Design und Konstruktion
Der Rumpf weist einen geneigten Vorsteven und ein leicht negativ gepfeiltes Spiegel auf, mit einem am Spiegel aufgehängten Ruder an einer Pinne. Sie verdrängt leer 1.400 Pfund und trägt 300 Pfund Ballast, von denen 52 Pfund das Schwert selbst ausmachen; die Kombination aus Kurzkiel und Schwert sorgt für einen tiefen Durchfahrtswert von 4,33 Fuß bei abgesenktem Schwert und nur 1,00 Fuß bei hochgezogenem Schwert – eine Kombination, die flaches Herumtollen begünstigt, aber unter Segeln ein nützliches Kielprofil beibehält. Die GFK-Konstruktion ist für ihre Epoche unkompliziert, und die Breite von 7,75 Fuß bei einer Wasserlinienlänge von 16,67 Fuß verleiht ihr die kompakte Größe eines trailerbaren Weekenders anstelle der eines Taschenkreuzers mit Ansprüchen.
Rigg und Handhabung
Ihr hohes Rigg mit hoher Streckung und das Schwert sorgen zusammen mit der geringen benetzten Fläche und dem geringen Gewicht für schnelle Leistung bei leichtem Wind, vorausgesetzt, die kleine Crew fährt vor Anker. Die 7/8-Slup segelt mit einer Gesamtsegelfläche von 178,68 Quadratfuß – ein Großsegel von 101,68 Quadratfuß und eine Fock von 77 Quadratfuß – auf einem Mast mit einem Vorsegeldreieck von 22 Fuß und einer Vorliek des Großsegels von 24,5 Fuß. Testsegler jener Zeit bemängelten einen unhandlichen Großschotführung ohne Traveller zur Kranzbefestigung bei auffrischendem Wind sowie ein Ruder, dessen Unterseite bei aufgeholtem Schwert tiefer liegt als der Kiel, was in flachen Gewässern zu Problemen führen kann. Dasselbe gilt für ein relativ kurzes Cockpit und fehlenden Auftrieb im Achterschiff, der nicht ausreicht, um viel Crewgewicht zu tragen. (1)
Leistungsbereich
Ein PHRF-Durchschnittshandicap von 218 und eine Rumpfgeschwindigkeit von 5,5 Knoten ordnen sie eindeutig unter die Regatta-/Fahrtenyachten mit moderater Leistung. Rezensenten stellten fest, dass ihr relativ leichter Ballast von 300 Pfund – im Vergleich zu bis zu 400 Pfund bei ihren Konkurrenten – hoch im Boot platziert ist, was dazu führt, dass sie bei allen Bedingungen zu rank segelt, um schnell zu sein. Der ranke, hoch montierte Ballast und der kurz angeschlagene Rumpf lassen das Boot eher als für Clubregatten bei leichtem Wind mit kleiner Crew optimiert denn für Schwerwetter-Passagen lesen.
Unterbringung
Unter Deck bietet die O'Day 19 Schlafplätze für zwei Personen in einer Doppel-V-Koje im Bug bei einer Kabinenhöhe von 46 Zoll. Die Pantry befindet sich an Backbord direkt vor der Niedergangstreppe und ist mit einer Kühlbox ausgestattet; die Nasszelle liegt am Niedergang auf Steuerbord. Dies sind minimale Annehmlichkeiten für das Fahrtensegeln, was zu einem 19-Fuß-Rumpf passt, aber machen das Boot für ein Paar zum Übernachten absolut kampftauglich. Ein kleiner Außenborder mit 3 bis 5 PS ist die übliche Ausrüstung für Hafenmanöver.
Bekannte Schwachstellen
Der hoch positionierte 300-Pfund-Ballast macht das Boot rank; das Achterschiff hat nicht genug Auftrieb, um das Gewicht der Crew zu tragen; die Führung der Großschot ist ohne Traveller unhandlich; und der Ruderdruck unter dem eingeholten Schwert begünstigt Grundberührungen im Flachwasser. Diese Eigenschaften definieren den sicheren Einsatzbereich des Bootes.
Das Fazit
Die O'Day 19 ist eine ordentliche Regatta-/Fahrtenyacht für Leichtwindreviere, die sich bei Flaute mit kleiner Crew über ihre Länge hinaus behauptet, gleichzeitig aber Respekt vor ihrer Rankheit und dem geringen Auftrieb im Heck verlangt. Sie ist ein unkomplizierter, trailerbarer GFK-Klassiker mit echtem Übernachtungspotenzial in einem sehr kompakten Format.
Vorteile
- Schnell bei leichtem Wind mit kleiner Crew dank geringer benetzter Fläche und geringem Gewicht
- Das Schwert lässt sich auf einen Tiefgang von nur 30 cm einziehen, um flache Gewässer zu erkunden
- Echte Doppelkojen mit Pantry und Nasszelle in einem 5,80 m langen Rumpf
Nachteile
- Rank aufgrund des hoch positionierten, leichten Ballasts von nur 300 Pfund
- Unhandliche Großschotführung ohne Traveller
- Das Ruder reicht bei aufgeholtem Schwert unter den Kiel hervor und ist im Flachwasser verwundbar
- Kurze Plicht und unzureichende Auftriebskraft im Heck für das Crewgewicht








