Design und Konstruktion
Die Linien von Peterson aus den späten siebziger Jahren verliehen der Formosa 46 ein Verhältnis von Länge zu Breite (L/B) von 3,56 und ein Ballast-Verdrängungs-Verhältnis von 30 Prozent, mit rund 10.000 Pfund Blei bei einem Rumpfgewicht von 33.000 Pfund. Der Rumpf selbst ist aus massivem GFK gefertigt, und die Werft baute das Boot als Dreiteiler-Konstruktion, die einen separaten Rumpf, ein Deck und einen Kajütaufbau verbindet. Unter der Wasserlinie ist die Konstruktion aus massivem GFK ohne Kernmaterial, während das Deck dem Sandwich-Prinzip der Marke folgt und mit Teak belegt ist. Der Flossenkiel hat je nach Beladung einen Tiefgang zwischen 6,46 und 6,76 Fuß. Dieser Wert schränkt das Boot auf große Marinas ein, da der Tiefgang je nach Beladung bei etwa 1,97 bis 2,07 Metern liegt. Die benetzte Fläche beträgt rund 570 Quadratfuß, und die Immersionsrate liegt bei einer stattlichen 1.782 Pfund pro Zoll – ein Wert, der zeigt, wie wenig das Boot absinkt, wenn man die Backskisten für eine Passage belädt. (1)
Rigg und Handhabung
Das Segelfläche-Verdrängungs-Verhältnis (SA/D) von 15,90 und ein Verdrängungs-Längen-Verhältnis (D/L) von 230 – eine Kombination, die das Bewertungssystem eher als „moderaten Regattayacht“ denn als schwere Fahrtenyacht einstuft – kennzeichnen die Formosa 46. Das DL-Verhältnis liegt bei 230, was das Boot in die Kategorie der „moderaten Regattayachten“ einordnet. Ihre theoretische Rumpfgeschwindigkeit beträgt 8,4 Knoten. Die Abmessungen des stehenden und laufenden Guts sind gut dokumentiert: Die Schoten von Fock und Genua sind etwa 46 Fuß lang und haben einen Durchmesser von 5/8 Zoll, die Großschot ist eine 115-Fuß-Leine mit demselben Durchmesser und eine Spinnakerschot reicht 101 Fuß. Diese Längen deuten auf ein großes Vorsegeldreieck und einen Baum hin, der ein sorgfältiges Trimmen der Großschot erfordert. Das Kenterungsverhältnis liegt bei 1,63 – ein Wert, der das Boot allein nach dieser Formel für Offshore-Regatten qualifizieren würde – und die Komfort-Ratio liegt bei 39,1 – moderat, nicht luxuriös. (1)
Unterbringung
Die Breite von 12,92 Fuß und die Länge von 45 Fuß bieten das Raumangebot einer stattlichen Fahrtenyacht, und das Ballast-Verdrängungs-Verhältnis von 30 Prozent bei einer Verdrängung von 33.000 Pfund deutet auf eine steife, solide Plattform statt eines federleichten Wochenendbootes hin.
Das Fazit
Die Formosa 46 ist auf dem Papier ein Widerspruch: ein in Taiwan gebauter Peterson-Entwurf mit aus Regatten abgeleiteten Kennzahlen, gepaart mit einer Verdrängung und Breite im Fahrtenyacht-Format. Sie ist nach den technischen Daten ein ernsthafter, hochseetauglicher Rumpf, doch ihr geringer Tiefgang schränkt sie auf tiefwasserführende Marinas ein, und ihre Komfort-Ratio liegt eher im mittleren Bereich als am unteren Ende. Für einen Käufer, der die Performance-Ansprüche von Peterson aus den späten Siebzigern in einem 45-Fuß-GFK-Rumpf sucht, ist sie eine markante und durchaus vertretbare Wahl.
Vorteile
- Die dokumentierte Kenterungsverhältnis-Wert von 1,63 und die Komfort-Ratio von 39,1 deuten auf eine für Hochsee geeignete Stabilität hin
- Die moderaten Regatta-Verhältnisse von DL und SA/D deuten auf ein lebendigeres Handling als bei typischen taiwanesischen Fahrtenyachten hin
- Solider GFK-Rumpf unter der Wasserlinie mit separater Konstruktion der Rumpf-Deck-Kabine-Verbindung
Nachteile
- Der Tiefgang von 6,46–6,76 Fuß beschränkt sie auf große Marinas
- Die Kenterwahrscheinlichkeit von 1.782 lbs/inch zeigt, dass es sich um eine schwere Plattform mit begrenzter Zuladungstoleranz handelt, bevor sie tief im Wasser liegt










