Design und Konstruktion
Die Maramu 46 verfügt über einen massiven GFK-Rumpf mit Flossenkiel und Skeg-aufgehängtem Ruder. Sie trägt 7.700 Pfund Bleiballast bei einer Verdrängung von 28.050 Pfund. Diese Werte ergeben ein Ballast-Verdrängungs-Verhältnis (B/D) von 27 Prozent und ein Verdrängungs-Längen-Verhältnis (D/L) von 278, was das Boot fest in die Kategorie der schweren Fahrtenyachten statt leichter Performance-Yachten einordnet. Das Verhältnis von Länge zu Breite liegt bei 3,45, und mit einer Breite von knapp über 13 Fuß wirkt der Rumpf für seine Länge breit gebaut. Dieses Profil opfert reine Geschwindigkeit zugunsten von Stabilität und Innenraumvolumen. Die theoretische Rumpfgeschwindigkeit beträgt 8,0 Knoten, die berechnete Höchstgeschwindigkeit liegt bei etwa 6,4 Knoten. Das Kenterungsverhältnis von 1,72 und eine Komfort-Ratio von 36,6 deuten beide auf ein Boot hin, das eher auf Offshore-Stabilität als auf Küstensprints ausgelegt ist. Die benetzte Fläche beträgt etwa 527 Quadratfuß, und das Immersionsverhältnis von 1.635 Pfund pro Zoll zeigt, wie widerwillig sie unter Last ihren Trimm verändert. (1)
Rigg und Handhabung
Das Boot ist mit einem Ketsch-Rigg und einer Wellenanlage hinter einem einzelnen 63-PS-Perkins-Diesel ausgestattet. Das laufende Gut der damaligen Zeit umfasst eine 45,3 Fuß lange Fock- und Genuaschot mit 5/8-Zoll-Durchmesser, eine 113,2 Fuß lange Großschot derselben Dicke und eine 99,6 Fuß lange Spinnakerschot. Mit einem Segelfläche-Verdrängungs-Verhältnis von 17,75 ist die Maramu für ihr Gewicht moderat besegelt – ausreichend, um sie bei einer leichten Brise unterwegs zu halten, ohne überzutakelt zu sein. Der Flossenkiel weist einen Tiefgang von etwa 6,6 Fuß auf, was den Hafenbecken-Eintritt einschränkt, aber für Passate ein berechenbares Unterwasserprofil bietet. (1)
Unterbringung
Wo sich die Maramu 46 wirklich auszeichnete, war unter Deck. Sie war für ihre Epoche äußerst geräumig und bot eine Aufteilung, die auf eigene Kabinen an den beiden Enden des Bootes basierte. Die Achterkabine ist besonders groß, von der Hauptsaloon barrierefrei erreichbar und mit einer kleinen Sitzecke sowie einem Schminktisch/Schreibtisch ausgestattet. Zwei Paare können längere Zeit an Bord leben und dabei ein gewisses Maß an Privatsphäre genießen. Der zentrale Salon ist ein geräumiger Bereich mit einem riesigen Tisch, an dem die gesamte Crew bequem Platz findet. Für Langstreckenfahrten stehen zwei akzeptable Seekojen zur Verfügung. Eine vollwertige Navigationsecke befindet sich neben dem Niedergang, und die gut ausgestattete Pantry ist so konzipiert, dass sie auf See leicht bedient werden kann. Die Stehhöhe liegt über dem Durchschnitt, und das gesamte Paket profitiert von durchdachten Stauraumlösungen, die Proviant und Ausrüstung übersichtlich halten.
Ausrüstung
Von Anfang an war die Maramu 46 für eine Serien-Fahrtenyacht der späten siebziger und achtziger Jahre mit einem hohen Ausstattungsgrad ausgestattet, der ihrem Konzept „Go Anywhere“ entsprach. Die Standardausstattung richtete sich eher an ernsthafte Hochseeeinsätze als an Wochenendtörns entlang der Küste, und der Ruf des Bootes als gut vorbereitete Fahrtenyacht begann bereits bei dieser Werftausrüstung.
Das Fazit
Die Maramu 46 ist eine gut durchdachte, schwerere Fahrtenketsch mit einem Volumen, das in den späten 1970er und 1980er Jahren über ihre Längsklasse hinausragte. Ihr Layout mit zwei Kabinenpaaren, der offenen Achterkabine und ihren angenehmen Seeeigenschaften machen sie zu einer erstklassigen Langstrecken-Fahrtenyacht für das Wohnen an Bord. Der Tiefgang von 6,6 Fuß und die Geschwindigkeitswerte einer schweren Fahrtenyacht passen jedoch nicht zu jedem Revier oder jedem Segeltempo.
Vorteile
- Überaus geräumige Unterkünfte für die damalige Zeit mit eigenen Endkabinen
- Stabilität und Komfort-Ratio einer schweren Fahrtenyacht, ideal für Offshore-Einsätze
- Gut durchdachte Stauräume und eine seetaugliche Pantry
- Hoher Ausstattungsgrad ab Werft für diese Epoche
Nachteile
- Der Tiefgang von 6,6 Fuß schränkt den Zugang zu Marinas ein
- Das moderate Segelfläche-Verdrängungs-Verhältnis eignet sich für Fahrtensegeln, nicht für Regatten









