Pandora Mk I — Informationen, Bewertung, technische Daten

E. G. Van de Stadt·1968 – 1973·Grimsby Plastics / Rydgeway Marine UK
Ungefähre Zeichnung

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Rumpfart
Einrumpf · flossenkiel
Rigg
Masttoppslup
LOA
21.83' · 6.65 m
Verdr.
2.427 lbs · 1.101 kg
Erstes Baujahr
1968

Die Pandora Mk I ist eine kleine Yacht mit schlankem Rumpf aus der Linie von E. G. Van de Stadt’s „TrotterPandora“ und wurde von Rydgeway Marine aus Lowestoft, Suffolk, gebaut, nachdem das Unternehmen die Formen 1970 von Grimsby Plastics übernommen hatte. Mit knapp unter 22 Fuß Länge über alles nimmt sie bewusst eine Mitte zwischen regattaorientierten 22FußTagbooten und auf Wohnkomfort ausgelegten Fahrtenyachten gleicher Länge ein – und das mit einer erstklassigen DesignHistorie im Rücken.

Messwerte

Abmessungen 01

Länge über alles
21,83 ft
Länge an Deck
Länge in der Wasserlinie
18,75 ft
Breite
6,92 ft
Tiefgang
3,25 ft
Maximale Stehhöhe
Durchfahrtshöhe

Bauweise & Rumpf 02

Bauweise
Glasfaser
Rumpfart
Einrumpf
Kielart
Flossenkiel
Ruder
1× Am Spiegel aufgehängt
Ballast
980 lbs (Eisen)
Verdrängung
2.427 lbs
Wasserkapazität
Kraftstoffkapazität

Rigg & Segel 03

Rigg-Art
Masttoppslup
Vorliek Großsegel
Unterliek Großsegel
Vorsegeldreieck Höhe
Vorsegeldreieck Basis
Vorstaglänge (geschätzt)
Segelfläche

Berechnungen 04

Segelfläche-Verdrängungs-Verhältnis
Ballast-Verdrängungs-Verhältnis
40,38
Verdrängungs-Längen-Verhältnis (D/L)
164,37
Komfort-Ratio
14,49
Kenterungsverhältnis
2,06
Rumpfgeschwindigkeit
5,8 kn

Design und Abstammung

Van de Stads kleine Boote waren stets wunderschön proportioniert und sahen eher wie verkleinerte Hochsee-Yachten als wie aufgeblasene Tagesschiffe aus. Die Abstammung der Mk I führt über das Randmeer-Dayboat von 1962, die kajütaufbauende Trotter-Fahrtenyacht und die Continental Trotter-Pandora, bevor Grimsby Plastics den Typ 1967 nach England brachte und Rydgeway sie 1970 ablöste, indem sie denselben Rumpf unter dem Namen Pandora vermarktete. Rydgeway vornahm 1971 zwei sehr geringfügige Änderungen am ursprünglichen Trotter-Deck, dann markierten ein tieferer Kiel und ein höheres Rigg im Jahr 1973 die große Modernisierung mit der International; die Bezeichnung Mk I bezieht sich selbst auf die Pandora-Version vor 1973. (1)

Konstruktion und Bau

Eigner berichten, dass die Bauqualität gut war und die Konstruktions- und Verarbeitungsqualitäten der Zeit getrotzt haben. Die Mk I ist eine gut gebaute, attraktive kleine Fahrtenyacht mit erstklassiger Herkunft, und Rezensenten beschreiben sie als ein gut konstruiertes Boot, dessen Bau im Dienst glaubwürdig gealtert ist.

Rigg und Handhabung

Trotz ihrer relativ geringen Größe ist die Pandora ein äußerst seetüchtiges Boot, dessen Seetüchtigkeit der vieler größerer Schiffe entspricht, insbesondere wenn man die Versionen mit Flossenkiel vergleicht. Probefahrer fanden sie absolut segelspaßig – weich, steif, agil, gut ausbalanciert und extrem unterhaltsam – und das Boot ist bekannt für seine direkte Rückmeldung und Leichtigkeit auf dem Ruder. Mit einem Masttoppslup-Rigg, das eine 8,5 m² große Großsegel und eine 14,7 m² große Genua trägt, ist sie eine schnelle, beliebte Fahrtenyacht, die leicht von einer Zweimann-Crew bedient und im Eigenbesitz großen Spaß beim Segeln macht. (2)

Unterbringung

Der Innenraum ist im offenen Layout gestaltet und bietet vier Kojen sowie eine eingeformte Pantry aus glasfaserverstärktem Kunststoff mit Spüle und kardanisch aufgehängtem Herd. Die Stehhöhe ist für ein Boot dieser Größe mit rund 1,47 Metern großzügig bemessen, und die Plicht ist über sieben Fuß lang, sodass drei Crewmitglieder problemlos Platz finden. Ein Eigner schrieb in einer damaligen Rezension, das Boot sei groß genug, um zwei Wochen an Bord zu leben – was die sinnvolle Nutzung der Breite von 2,10 m und der Verdrängung von 1.100 kg unterstreicht.

Kieloptionen und bekannte Schwachstellen

Rydgeway bot alternative Rumpfformen an, darunter Flossenkiel, Zwillingskiele oder einen Hubkiel (Drop Plate) mit Tiefgang 3 Fuß 9 Zoll (Flossenkiel), 3 Fuß (Zwillingskiel) bzw. 2 Fuß 3 Zoll (Dreifachkiel) – was den Käufern eine Auswahl von trailerfreundlich bis küstentauglich bietet. Laut Berichten von Eignern können die Kielbolzen und die Dichtungen rosten und verschleißen, was der einzige dokumentierte Verschleißpunkt ist, auf den ein Käufer achten sollte. Abgesehen davon weist dieses Design keine typischen Schwachstellen bei wiederkehrenden strukturellen Problemen oder Systemausfällen auf.

Das Fazit

Die Pandora Mk I ist ein klassischer Entwurf, der gute Segeleigenschaften und ausreichend Wohnraum bietet und auch Jahrzehnte nach ihrer Einführung auf dem Gebrauchtbootmarkt beliebt bleibt. Sie belohnt eine kleine Crew mit den Manieren einer Hochsee-Yacht im Trailer-Paket.

Vorteile

  • Extrem seetüchtig für ihre Größe, unter Flossenkiel mit größeren Booten vergleichbar
  • Agil, leicht zu steuern und absolut viel Spaß beim Segeln
  • Offener Innenraum mit vier Kojen und angeformter Pantry
  • Lange Plicht und überraschende Stehhöhe für ein 22-Fuß-Boot
  • Auswahl an Kielformen von 2 ft 3 in bis 3 ft 9 in Tiefgang

Nachteile

  • Kielbolzen und die Dichtung neigen im Laufe der Zeit zu Rost und Verschleiß
  • Ursprünglich eine günstige Daysailer-Yacht, daher sind Komfortanlagen minimal
  • Das niedrige Freibord begrenzt das Innenraumvolumen im Vergleich zu Konkurrenzmodellen, bei denen Wohnkomfort im Vordergrund steht

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