Design und Konstruktion
Die Gillmer 39 trägt die konservativen, seegütigen Proportionen seiner früheren Southern Cross-Entwürfe, jedoch in einer Größenordnung, die für anspruchsvolle Langstreckenfahrten ausgelegt ist. Das Ballast-Verdrängungs-Verhältnis von 36,55 Prozent und ein Verdrängungs-Längen-Verhältnis (D/L) von 315 ordnen sie in die Kategorie der schweren Verdränger ein, während ein Kenterungsverhältnis von 1,8 und eine Komfort-Ratio von 35,2 das Bild eines Bootes unterstreichen, das dafür gebaut wurde, Crew und Ausrüstung über Ozeane zu bringen, nicht um Küstenregatten zu gewinnen. Der Rumpf ist aus massivem GFK gefertigt; das Deck nutzt einen PVC-Schaumkern. Die ersten 13 Rümpfe wurden ab Werft gebaut, und die nachfolgenden Boote wurden als Bausatz für den Eigner-Ausbau angeboten – einige dieser vom Eigner fertiggestellten Yachten wurden später als Gilmer-Modelle versehen, um sie von von Ryder fertiggestellten Booten zu unterscheiden. (1)
Rigg und Handhabung
Das Kutterrigg verteilt eine Segelfläche von 774 Quadratfuß auf ein Großsegel von 332 Quadratfuß und ein Vorsegel von 441 Quadratfuß bei einer I-Dimension von 50'10" und einem J von 17'4". Ein Segelfläche-Verdrängungs-Verhältnis (SA/D) von 16,33 ist für das Gewicht bescheiden, was mit einem Boot übereinstimmt, das für Kontrolle und Balance auf See ausgelegt ist und nicht für Beschleunigung. Der Flossenkiel mit Skeg-aufgehängtem Ruder sorgt für einen Tiefgang von 5'4", ein Kompromiss, der sie in Ankerbuchten handhabbar hält und gleichzeitig das laterale Abdruckfläche für das Aufkreuzen am Wind erhalten bleibt. Bewertungen aus dieser Zeit beschreiben sie als stabile Blauwasser-Fahrtenyacht mit ausgewogener Segeleigenschaft, die sich hervorragend für Langstreckenfahrten eignet. (1)
Unterbringung und Aufteilung
Die Gesamtlänge von 39 Fuß und die Breite von 12 Fuß 1 Zoll ergeben einen geräumigen Innenraum für ein Boot dieser Ära, unterstützt durch Wassertanks mit 120 Gallonen und Kraftstofftanks mit 50 Gallonen. Der schwere Verdrängerrumpf und das Komfort-Ratio von 35,2 deuten auf ein Schiff hin, das für längeres Wohnen an Bord konzipiert ist, mit genügend Volumen zum Lagern von Proviant und Ausrüstung für weite Törns. Die Tankkapazitäten und die Verdrängungsklasse positionieren sie als autarke Fahrtenyacht und weniger als Wochenend-Regattaboot für Küstenreviere.
Mechanische und bekannte Probleme
Die am häufigsten dokumentierte mechanische Weiterentwicklung betrifft die Anordnung des Propellers. Frühe Modelle verfügten über einen V-Antrieb mit freiliegendem Propeller; spätere Versionen verlegten den Propeller in eine Öffnung im Ruderblatt für besseren Schutz. Ein Käufer oder Eigner sollte darauf achten, welche Konfiguration ein bestimmter Rumpf besitzt, da der freiliegende Propeller früherer Boote weniger Schutz vor Ankergeschirr und Treibgut bietet. (1)
Refits und Eignerschaft
Die Eignerschaft einer Southern Cross 39 erfordert oft die Abgrenzung zwischen der Werft-Variante und den Bausatzbooten. Die ersten 13 Rümpfe verließen die Werft von Ryder komplett fertiggestellt; der Rest waren Bausatzboote, einige davon später als Gilmer bezeichnet. Dies ist wichtig für die Dokumentation und die Konsistenz der Innenausbauarbeiten unter Deck. Der Umstieg auf einen Ruderpropeller bei späteren Booten ist die wichtigste Refit-Linie auf Werftsebene, die man kennen sollte. Da die Produktion über das gesamte Jahrzehnt der 1980er Jahre lief, kann ein gebrauchtes Exemplar entweder die frühe Ausführung mit freiliegendem Propeller oder die spätere geschützte Variante zeigen.
Das Fazit
Die Southern Cross 39 ist eine konsequente Blauwasser-Fahrtenyacht: schwer, stabil und leise unter ihrem Kutterrigg, mit der Tankkapazität und dem Volumen für lange Passagen. Die Unterscheidung zwischen Werft- und Eignerbauten sowie der frühe bis späte Wechsel des Propellers sind die beiden Faktoren, die die Kaufentscheidungen am meisten prägen.
Vorteile
- Stabiles Blauwasser-Design mit schwerer Verdrängung und ausgewogener Leistung
- Großzügige Kapazitäten von 120 Gallonen Wasser und 50 Gallonen Kraftstoff für Langstreckenfahrten
- Bleiballast bei 36,55 % der Verdrängung für hohe Stabilität auf See
- Spätere Modelle erhielten einen Schutz für den Propeller durch die Ruderblattöffnung
Nachteile
- Frühe Rümpfe hatten einen ungeschützten Propeller mit geringerem Schutz
- Das bescheidene Segelfläche-Verdrängungs-Verhältnis begrenzt das Tempo bei leichtem Wind
- Die Geschichte des Baus aus dem Bausatz und der Eigner-Ausbau variiert in der dokumentierten Sorgfalt







