Design und Konstruktion
Der Rumpf der 930 besteht aus massivem GFK, ebenso wie das Deck, und das Interieur ist mit Teakholz ausgestattet. Mit einer Länge in der Wasserlinie von knapp über 25 Fuß und einem tiefgezogenen Tiefgang zwischen 5,41 und 5,71 Fuß je nach Zuladung kann sie problemlos in die meisten Marinas gleiten. Die benetzte Fläche von etwa 312 Quadratfuß und ein Verdrängungsverhältnis von fast 1.133 Pfund pro Zoll sorgen dafür, dass sie sich berechenbar verhält. Ihr Kenterungsverhältnis von 1,98 liegt im Bereich, in dem sie allein aufgrund der Formel für Offshore-Regatten zugelassen wäre. (1)
Rigg und Handhabung
Als Masttoppslup trägt die 930 Genua und Fock am selben Vorstag, mit einer Fock- und Genuaschot von 30,5 Fuß auf 1/2-Zoll-Leine, einer Großschot von 76,3 Fuß und Spinnakerschoten von 67,1 Fuß, allesamt in 12 mm. Der Segelplan treibt einen lebendigen Rumpf an: Ihr SA/D-Verhältnis von 18,65 kennzeichnet sie als schnell für ihr Gewicht. Das Skeg-aufgehängte Ruder unterstützt die Kursstabilität des Flossenkiels. (1)
Unterbringung
Unter Deck ist die Piewiet 930 mit sechs bis acht Kojen ausgestattet und in Teakholz gehalten. Die Anzahl der Kojen deutet auf ein Layout hin, das für Familien-Fahrtensegeln oder eine an Bord schlafende Regatta-Crew ausgelegt ist. (1)
Refits und Unterhalt
Ein solider GFK-Rumpf und Deck erfordern kaum mehr als Aufmerksamkeit beim Gelcoat und den Borddurchlässen, und die Wellenanlage ist eine unkomplizierte Konstruktion für Wartungsarbeiten. Der Teak-Innenraum belohnt normale Pflege und erfordert gelegentlich ein neues Lackieren. Die moderate Breite der 930 und ihre Verdrängung von 13.200 Pfund platzieren sie unter anderen kleinen niederländischen Regatta-/Fahrtenyachten, bei denen die Arbeitsbelastung des Eigners durch das Alter und die Lagerung bestimmt wird.
Das Fazit
Die Piewiet 930 ist eine durchdachte kleine niederländische Slup aus den Mitte der 1970er Jahre: ein solides GFK-Design von Henk van der Rest mit einem lebendigen Segelplan, einer Wellenanlage und einem Teak-Innenausbau, der Platz für sechs bis acht Kojen bietet.
Vorteile
- Solider GFK-Rumpf und -Deck mit Eisenballast und Wellenantrieb
- SA/D-Verhältnis von 18,65 für ein direktes Handling
- Sechs bis acht Kojen mit Teak-Innenausbau für Fahrten- oder Regatta-Crews
Nachteile
- Der lastabhängige Tiefgang von 5,41–5,71 Fuß begrenzt die tiefsten Ankerplätze








