Design und Konstruktion
Lapworths Rumpf ist aus handaufgelegtem, massivem GFK mit Gewebe und Roving gefertigt, was typisch für die meisten frühen Boote von Cal ist. Der Bleiballast wurde im Voraus in einer Form gegossen, in die GFK-Kielschale abgelassen und anschließend einlaminiert. Holzschotten und strukturelle Möbel wurden zur Steifigkeit direkt mit dem Rumpf laminiert. Die Rumpf-Deck-Verbindung wurde mit 3M 5200 versiegelt und mit 1/4-Zoll-Maschinenschrauben durchgebolzt. Die Werft beschrieb die Verbindung als verklebt, um eine doppelte Nahtstärke zu erzielen. Das Deck selbst war mit einem Sperrholzkern versehen, was ein Eigner als strukturell absolut solide für diesen Einsatzzweck bezeichnete. (1)
Das Unterwasserschiff kombiniert einen langen Fahrtenkiel – der am Vorfuß deutlich ausgeschnitten ist – mit einem großen Spatenruder. Diese Kombination bezeichnete Practical Sailor als eine der ungewöhnlicheren Merkmale des Bootes. Der Tiefgang ist gering mit fünf Fuß, und das Verdrängungs-Längen-Verhältnis liegt bei etwa 250, was laut Practical Sailor selbst nach heutigen Maßstäben moderat bleibt. Das Mittelcockpit-Layout war in den späten 1960er und frühen 1970er Jahren ungewöhnlich, und die erhöhte, trockene Plicht spiegelt diese Konzeption wider. (1)
Rigg und Handhabung
Ein Slup-Rigg war bis 1973 die einzige Option, als ein Ketsch verfügbar wurde. Das Rigg ist bemerkenswert kurz – eine Folge des geringen Tiefgangs von nur fünf Fuß und des hohen Schwerpunkts, den das Ballastprofil erzeugt. Trotz des bescheidenen Segelplans läuft der Rumpf mit etwa 8,5 Knoten und bietet eine Reichweite von fast 1.200 Meilen. Eigner schätzten den kraftvollen 85-PS-Perkins-Diesel als zuverlässige Antwort auf Flaute, und der serienmäßige 26-Zoll-Dreiflügelpropeller sorgt für gute Leistung und Kontrolle im Hafenbecken.
Unterbringung
Die ursprüngliche Cal 46 wies im Vorschiff V-Kojen mit einer eigenen Nasszelle auf, gefolgt von einem erhöhten Deckshaus mit Dinette und Pantry sowie einem großen Wohnbereich achtern mit Sofakojen und einer Sofakiste. Der Innenausbau besteht aus Burma-Teakholz mit vinylbeschichteten Deckenverkleidungen. Das Deckshaus bietet eine 270-Grad-Rundumsicht – ein gewagter Bruch mit der damaligen Zeit. Spätere Layouts boten eine Kabine an jedem Ende des Bootes, sodass zwei Paare mit Privatsphäre segeln konnten, während die Dinette weiterhin nutzbar blieb. Eigner aller Cal 46 sind sich einig, dass sie die große Maschine und die hohe Stehhöhe loben.
Bekannte Schwachstellen
Die großen Fenster aller Modelle sind ein Problem, da sie sich schwach anfühlten und undicht waren; ihre Größe wurde in späteren Versionen verringert, die Schwachstelle blieb jedoch bestehen. Eigner berichteten zudem von hölzernen Salingen als Wartungspunkt. Ein Eigner meldete, dass die schwarzen Eisen-Kraftstofftanks nach 15 Jahren verrottet waren, während eine Broschüre des 2-46 behauptet, das Paar Stahltanks mit einer Kapazität von 135 Gallonen sei aus 10-Gauge-Metall gefertigt; spätere Modelle nutzten zumindest Edelstahl-Wassertanks.
Das Fazit
Die Cal Cruising 46 ist eine durchdacht konstruierte Fahrtenyacht für Küste und Hochsee, deren Aufteilung Jahrzehnte voraus war. Der geringe Tiefgang und das kurze Rigg begrenzen die Spitzenleistung, bieten jedoch ein gut handhabbares Boot und einen komfortablen, privaten Innenraum für zwei Paare. Die solide GFK-Konstruktion und ein gepriesener Maschinenraum unterstreichen ihre Fahrtauglichkeit, während Details zu Fenstern und Tanks die Aufmerksamkeit des Käufers erfordern.
Vorteile
- Mittelcockpit-Layout mit Kabinen an beiden Enden für die Privatsphäre von zwei Paaren
- Handaufgelegter GFK-Rumpf mit einlaminierten Schotten
- Großer Maschinenraum mit Stehhöhe; robuster 85-PS-Perkins-Diesel
- 270-Grad-Sicht durch das Deckshaus und erhöhter, trockener Cockpitbereich
Nachteile
- Große Fenster neigen bei allen Modellen zu Schwachstellen und Undichtigkeiten
- Berichtetes Rotten der Schwarzblech-Kraftstofftanks nach 15 Jahren
- Holz-Salingen erfordern laufende Pflege
- Geringer Tiefgang von nur fünf Fuß erfordert ein kurzes Rigg, was das Segelpotenzial begrenzt









