Design und Konstruktion
Unter Wasser trägt die 32 einen langen, trapezförmigen Flossenkiel mit flachem Boden, und das Ruder ist ein halbbalancierter Spatenkiel, der eine klare Abkehr von den zurückgepfeilten, schwertförmigen Rudern und Kielen der damaligen C&C-Regatta-/Fahrtenyachten darstellt. Der Propellerwelle ist, wie bei mehreren C&C-Entwürfen, eine Verzahnung vorgesehen, und sie verlässt den Rumpf schräg. Über der Wasserlinie zeigt das Boot einen Ankerkasten an Deck, der in Nordamerika Pionierarbeit leistete, eine tiefe, geschützte und geräumige T-förmige Plicht sowie einen großzügigen Einsatz von Teakholz in edlen Innenausbauten. (1)
Rigg und Seeverhalten
Die Ontario 32 ist keine schnelle Club-Regattayacht, aber ihr breites Verhältnis von Breite zu Länge macht sie zu einer soliden Fahrtenyacht für raume Kurse. Bei ihrer Form und Größe ist die Leistung ordentlich, auch wenn eine frische Brise nötig ist, um sie richtig in Fahrt zu bringen. Eigner, die das Boot intensiv gesegelt haben, berichten, dass es gutmütig ist und Fehler von Anfängern verzeiht. In der Krängung driftet sie einfach seitlich ab und läuft weiter. Dieses hohe Freibord sorgt jedoch dafür, dass sie im steilen Kabbelwasser unter Motor nicht gut läuft, und der versetzte Wellenlager kann bei rauen Bedingungen dazu führen, dass sich das Propellerwasser verdampft (Cavitation), sodass sie unter Motor nur langsam anspringt. (1)
Unterbringung
Eines der bemerkenswerten Merkmale der 32 ist die Menge an Wohnraum, die in den Rumpf gepackt wurde. Eigner beschreiben ein erstaunliches Innenraumvolumen für ein 32-Fuß-Boot, und das Layout bestätigt dies: viel Stehhöhe und ein offener Hauptsalon befinden sich im Vorschiffsbereich, gefolgt von einer konventionellen Bugaufteilung mit einer V-Koje, einer Nasszelle mit Dusche und einem Hängeschrank als Anker. Der Hauptsalon selbst kombiniert eine Sofakoje an Steuerbord mit einer Wachkoje direkt über der Salonbank, während eine L-förmige Sitzecke nach vorn bis zum Schott der Nasszelle verläuft. Weiter achtern auf der Steuerbordseite bietet das Boot eine etwas kleinere U-förmige Pantry, gefolgt von einem nach achtern gerichteten Kartentisch und einem Navigationssessel. (1)
Bekannte Schwachstellen
Rumpf #45, Salut, blieb auch nach achtzehn Jahren trocken und komfortabel; die Eignerin berichtet, dass es nie zu Leckagen im Bereich der Backbordlichter oder -luken gekommen ist. Die einzige wiederkehrende operative Einschränkung ist die versetzte Propellerwelle, die unter rauen Bedingungen zu Kavitation führt und für eine träge Beschleunigung unter Motor sorgt. (1)
Refits und Eignerschaft
Eigner haben die 32 als Plattform für sinnvolle Upgrades genutzt. Ein Eigner ersetzte den serienmäßigen 12-PS-Diesel durch ein 20-PS-Modell, fand das Boot aufgrund der Breite und des Überwasserschiffs im steilen Kabbelwasser jedoch immer noch langsam. Derselbe Eigner installierte Bugankerrollen, erhöhte die Wassertankkapazität auf 66 Gallonen und rüstete einen größeren Fäkalientank mit 40 Gallonen aus. Solche Modifikationen zeigen, dass das Boot moderne Ansprüche an das Fahrtensegeln aufnimmt, ohne das ursprüngliche von C&C entworfene Paket zu beeinträchtigen.
Das Fazit
Die Ontario 32 ist eine durchdacht konstruierte kleine Fahrtenyacht, die die Agilität einer Regatta-/Fahrtenyacht gegen Volumen für das Wohnen an Bord und Stabilität auf raumen Kursen eintauscht. Ihr C&C-Gen zeigt sich im Rumpf und der Abkehr von damals gängigen Ruderkonzepten, und ihr Innenraum bleibt für ihre Länge großzügig bemessen. Die versetzte Radnabe ist eine echte, wenn auch geringfügige Einschränkung beim Segelgefühl, aber langjährige Eigner beschreiben ein trockenes, langlebiges Boot.
Vorteile
- Außergewöhnliches Innenraumvolumen und Stehhöhe für ein 32-Fuß-Boot
- Auf der Breite basierende Stabilität auf raumen Kursen und gutmütiges Handling
- Halbbalance-Spatenruder, das sich deutlich von den damaligen C&C-Regattayachten abhebt
- Eigner berichten langfristig von trockenen Rümpfen ohne Lecks an Bullaugen oder Luken
Nachteile
- Die versetzte Propellerwelle verursacht Kavitation und eine mäßige Beschleunigung unter Motor
- Große Breite und hoher Freibord erschweren das Motoren gegen steile Wellen
- Nicht für anspruchsvolles Clubregattasegeln geeignet










