Design und Konstruktion
Die Hand von Van de Stadt zeigt sich in einem Rumpf, der eine Verdrängung von 31.966 Pfund bei einer Wasserlinienlänge von 35,4 Fuß aufweist, wobei 13.228 Pfund Bleiballast zu einem Ballast-Verdrängungs-Verhältnis von 41,4 Prozent führen. Ein Tiefgang von 7,22 Fuß und ein Skeg-aufgehängtes Ruder in Kombination mit einem Flossenkiel kennzeichnen die 44 als Abkehr von den schwereren, schmaleren Fahrtenyachten, die ihr vorausgingen. Das Deck ist aus massivem GFK mit einem Teakdeck überzogen, und der Innenausbau spiegelt die handwerkliche Tradition der niederländischen Werft wider. Die Komfort-Ratio von 40,8 und das Kenterungsverhältnis von 1,7 der 44 liegen genau dort, wo eine ernsthafte Langstrecken-Fahrtenyacht sein sollte, und das Boot wurde ausdrücklich für Langstreckenfahrten und Hochseesegeln konzipiert. (1)
Rigg und Handhabung
Als Masttoppslup mit rund 84 Quadratmetern Segelfläche ist die Trintella 44 für Langstreckenpassagen gebaut und weniger für Küstenregatten. Eine Testbewertung zeigte, dass sie auf einer Offshore-Passage unter Testbedingungen ihre Stärken ausspielt und dass das Beladen mit voller Ausstattung für Langfahrten kaum Einfluss auf die Wasserlinie hat – ein entscheidender Vorteil für ein Boot, das mit Ausrüstung auf dem Deck Ozeane überqueren soll. Sie segelt bei leichtem bis mäßigem Wind gut, verlangt jedoch nach einem Reff, wenn der Wind zunimmt. Ihr Seeverhalten ist dabei das eigentliche Highlight: Tester berichteten, dass Stampfen und Rollen gut gedämpft sind, sodass eine Tasse Kaffee auf dem Salontisch gut die Chance hat, stehen zu bleiben. Eine Marschgeschwindigkeit von fast 6 Knoten und eine Höchstgeschwindigkeit von rund 8 Knoten spiegeln das moderate Segelfläche-Verdrängungs-Verhältnis (SA/D) von 14,3 wider. (1)
Unterbringung
Unter Deck bietet die 44 ein Drei-Kabinen-Layout mit sechs bequemen Schlafplätzen, zwei Nasszellen, einer vollwertigen Pantry und einem Salon. Derselbe Testbericht, der das gedämpfte Seeverhalten festhielt, beschrieb auch einen geräumigen Innenraum mit drei Kabinen – genügend Platz für eine Familie oder zwei Paare auf langen Passagen ohne Enge. Die Breite von 13,45 Fuß verleiht dem Salon und den Schlafbereichen ein Volumen, das früheren Trintellas fehlte. Das Layout unterstützt zudem ein autarkes Leben mit dem Wassermacher, dem Generator und den reichlich dimensionierten Tanks (118 Gallonen Kraftstoff, 211 Gallonen Wasser), die der Entwurf mitbringt. (1)
Ausrüstung und Ausstattung
Aus der Werft stieg die 44 ungewöhnlich voll ausgestattet für ihre Epoche: Teakdeck, Bugstrahlruder, Generator, Wassermacher, Ankerwinde, Autopilot, Radar, GPS und UKW-Funk gehörten zu den Instrumenten. Diese Werftausrüstung bedeutet, dass ein Käufer nicht unbedingt einen nackten Rumpf mit fehlenden Systemen erwartet, auch wenn das Alter dieser Originalkomponenten nach vier Jahrzehnten eine eigene Frage ist. Der einzelne 85-PS-Perkins-Diesel treibt über einen Wellenantrieb an und ergänzt sich hervorragend mit dem Bugstrahlruder für präzise Manöver auf engem Raum.
Das Fazit
Die Trintella 44 ist eine ernsthafte Fahrtenyacht aus den Trintella-Jahren von van de Stadt – schwer genug, um auch im Seegang stabil zu bleiben, geräumig genug für sechs Personen und ab Stapelzeit für Langstrecken geeignet. Sie ist kein Boot für Küstentörns, und ihr moderates Rigg verlangt nach einem Reff, wenn der Wind auffrischt. Doch für Segler, die ein Boot danach beurteilen, wie es sich auf See verhält und nicht am Steg, belohnt die 44 mit großem Segelspaß.
Vorteile
- Dämpfende Bewegungen und gute Stabilität auf See
- Tragfähiger Rumpf, dessen Wasserlinie mit Ausrüstung kaum verändert
- Geräumiges Interieur mit drei Kabinen und zwei Nasszellen für sechs Personen
- Ab Werft installierte Langstreckensysteme inklusive Wassermacher und Generator
Nachteile
- Nicht für die Anforderungen des Küstensegelns geeignet
- Erfordert das Reffen bei stärkerem Wind
- Nur 24 Exemplare gebaut; begrenzter Bootspool und Ersatzteilangebot










