Seidelmann 37 — Informationen, Bewertung, technische Daten

Bob Seidelmann·1980·Seidelmann Yachts
Seidelmann 37 drawingWerftzeichnung
Rumpfart
Einrumpf · flossenkiel
Rigg
Masttoppslup
LOA
36.83' · 11.23 m
Verdr.
12.000 lbs · 5.443 kg
Erstes Baujahr
1980

Die Seidelmann 37 ist eine amerikanische Segelyacht, die von Bob Seidelmann entworfen und erstmals 1980 von Seidelmann Yachts in Berlin, New Jersey, als Regatta/Fahrtenyacht gebaut wurde. Obwohl sie nicht mehr in Produktion ist, bleibt sie ein markanter Einrumpfer aus der frühen GFKÄra, der überwiegend aus GFK gefertigt ist, mit TeakholzAkzenten und einer komplett im Teakholz ausgeführten Kabine.

Messwerte

Abmessungen 01

Länge über alles
36,83 ft
Länge an Deck
Länge in der Wasserlinie
29,5 ft
Breite
12 ft
Tiefgang
5,92 ft
Maximale Stehhöhe
Durchfahrtshöhe

Bauweise & Rumpf 02

Bauweise
Glasfaser
Rumpfart
Einrumpf
Kielart
Flossenkiel
Ruder
1× Spatenruder
Ballast
5.900 lbs (Blei)
Verdrängung
12.000 lbs
Wasserkapazität
70 gal
Kraftstoffkapazität
18 gal

Rigg & Segel 03

Rigg-Art
Masttoppslup
Vorliek Großsegel
44 ft
Unterliek Großsegel
12 ft
Vorsegeldreieck Höhe
49,5 ft
Vorsegeldreieck Basis
15,3 ft
Vorstaglänge (geschätzt)
51,81 ft
Segelfläche
643 sqft

Berechnungen 04

Segelfläche-Verdrängungs-Verhältnis
19,62
Ballast-Verdrängungs-Verhältnis
49,17
Verdrängungs-Längen-Verhältnis (D/L)
208,67
Komfort-Ratio
21,38
Kenterungsverhältnis
2,1
Rumpfgeschwindigkeit
7,28 kn

Design und Konstruktion

Die 37 trägt die Grundlagen einer ernsthaften Küsten-Fahrtenyacht in einem Ausstattungsrahmen für das Fahrtensegeln. Mit einer Länge über alles von 36,83 Fuß, einer Wasserlinienlänge von 29,5 Fuß, einer Breite von 12 Fuß und einem festen Flossenkiel mit 5,92 Fuß Tiefgang verbindet der Rumpf einen geneigten Vorsteven und einen erhöhten, negativen Spiegel mit einem intern montierten Spatenruder, das über eine Radsteuerung gefahren wird. Die große Breite im Verhältnis zur Länge, wie sie von damaligen Testern bemerkt wurde, sorgt unter Deck für viel Raum, ohne die Verdrängung über den Rahmen eines Regatta-/Fahrtenbootes anzuheben. Die Konstruktion ist überall aus massivem GFK gefertigt, ohne Kern im Rumpf und ohne spezielle strukturelle Systeme jenseits dieser grundlegenden Beschreibung – das Boot ist genau das, was es zu sein scheint: ein einfacher, geformter Glasfaserrumpf mit Teak-Akzenten und kein komplexes Verbundwerkstoff-Experiment.

Rigg und Handhabung

Die Seidelmann 37 ist als Masttoppslup mit Bermuda-Rigg und Aluminiumspieren getakelt. Wie viele ihrer Schwesterschiffe trägt sie ein sehr hohes Rigg, was ihr bei tiefem Kiel und sehr hohem Rigg einen PHRF-Regelklasse-Wert von 120 verleiht. Fallen, Bergeschlaufen und Reffleinen laufen alle im Inneren, was das Deck sauber und den Mast frei hält. Die Plicht ist T-förmig gestaltet, mit zwei Winschen zum Bergen der Genuaschoten und zwei weiteren Winschen am Mast für die Fallen. Die Genuaschotführungen sind innenliegend montiert, um die Schotwinkel beim Kreuzen zu verbessern. Das Boot wurde mit verschiedenen Kiel- und Rigg-Kombinationen hergestellt, sodass ein bestimmtes Exemplar nicht unbedingt die Konfiguration mit tiefem Kiel und hohem Rigg aufweisen muss, die für den veröffentlichten Regattawert steht. (1)

Unterbringung

Unter Deck übersetzt sich die große Breite direkt in einen geräumigen Innenraum für sechs Personen. Im Bug befindet sich eine V-Koje, im Hauptsalon zwei Sofakojen und eine Achterkoje; eine sechste, optionale Wachkoje befindet sich über den Sofakojen. Die Pantry liegt achtern an Steuerbord und kombiniert einen zweiflammigen Spiritusbrenner mit Ofen und einem Spülbecken mit Druckwasser, während sich auf der Backbordseite gegenüber die Navigationsecke normalerweise schräg positioniert, aber ausgehöhlt und als Arbeitsfläche genutzt werden kann. Die Nasszelle befindet sich an Backbord direkt achterlich der V-Koje. Für die Belüftung sorgen zwei Dorade-Lüfter, die Luken des Bugs und des Hauptsalons sowie vier zu öffnende Bullaugen, und der komplett aus Teakholz gefertigte Innenausbau verleiht der Kabine ein einheitliches, zeitgemäßes Finish. Ein Ankerwell im Bug rundet die Aufteilung des Vordecks ab. (1)

Bekannte Schwachstellen

Die Seidelmann 37 zeigt im Einsatz keine chronischen strukturellen Probleme, Mängel an der Takelage oder Systemausfälle. Die solide GFK-Konstruktion, die intern verlegten Bedienelemente und ein hohes Rigg, das eine fachgerechte Mastführung erfordert, aber nicht als Risiko gilt, prägen den Charakter des Bootes.

Das Fazit

Die Seidelmann 37 ist eine saubere, klar definierte Renn- und Fahrtenyacht aus den frühen 1980er Jahren: eine hoch an Deck getakelte Masttoppslup auf einem Flossenkiel mit einem wirklich geräumigen Teak-Innenraum und einer praktischen T-Plicht. Ihre Einfachheit ist ihre Stärke – massives GFK, interne Fallen und das Fehlen chronischer Mängel machen sie zu einem unkomplizierten Boot im Unterhalt. Der Kompromiss ist, dass die Nachteile durch das hohe Rigg und den tiefen Kiel nur für bestimmte Konfigurationen gelten, und Käufer sollten genau prüfen, welche Kiel- und Rigg-Kombination ein bestimmter Rumpf tatsächlich trägt.

Vorteile

  • Geräumiger Innenraum mit sechs Kojen, komplett in Teakholz ausgestattet und mit einem flexiblen Schreibtisch als Navigationsecke
  • Hohes Masttopp-Rigg mit sauberem internen Fallführungssystem und gutem PHRF-Potenzial
  • Solide GFK-Konstruktion ohne bekannte strukturelle Mängel

Nachteile

  • Veröffentlichte Handicap-Werte und Riggcharakteristik sind an eine bestimmte Konfiguration mit tiefem Kiel gebunden

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