Van de Stadt 30 — Informationen, Bewertung, technische Daten

Hubert Van de stadt·1973
Ungefähre Zeichnung

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Rumpfart
Einrumpf · flossenkiel
Rigg
Masttoppslup
LOA
31.06' · 9.47 m
Verdr.
9.687 lbs · 4.394 kg
Erstes Baujahr
1973

Die Van de Stadt 30 ist eine 31 Fuß lange Masttoppslup, die Anfang der 1970er Jahre vom niederländischen Konstrukteur Ericus Gerhardus van de Stadt entworfen und 1973 in Produktion genommen wurde. Mit einem massiven GFKRumpf und Bleiballast in Kombination mit einem Flossenkiel weist sie eine Verdrängung von rund 4.400 kg bei 1.160 kg Ballast auf – ein BallastVerdrängungsVerhältnis (B/D) von 26 Prozent, das sie zusammen mit einem LängenBreitenVerhältnis (L/B) von 3,03 und einem VerdrängungsLängenVerhältnis (D/L) von 390 in die Kategorie der sogenannten „ultraschweren Fahrtenyachten“ einordnet.

Messwerte

Abmessungen 01

Länge über alles
31,06 ft
Länge an Deck
Länge in der Wasserlinie
22,3 ft
Breite
10,27 ft
Tiefgang
5,1 ft
Maximale Stehhöhe
Durchfahrtshöhe

Bauweise & Rumpf 02

Bauweise
Rumpfart
Einrumpf
Kielart
Flossenkiel
Ruder
1× Skeg-aufgehängt
Ballast
2.560 lbs (Blei)
Verdrängung
9.687 lbs
Wasserkapazität
Kraftstoffkapazität
105,69 gal

Rigg & Segel 03

Rigg-Art
Masttoppslup
Vorliek Großsegel
34,3 ft
Unterliek Großsegel
11,3 ft
Vorsegeldreieck Höhe
39 ft
Vorsegeldreieck Basis
11,8 ft
Vorstaglänge (geschätzt)
40,75 ft
Segelfläche
424 sqft

Berechnungen 04

Segelfläche-Verdrängungs-Verhältnis
14,93
Ballast-Verdrängungs-Verhältnis
26,43
Verdrängungs-Längen-Verhältnis (D/L)
389,97
Komfort-Ratio
26,99
Kenterungsverhältnis
1,93
Rumpfgeschwindigkeit
6,33 kn

Design und Konstruktion

Das massive Rumpflaminat weist eine benetzte Fläche von fast 24 m² auf. Ein Flossenkiel mit einem Tiefgang von 1,55 bis 1,65 m bei Last ermöglicht den Zutritt zu den meisten Marinas, wobei das Absenkungsvermögen bei etwa 360 kg pro Zoll liegt. Das Skeg-aufgehängte Ruder und ein Kenterungsverhältnis von 1,93 liegen im akzeptablen Bereich für Hochseeboote, und eine Komfort-Ratio von 26,8 signalisiert ein ruhiges, angenehmes Seeverhalten.

Rigg und Handhabung

Die Van de Stadt 30 trägt mehr Rigg als 98 Prozent vergleichbarer Segelboote – was als deutlich übertakelt zu werten ist. Ihr Masttopprigg weist ein Segelfläche-Verdrängungs-Verhältnis von 14,9 auf, bzw. 17,8 mit einer 135-prozentigen Genua. Die Fallen sind 90 Fuß lang und haben einen Durchmesser von 3/8 Zoll; die Großschot misst 77,7 Fuß bei 1/2 Zoll. Die theoretische Rumpfgeschwindigkeit liegt bei 6,3 Knoten. (1)

Unterbringung

Die Breite von 10,27 Fuß und die Wasserlinie von 22,3 Fuß bieten eine moderate Fläche, keine spätere Großraum-Präsenz. Die Dieselkapazität von 105 Gallonen ist groß für ein 31-Fuß-Boot und deutet auf Langstreckenfahrten hin.

Bekannte Schwachstellen

In den verfügbaren Unterlagen zeigen sich keine strukturellen Mängel, Osmoseprobleme, Rigg-Schäden oder Leckagen, die spezifisch für dieses Modell bekannt wären.

Refits und Eignerschaft

Van de Stadt trat 1978 aus dem aktiven Leitungsteam zurück, woraufhin Cees van Tongeren die Konstruktionsabteilung übernahm. Die Bauweise mit massivem Rumpf bedeutet, dass keine Feuchtigkeit im Sandwichkern nachgespürt werden muss; die Dieselkapazität belohnt eine sorgfältige Wartung des Kraftstoffsystems.

Das Fazit

Eine schwere, solide Hochsee-Slup aus den frühen Jahren der Partnerschaft, gebaut für Komfort auf Langstrecken und den Zugang zu Marinas.

Vorteile

  • Solider GFK-Rumpf ohne schwammartiges Sandwich-Laminat, das altern kann
  • Bleiballastierter Flossenkiel mit moderatem Tiefgang von 5 Fuß für den Hafenzugang
  • Große Dieselmotorkapazität ermöglicht eine lange Reichweite auf Törns
  • Kenterungsverhältnis und Komfort-Ratio passen zu einem hochseetauglichen Konzept

Nachteile

  • Das Basis-Segelfläche-Verdrängungs-Verhältnis ist ohne eine große Genua bescheiden
  • Die extrem hohe Verdrängung schränkt die Leistung bei leichtem Wind ein

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