Design und Konstruktion
Sadler veränderte den Rumpf, indem er die Kimmlinien straffte, um mehr Formstabilität zu erzeugen, was sowohl die Steifigkeit verbesserte als auch die Tendenz zum Rollen vor dem Wind verringerte. Der Übergang zu einer Flossen-und-Skeg-Konfiguration verbesserte die Leistung bei leichtem Wind, während eine größere Breite mehr Leistung am Wind bot und das Rollen weiter dämpfte. Ein kühnes Deckssprung hielt den Bug hoch und die Kabine aufraumen trocken, und das Überwasserschiff zeigte eine deutliche Tumblehome-Kurve – eine leichte innere Krümmung des Sprungs, die der Yacht ein attraktives, sportliches Profil verlieh. Die Standard-Sadler 25 Mk II war mit einem am Spiegel aufgehängten Ruder ausgestattet, eine Wahl, die die Zugänglichkeit erleichterte und eine effektivere Ruderkontrolle auf raumen Kursen ermöglichte. Die Kieloptionen waren vielfältig: ein tiefer Flossenkiel mit 4 Fuß 8 Zoll Tiefgang, ein flacher Flossenkiel mit 3 Fuß 10 Zoll Tiefgang, ein Paar Kimmkiele mit 3 Fuß 3 Zoll Tiefgang und eine Version mit Hubkiel, der sich von 2 Fuß 3 Zoll auf 4 Fuß 6 Zoll einziehen ließ. (1)
Rigg und Handhabung
Als Masttoppslup wurde die Sadler 25 Mk II mit einem Standard-Rigg von rund 29 Fuß bis zum Masttopp und einem hohen Rigg von fast 33 Fuß für Reviere mit leichtem Wind angeboten. Klassische Rezensionen verzeichnen ein Segelfläche-Verdrängungs-Verhältnis von etwa 18,5 und ein Verdrängungs-Längen-Verhältnis nahe 240 – Werte, die sie im lebhaften Bereich für eine Regatta-/Fahrtenyacht dieser Größe platzieren, wobei ein hohes Ballast-Verdrängungs-Verhältnis von 47 Prozent zu einer echten Steifigkeit unter Segeln beiträgt. David Sadler selbst segelte das Boot auf der Südküste, gewann Regatten und zeigte gegen größere Boote eine saubere Krängung. Die Klasse war ein sofortiger Erfolg und errang in ihren ersten Jahren viele Regatta-Siege. (2)
Unterbringung
Die Kabine bot einer kleinen Crew eine pragmatische Schlafplätze: eine V-Koje im Vorschiff für zwei Personen, eine Achterkoje an Steuerbord für eine Person und eine Sofakoje an Backbord für eine Person, wobei einige Boote eine zweite Sofakoje an Steuerbord ergänzten. Im Jahr 1979 erhielt das Modell einen verbesserten Innenausbau und serienmäßige GFK-Außenleisten für die Pantry und den Kartentisch, was die Konsistenz der fertigen Boote erhöhte. Da teilweise fertige Rümpfe geliefert wurden, damit Eigner ihr eigenes Boot individuell gestalten konnten, variieren die Qualität und das Detailniveau von Tischlerarbeiten, Verkabelung und Layout von Boot zu Boot. (1)
Ausrüstung und Antrieb
Die meisten Sadler 25 bis etwa 1979 waren serienmäßig mit dem Einzylinder-Diesel Petter Mini 6 ausgestattet, danach erhielten einige Boote den Einzylinder-Motor von BMW. In der Gebrauchtflotte tauchen auch der 12 PS starke Zweitakt-Dolphin auf – überraschend effektiv, wenn man Benzin akzeptiert – sowie der Einzylinder-Yanmar 1GM mit 10 PS, der als wohl die beste aller Installationen gilt. Das am Spiegel aufgehängte Ruder erwies sich als hervorragend geeignet für eine Trimmklappen- oder Windfahnensteuerung.
Das Fazit
Die Sadler 25 Mk II ist eine durchdacht entwickelte kleine Regatta-/Fahrtenyacht, deren Rumpfentwicklung aus der Contessa 26 ein steiferes, schnelleres und trockeneres Boot mit einer bemerkenswert breiten Auswahl an Kielen für ihre Länge hervorgebracht hat. Ihr hohes Segelfläche-Ballast-Verhältnis macht sie lebendig und kursstabil, und die Regatta-Erfolge der Klasse bestätigen den Konstruktionsansatz. Da viele Boote noch unfertig auf dem Markt sind, müssen Käufer jedes Interieur für sich selbst beurteilen.
Vorteile
- Flossen-und-Skeg-Rumpf mit flacheren Kimmlinien für hohe Steifigkeit und weniger Rollbewegung vor dem Wind
- Hohe Segelfläche und Ballastverhältnisse für eine 24-Fuß-Cruiser-Rennyacht
- Vier Kielkonfigurationen, darunter ein aufholbares Schwert
- Attraktive Brüstungsform (Tumblehome) für hervorragende Trockenheit am Wind
Nachteile
- Die unfertige Auslieferung führt zu ungleichmäßig vom Eigner fertiggestellten Innenräumen
- Frühe Petter- und BMW-Diesel wurden in der Gebrauchtflotte durch bessere Yanmar-Motoren ersetzt







