Design und Konstruktion
Das massive Rumpflaminat weist eine benetzte Fläche von fast 24 m² auf. Ein Flossenkiel mit einem Tiefgang von 1,55 bis 1,65 m bei Last ermöglicht den Zutritt zu den meisten Marinas, wobei das Absenkungsvermögen bei etwa 360 kg pro Zoll liegt. Das Skeg-aufgehängte Ruder und ein Kenterungsverhältnis von 1,93 liegen im akzeptablen Bereich für Hochseeboote, und eine Komfort-Ratio von 26,8 signalisiert ein ruhiges, angenehmes Seeverhalten.
Rigg und Handhabung
Die Van de Stadt 30 trägt mehr Rigg als 98 Prozent vergleichbarer Segelboote – was als deutlich übertakelt zu werten ist. Ihr Masttopprigg weist ein Segelfläche-Verdrängungs-Verhältnis von 14,9 auf, bzw. 17,8 mit einer 135-prozentigen Genua. Die Fallen sind 90 Fuß lang und haben einen Durchmesser von 3/8 Zoll; die Großschot misst 77,7 Fuß bei 1/2 Zoll. Die theoretische Rumpfgeschwindigkeit liegt bei 6,3 Knoten. (1)
Unterbringung
Die Breite von 10,27 Fuß und die Wasserlinie von 22,3 Fuß bieten eine moderate Fläche, keine spätere Großraum-Präsenz. Die Dieselkapazität von 105 Gallonen ist groß für ein 31-Fuß-Boot und deutet auf Langstreckenfahrten hin.
Bekannte Schwachstellen
In den verfügbaren Unterlagen zeigen sich keine strukturellen Mängel, Osmoseprobleme, Rigg-Schäden oder Leckagen, die spezifisch für dieses Modell bekannt wären.
Refits und Eignerschaft
Van de Stadt trat 1978 aus dem aktiven Leitungsteam zurück, woraufhin Cees van Tongeren die Konstruktionsabteilung übernahm. Die Bauweise mit massivem Rumpf bedeutet, dass keine Feuchtigkeit im Sandwichkern nachgespürt werden muss; die Dieselkapazität belohnt eine sorgfältige Wartung des Kraftstoffsystems.
Das Fazit
Eine schwere, solide Hochsee-Slup aus den frühen Jahren der Partnerschaft, gebaut für Komfort auf Langstrecken und den Zugang zu Marinas.
Vorteile
- Solider GFK-Rumpf ohne schwammartiges Sandwich-Laminat, das altern kann
- Bleiballastierter Flossenkiel mit moderatem Tiefgang von 5 Fuß für den Hafenzugang
- Große Dieselmotorkapazität ermöglicht eine lange Reichweite auf Törns
- Kenterungsverhältnis und Komfort-Ratio passen zu einem hochseetauglichen Konzept
Nachteile
- Das Basis-Segelfläche-Verdrängungs-Verhältnis ist ohne eine große Genua bescheiden
- Die extrem hohe Verdrängung schränkt die Leistung bei leichtem Wind ein





