O'Day 23-2 — Informationen, Bewertung, technische Daten

C. Raymond Hunt Assoc.·1978 – 1984·~1.000 hulls·O'Day Corp.
O'Day 23-2 drawingWerftzeichnung
Rumpfart
Einrumpf · schwert
Rigg
Masttoppslup
LOA
22.75' · 6.93 m
Verdr.
3.425 lbs · 1.554 kg
Erstes Baujahr
1978

Die O'Day 232 ist eine 22 Fuß 9 Zoll lange GFKSchwertSlup aus dem Hause C. Raymond Hunt Associates, die von der O'Day Corporation von 1978 bis 1984 in Produktion war und in den USA und Brasilien rund 1.000 Mal gebaut wurde. Sie ersetzte die O'Day 231 mit dem Hubdach durch ein festes Kajütdach, einen konventionellen Rumpfprofi und ein für ihre Größe deutlich auf Fahrtensegeln ausgelegtes Innenraumkonzept.

Messwerte

Abmessungen 01

Länge über alles
22,75 ft
Länge an Deck
Länge in der Wasserlinie
19,5 ft
Breite
7,92 ft
Tiefgang
5,33 ft
Maximale Stehhöhe
5 ft
Durchfahrtshöhe
32 ft

Bauweise & Rumpf 02

Bauweise
Glasfaser
Rumpfart
Einrumpf
Kielart
Schwert
Ruder
1× —
Ballast
1.200 lbs (Blei)
Verdrängung
3.425 lbs
Wasserkapazität
Kraftstoffkapazität

Rigg & Segel 03

Rigg-Art
Masttoppslup
Vorliek Großsegel
23,42 ft
Unterliek Großsegel
9 ft
Vorsegeldreieck Höhe
28 ft
Vorsegeldreieck Basis
10 ft
Vorstaglänge (geschätzt)
29,73 ft
Segelfläche
246 sqft

Berechnungen 04

Segelfläche-Verdrängungs-Verhältnis
17,32
Ballast-Verdrängungs-Verhältnis
35,04
Verdrängungs-Längen-Verhältnis (D/L)
206,21
Komfort-Ratio
16,41
Kenterungsverhältnis
2,1
Rumpfgeschwindigkeit
5,92 kn

Design und Konstruktion

Die 23-2 ist ein solider GFK-Einrumpfer mit Holzverzierungen. Sie trägt 1.200 Pfund Bleiballast bei einer Verdrängung von 3.425 Pfund und verfügt über einen klappbaren Schwertkiel, der bei maximaler Tiefe 5,33 Fuß und eingeholt 2,26 Fuß tief ist. Vergleiche aus dieser Ära stellten sie unter den Konkurrenzmodellen als die schwerste Konstruktion dar, sobald der Ballast von der Verdrängung abgezogen wurde. Tester attestierten ihr zudem den höchsten Space Index in dieser Gruppe. Die Breite beträgt 7,92 Fuß bei einer Wasserlinienlänge von 19,5 Fuß, und das am Spiegel aufgehängte Ruder vervollständigt dieses einfache, trailerbare Paket für Küstentörns. (1)

Rigg und Handhabung

Das Masttoppslup-Rigg steht auf einem 28-Fuß-Vorsegeldreieck und einer 23,42-Fuß-Vorliek des Großsegels, was insgesamt etwa 245 Quadratfuß Segelfläche ergibt – verteilt auf ein 105 Quadratfuß großes Großsegel und eine 140 Quadratfuß große Fock. Ein PHRF-Durchschnitt von 240 ordnet sie in das moderate Schwierigkeitsbereich ein, den Tester als den niedrigsten durchschnittlichen PHRF unter den Konkurrenten bezeichnen. Die Travellerschiene der Großschot ist zu einer Bremse am geteilten Achterstag geführt, eine Anordnung, die der Rezensent eher als Schwachpunkt denn als Stärke identifizierte. Für Hafenmanöver und Anlandungen sorgt ein kleiner Außenborder mit 3 bis 6 PS oder ein optionales Innenborder. (1)

Unterbringung

Unter Deck bietet die 23-2 Schlafplätze für fünf Personen: eine Doppel-V-Koje im Vorschiff, eine klappbare Dinette, die sich zur Doppelkoje umbauen lässt, und eine Einzelkoje auf der Steuerbordseite. Die Stehhöhe beträgt 60 Zoll, was von Testseglern als die größte unter den im Vergleich stehenden Ankerbooten hervorgehoben wurde. Die Pantry teilt sich um die Niedergangstreppe herum auf – mit einem zweiflammigen Herd an Backbord und einer Spüle an Steuerbord –, während sich die Nasszelle in der Bugkabine an Backbord befindet und eine Kühlbox im Cockpit an Steuerbord steht. Diese Aufteilung sorgte dafür, dass das Boot trotz des kompakten Rumpfes hervorragende Platzwerte erzielte. (1)

Bekannte Schwachstellen

Die einzige dokumentierte Kritik aus den damaligen Testberichten betrifft den Großschot-Traveller, der an der Gegenkutter-Püttinge des Achterstags aufgehängt ist. Dies wurde vom Tester eher als unpraktisches Detail denn als struktureller oder sicherheitstechnischer Mangel eingestuft. (1)

Das Fazit

Die O'Day 23-2 ist eine pragmatische kleine Fahrtenyacht, die sportliche Regatta-Eigenschaften gegen Innenraumvolumen und Trailerflexibilität eintauscht. Das Schwert ermöglicht das Anlanden im Flachwasser oder das Slippen über eine Rampe, und der Kabinenaufbau bietet viel Platz für seine Länge. Die unhandliche Traveller-G Geometrie ist die einzige bekannte Schwachstelle, doch dies ist eine Wahl des Riggs und kein Mangel am Rumpf selbst.

Vorteile

  • Höchster Raumindex und die größte Stehhöhe unter den zeitgenössischen Konkurrenzmodellen
  • Klappbares Schwert für einen eingeholten Tiefgang von 0,7 m und maximalen Vortrieb bei ausgeschwenktem Schwert
  • Schlafplätze für fünf Personen mit praktischer geteilter Pantry und Bugtoilette

Nachteile

  • Der Großschot-Traveller an der Backstagen-Schlinge wurde von Testern kritisiert
  • Das bescheidene PHRF-Handicap von 240 deutet auf ein begrenztes Geschwindigkeitspotenzial hin

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