19,1 und das D/L-Verhältnis von 223 bestätigen, dass dieser schwere Fahrtenkreuzer für Komfort und Sicherheit bei leichtem Wind ausgelegt ist. Unter dem 100 PS starken Yanmar segeln viele Modelle aus dem Jahr 2000 mit 7 bis 8 Knoten, und ein aufholbarer Bugstrahlruder hilft beim Manövrieren im Hafen. Die mittschiffs platzierte „Amel Drive“ C-Drive-Übertragung konzentriert das Gewicht der Maschine und führt den Wellenauslass horizontal nach achtern. (1)
Unterbringung
Die meisten Boote verließen die Werft in der Standard-Eignerversion: mit zwei großen Kabinen und zwei Nasszellen, wobei die achtere Eignerkabine ein echter Rückzugsort um eine große Doppelkoje herum ist. Das Standard-Layout „Eignerversion“ bietet ebenfalls zwei große Kabinen und zwei Nasszellen. Die tiefe, zentral platzierte Plicht ist nahezu vollständig durch eine feste Windschutzscheibe und eine Sprayhood geschützt, was die Crew vor Wind und Wetter bewahrt. Eine U-förmige Pantry bietet tiefe Spülen und sicheren Halt beim Kochen auf rauem Wasser, während reichlich Stauraum in riesigen Backskisten und Schränken zur Verfügung steht. Außergewöhnliches Volumen und seltene Systemintegration heben den Innenraum von typischen Fahrtenyachten dieser Ära ab. (1)
Bekannte Schwachstellen
Der Amel Drive erfordert Aufmerksamkeit: Ölverschmutzungen und der Zustand der Dichtungen sollten überprüft werden, da eine vernachlässigte Einheit einen kostspieligen Neuaufbau erfordern kann. Die elektrische Komplexität ergibt sich aus der starken Abhängigkeit der Yacht von 24V-Systemen und elektrischen Rollanlagen – die Verkabelung sowie alle Motoren von Winschen und Rollanlagen sollten inspiziert werden. Der einziehbare Bugstrahlriemen muss problemlos ausfahren und einziehen; wenn er nicht genutzt wird, ist er ein häufiges Versagenspunkt. Das stehende Gut nutzt eine einzigartige Konstruktion, und das Alter der Stagen sollte überprüft werden, da viele Versicherer eine Erneuerung im zehnten Lebensjahr fordern.
Refits und Eignerschaft
Späte „Red Line“-Boote erhielten technische und optische Verfeinerungen wie verbesserte Elektronik und hochwertigere Innenausbauten. Die Amel-Nachfahrtsabteilung in La Rochelle liefert nach wie vor Ersatzteile und Beratung für die Klasse, was eine solide Absicherung für Eigner darstellt. Mit 158 Gallonen Kraftstoff und 264 Gallonen Wasser eignet sich die Spezifikation hervorragend für längere autarke Törns.
Das Fazit
Die Super Maramu 2000 ist ein reinrassiger Blauwassersegler, der die Leichtwind-Eigenschaften gegen strukturelle Schotten, eine geschützte Ergonomie am Steuerstand und bedienungsfreundliche Segelbedienung einstellt, die sich auch von einer kleinen Crew problemlos handhaben lässt. Die hohe Dichte an Systemen und die einzigartige Antriebsstrang-Technik belohnen Eigner, die die Wartung von Dichtungen und Kabeln frühzeitig im Blick behalten.
Vorteile
- Fünf wasserdichte Schotten und ein massiver GFK-Rumpf für hohe Überlebensfähigkeit bei Kollisionen
- Tiefe, vom Windsschutz geschützte Plicht mit nahezu vollständiger Segelkontrolle vom Steuerstand aus
- Mittschiffs platzierte C-Drive und einziehbarer Bugstrahlruder für hervorragende Gewichtsverteilung und einfaches Anlegen
- Aktive After-Sales-Unterstützung durch die Werft in La Rochelle für Ersatzteile und technischen Rat
Nachteile
- Dichtungen des Amel-Antriebs und die 24V-Elektrik erfordern regelmäßige Inspektionen
- Der Bugstrahlruder klemmt bei mangelnder Nutzung; die Wanten müssen auf ihr Alter überprüft werden
- Die schwere Verdrängung und das moderate SA/D-Verhältnis setzen den Komfort über Geschwindigkeit bei leichtem Wind









