Design und Abstammung
Van de Stads kleine Boote waren stets wunderschön proportioniert und sahen eher wie verkleinerte Hochsee-Yachten als wie aufgeblasene Tagesschiffe aus. Die Abstammung der Mk I führt über das Randmeer-Dayboat von 1962, die kajütaufbauende Trotter-Fahrtenyacht und die Continental Trotter-Pandora, bevor Grimsby Plastics den Typ 1967 nach England brachte und Rydgeway sie 1970 ablöste, indem sie denselben Rumpf unter dem Namen Pandora vermarktete. Rydgeway vornahm 1971 zwei sehr geringfügige Änderungen am ursprünglichen Trotter-Deck, dann markierten ein tieferer Kiel und ein höheres Rigg im Jahr 1973 die große Modernisierung mit der International; die Bezeichnung Mk I bezieht sich selbst auf die Pandora-Version vor 1973. (1)
Konstruktion und Bau
Eigner berichten, dass die Bauqualität gut war und die Konstruktions- und Verarbeitungsqualitäten der Zeit getrotzt haben. Die Mk I ist eine gut gebaute, attraktive kleine Fahrtenyacht mit erstklassiger Herkunft, und Rezensenten beschreiben sie als ein gut konstruiertes Boot, dessen Bau im Dienst glaubwürdig gealtert ist.
Rigg und Handhabung
Trotz ihrer relativ geringen Größe ist die Pandora ein äußerst seetüchtiges Boot, dessen Seetüchtigkeit der vieler größerer Schiffe entspricht, insbesondere wenn man die Versionen mit Flossenkiel vergleicht. Probefahrer fanden sie absolut segelspaßig – weich, steif, agil, gut ausbalanciert und extrem unterhaltsam – und das Boot ist bekannt für seine direkte Rückmeldung und Leichtigkeit auf dem Ruder. Mit einem Masttoppslup-Rigg, das eine 8,5 m² große Großsegel und eine 14,7 m² große Genua trägt, ist sie eine schnelle, beliebte Fahrtenyacht, die leicht von einer Zweimann-Crew bedient und im Eigenbesitz großen Spaß beim Segeln macht. (2)
Unterbringung
Der Innenraum ist im offenen Layout gestaltet und bietet vier Kojen sowie eine eingeformte Pantry aus glasfaserverstärktem Kunststoff mit Spüle und kardanisch aufgehängtem Herd. Die Stehhöhe ist für ein Boot dieser Größe mit rund 1,47 Metern großzügig bemessen, und die Plicht ist über sieben Fuß lang, sodass drei Crewmitglieder problemlos Platz finden. Ein Eigner schrieb in einer damaligen Rezension, das Boot sei groß genug, um zwei Wochen an Bord zu leben – was die sinnvolle Nutzung der Breite von 2,10 m und der Verdrängung von 1.100 kg unterstreicht.
Kieloptionen und bekannte Schwachstellen
Rydgeway bot alternative Rumpfformen an, darunter Flossenkiel, Zwillingskiele oder einen Hubkiel (Drop Plate) mit Tiefgang 3 Fuß 9 Zoll (Flossenkiel), 3 Fuß (Zwillingskiel) bzw. 2 Fuß 3 Zoll (Dreifachkiel) – was den Käufern eine Auswahl von trailerfreundlich bis küstentauglich bietet. Laut Berichten von Eignern können die Kielbolzen und die Dichtungen rosten und verschleißen, was der einzige dokumentierte Verschleißpunkt ist, auf den ein Käufer achten sollte. Abgesehen davon weist dieses Design keine typischen Schwachstellen bei wiederkehrenden strukturellen Problemen oder Systemausfällen auf.
Das Fazit
Die Pandora Mk I ist ein klassischer Entwurf, der gute Segeleigenschaften und ausreichend Wohnraum bietet und auch Jahrzehnte nach ihrer Einführung auf dem Gebrauchtbootmarkt beliebt bleibt. Sie belohnt eine kleine Crew mit den Manieren einer Hochsee-Yacht im Trailer-Paket.
Vorteile
- Extrem seetüchtig für ihre Größe, unter Flossenkiel mit größeren Booten vergleichbar
- Agil, leicht zu steuern und absolut viel Spaß beim Segeln
- Offener Innenraum mit vier Kojen und angeformter Pantry
- Lange Plicht und überraschende Stehhöhe für ein 22-Fuß-Boot
- Auswahl an Kielformen von 2 ft 3 in bis 3 ft 9 in Tiefgang
Nachteile
- Kielbolzen und die Dichtung neigen im Laufe der Zeit zu Rost und Verschleiß
- Ursprünglich eine günstige Daysailer-Yacht, daher sind Komfortanlagen minimal
- Das niedrige Freibord begrenzt das Innenraumvolumen im Vergleich zu Konkurrenzmodellen, bei denen Wohnkomfort im Vordergrund steht






