Design und Konstruktion
Die Regina 38 ist um einen GFK-Rumpf und ein GFK-Deck mit Balsakern herum gebaut, wobei der Bleiballast in einer Flossenkiel-Konfiguration und ein Spatenruder dahinter angeordnet sind. Mit einer Länge über alles von 32 Fuß 10 Zoll und einem Verdrängungs-Längen-Verhältnis (D/L) von über 260 ist sie eine schwere, volumenorientierte Fahrtenyacht und keine Federleicht-Ausstellungsbote. Die Pilothouse ist die richtige Größe für das Boot, schützt den Niedergang ohne das Profil zu dominieren, und das hohe Freibord, das ihr Überwasserschiff prägt, hält auch jeden Spritzwassernebel weit vom Steuerstand entfernt. Im Inneren ist der gesamte Innenausbau in verschiedenen Mahagonitönen gehalten, und die Kabinen sind voluminös, ohne unübersichtlich oder überladen zu wirken – ein Gleichgewicht, das längere Aufenthalte an Bord bei kaltem und nassen Bedingungen begünstigt. (1)
Rigg und Handhabung
Die Regina 38 ist als Masttoppslup getakelt, wobei der Mast 54 Fuß 8 Zoll über der Wasserlinie steht und eine Segelfläche von rund 807 Quadratfuß bietet, was zu einem Segelfläche-Verdrängungs-Verhältnis (SA/D) von 17 führt. Ein relativ kleiner, versetzter Radsteuerstand umschließt die Steuerzentrale und stört nicht beim Vorbeigehen an den Passagieren im Vor- und Achterschiff, was den Decksbetrieb bei Manövern unkompliziert hält. Probefahrer fanden ihre Leistung bei echtem Wind überzeugend: Bei einer Probefahrt vor Portland, Maine, lief sie gut, sobald der Wind über 15 Knoten auffrischte, schaffte das Kreuzen gegen eine moderate Welle ohne Schwierigkeiten und segelte bei dieser Brise etwa 6 Knoten mit einer Wendekreiswinkel von 95 Grad. Bei gleichen 15 Knoten querab lag sie problemlos über 7 Knoten und kam bei Böen von 20 Knoten auf beiden Kursen um so mehr Fahrt auf. Das Boot war dabei extrem komfortabel; in der Plicht wie auch im Hauptsalon gab es kaum spürbare Bewegungen. (1)
Unterbringung
In der Plicht gibt es reichlich Platz, und der Salon bietet beim Sitzen am Esstisch eine 270-Grad-Rundumsicht – ein wichtiger Vorteil bei einer Fahrtenyacht mit Steuerhaus, die für das Beobachten von Wetter und Wasser aus dem Schutz des Decks konzipiert ist. Das Innenraumvolumen eignet sich hervorragend für längeres Wohnen an Bord, während das Layout das enge Gefühl vermeidet, das breite Konstruktionen oft begleitet. Der überall verwendete Mahagoni-Innenausbau sorgt für einen harmonischen nordeuropäischen Look, der perfekt zu den Revieren der Yacht in höheren Breiten passt.
Das Fazit
Die Regina 38 ist eine speziell für hohe Breiten konstruierte Fahrtenyacht mit einer geschützten Plicht, einem geräumigen und ruhigen Innenraum sowie einem Rumpf, der Kabbelwasser und Wind von 15 bis 20 Knoten ohne Probleme meistert. Sie ist eine komfortable, gutmütige Fahrtenyacht und keine Sprinterin; ihre Konstruktion und Aufteilung spiegeln eine klare Ausrichtung auf das Fahrtensegeln in kalten Gewässern wider.
Vorteile
- Die Plicht ist groß genug für Schutz, ohne das Deck zu überwuchern
- Das hohe Freibord hält den Spritznebel vom Steuer entfernt
- Angenehmes Verhalten in der Plicht und im Salon auch bei 20-Knoten-Böen
- Voluminöser, aufgeräumter Innenraum mit 270-Grad-Salonblick
- Solide Leistung am Wind und raumschots ab 15 Knoten Wind
Nachteile
- Das Segelfläche-Verdrängungs-Verhältnis von 17 begrenzt das Tempo bei leichtem Wind
- Die schwere Verdrängung und das große Volumen begünstigen das Fahrtensegeln gegenüber der Agilität









