Design und Konstruktion
Die charakteristischen ausgestellten Sektionen des Raiders sind keine hohlen Kojen, sondern mit Auftriebsmasse gefüllt. Dieser Auftrieb macht das Boot nicht nur extrem leicht und stabil, sondern auch einzigartig in seiner Fähigkeit, sich nach einem vollständigen Sonnenschuss wieder selbst aufzurichten. Die Bauqualität ist hervorragend; das Laminatplan sieht eine Biaxial-E-Glasfaser und Vinylesterharz vor. Die geschwungenen Rumpfsektionen erfordern anspruchsvolle Formen – das Ergebnis ist ein Boot, das sowohl optisch ansprechend als auch strukturell solide auf dem Wasser liegt. Drewes Automobilhintergrund zeigt sich in der ingenieurstechnischen Herangehensweise an die Rumpfform, die eher wie ein gefaltetes Papierflugzeug als wie eine traditionelle Jolle aussieht. (1)
Rigg und Handhabung
Die Standard-Raider 16 ist mit einem zweiteiligen Aluminiummast ausgestattet und trägt kein Vorsegel. Stattdessen setzt sie auf ein lose geschnittenes Großsegel, das über eine einfache Klemmvorrichtung am Unterliek und einen Umlenkanker gefahren wird. Trotz des unverstagten Einzelsegels lässt sich das Boot leicht anfahren und segelt sehr kursstabil bei viel Wind. Mit abgesenktem Schwert läuft es hervorragend Höhe. Der Tiefgang mit aufgeholtem Schwert beträgt nur 6 Zoll und das Ruder klappert hoch, während der Tiefgang mit abgesenktem Schwert bei 3 Fuß 5 Zoll liegt. Dies ermöglicht dem Skiff den Zugang zu flachen Gewässern und sorgt beim Absenken für echte Leistung am Wind. Eine 48-Zoll-Pinnenverlängerung ermöglicht es der Crew, außenbords zu sitzen und vom schrägen Achterträger aus zu steuern. Das fraktionell getakelte asymmetrische Gennaker-Segel mit seiner Segelhülle und der cleveren Systematik von Fall und Unterliek vergrößert die Reichweite vor dem Wind. Die Beschläge sind komplett von den Marken Harken und Ronstan. (1)
Unterbringung und Daysailing-Nutzung
Es gibt keine Kojen oder Kabine – dies ist ein reiner Daysailer –, aber die Plicht ist um das breite Achterbaum herum aufgebaut. Die Raider Sport-Version bietet zudem eine integrierte Kühlbox und Stauraum sowie eine geräumige, komfortable Plicht für Tagestouren mit Crew. Die Zuladung von 400 Pfund und die Verdrängung von 200 Pfund bedeuten, dass zwei Erwachsene und ihr Gepäck im ausgestellten Rumpf mit viel Auftrieb Platz finden, ohne den selbstaufrichtenden Sicherheitsbereich zu beeinträchtigen. (2)
Bekannte Schwachstellen
Das Schwenkschwert und das aufholbare Ruder sind mechanische Systeme, deren Lagerung an den Drehpunkten sollte in Ordnung sein, um die Tiefgangswerte von 6 Zoll und 3 Fuß 5 Zoll zu erhalten.
Refits und Eignerschaft
Der Unterhalt ist aufgrund des geringen Gewichts von nur 200 Pfund und der Trailerbarkeit unkompliziert. Der Raider Sport bietet ein größeres Rigg mit Carbonmast und allen nach achtern geführten Leinen sowie die Option für einen asymmetrischen Spinnaker. Die Segel- und Rigg-Entwicklung für diese Version wurde von Waters Sail Loft in Columbia, South Carolina, durchgeführt. Heute hat sich die Werft Raider Sailboats nach Sebastian, Florida, verlegt – weg vom ursprünglichen Bauort in Vero Beach. (2)
Das Fazit
Die Raider 16 ist ein wirklich ungewöhnlicher Daysailer: ein 90 kg schweres Skiff mit Cat-Rigg und ausgeprägten, aufgeblähten Flügeln, die ihm eine selbstaufrichtende Eigenschaft verleihen, die in dieser Größenklasse fast unbekannt ist. Die Logik von Drawes Auto-Engineer führte zu einem Boot, das sowohl strukturell solide als auch optisch markant ist, und die Einfachheit des Standardbootes macht es zu einem unkomplizierten Trailer-Segler. Die Sport-Version tauscht den zweiteiligen Aluminiummast gegen einen Carbonmast ein und bietet zusätzlichen Komfort vor dem Wind sowie im Cockpit.
Vorteile
- Einzigartiges Selbstaufrichtverhalten nach vollständigem Abladen durch aufgeblähte Auftriebssektionen
- 200 Pfund Verdrängung, hinter jedem vierrädrigen Fahrzeug trailerbar
- Hervorragende Bauweise mit biaxialem E-Glas und Vinylesterharz
- Leicht zu segelndes Catrigg bei viel Wind mit aufholbarem Ruder und Schwert
Nachteile
- Kein Vorsegel und minimale Unterkünfte abgesehen von Stauraum in der Plicht
- Die aufwendige Rumpfform macht die Reparatur von Schäden an den Flanken durch Amateure schwierig



