Design und Konstruktion
Der Rumpf der J/28 ist aus GFK gefertigt, eine Materialwahl, die den Wartungsaufwand im laufenden Betrieb für den Eigner auf ein Minimum reduziert. Rod Johnstone verlieh dem Boot ein Längen-Breiten-Verhältnis von 2,84, was es zu einer der breiteren Konstruktionen seiner Größenklasse macht – die Fachrezension der Yachtdatenbank weist darauf hin, dass der Designer eine deutlich geräumigere Rumpfform gewählt hat und die J/28 unter Deck bei dieser Messgröße geräumiger ist als 76 Prozent vergleichbarer Segelboote. Mit Flossenkiel und Spatenruder ist das Unterwasserschiff eher für Agilität als für geradliniges Kurslaufen ausgelegt; der Flossenkiel sorgt für hervorragende Manövrierbarkeit, opfert jedoch etwas Kursstabilität gegenüber einem längeren Kiel. Der Bleiballast von 3.000 Pfund entspricht einem Ballast-Verdrängungs-Verhältnis von 38 Prozent, was laut derselben Rezension über dem Wert von 38 Prozent ähnlicher Konstruktionen liegt – dieser Wert liegt jedoch knapp unter dem Durchschnitt und deutet auf eine Krängungsresistenz hin, die für diesen Typ selbst unterdurchschnittlich ist. (1)
Rigg und Handhabung
Das Boot ist mit einem 7/8-Slup-Rigg ausgestattet und weist laut den Messungen im Test mehr Segelfläche im Verhältnis zu seiner Größe auf als 73 Prozent ähnlicher Segelboote, was es für die Klasse leicht übertakelt macht. Die benetzte Fläche beträgt etwa 269 Quadratfuß, und die theoretische Verdrängungs-Rumpfgeschwindigkeit liegt bei 6,6 Knoten. Der Tiefgang ist lastabhängig und liegt zwischen etwa 5,0 und 5,3 Fuß, was das Boot für die meisten Hafenanschlüsse gut zugänglich macht. Die Maße des stehenden und laufenden Guts sind gut dokumentiert: Die Großschot, die Fock/Genua und die Spinnakerfall sind jeweils 94,2 Fuß lang und haben einen Durchmesser von 5/16 Zoll. Die Schoten der Fock und Genua bestehen aus 28,4 Fuß 3/8-Zoll-Leine, die Großschot aus 71 Fuß 3/8-Zoll-Leine und die Spinnakerschoten aus 62,5 Fuß 3/8-Zoll-Leine. Kleinere Trimmleinen – Cunningham, Unterliekstrecker und Unterliekspanner – sind jeweils 26 Fuß oder weniger lang und bestehen aus 5/16 Zoll-Leine. Das Verdrängungsverhältnis von 837 Pfund pro Zoll vermittelt ein klares Bild davon, wie sich Last sowohl auf den Tiefgang als auch auf die Wasserlinie auswirkt.
Unterbringung
Der breite Rumpf, den Johnstone zeichnete, bringt reichlich Innenraumvolumen, auch wenn die Quellen bei der detaillierten Beschreibung des Layouts sparen. Mit einer Breite von 10 Fuß bei einer Länge über alles von 28,5 Fuß nutzt die J/28 ihr Längen-Breiten-Verhältnis von 2,84, um einen wohnlichen Raum zu bieten, dem nur wenige ähnlich große Konstruktionen das Wasser reichen können. Die Wassertankkapazität von 35 Gallonen und der Kraftstofftank von 20 Gallonen ermöglichen kurze Küstentörns ohne häufiges Nachfüllen, und der 18 PS starke Yanmar-Diesel liefert eine Hilfsmaschine, die perfekt zur Verdrängung von 7.900 Pfund passt.
Das Fazit
Die J/28 ist eine konzentrierte Ausdrucksform von Johnstones Designkonzepten aus der Mitte der 1980er Jahre: Eine kleine, breite, leicht überriggte 7/8-Slup, die absolute Steifigkeit und Kursstabilität gegen Manövrierbarkeit und Raum eintauscht. Es ist ein GFK-Boot mit dokumentierten Rigg-Daten und einer Rumpfform, die bei der Raumaufteilung weit über ihre Länge hinausragt und in einer kurzen Produktionsperiode in geringer Stückzahl gebaut wurde.
Vorteile
- Der breite Rumpf bietet einen Innenraum, der 76 Prozent der vergleichbaren Konstruktionen übertrifft
- Der Flossenkiel sorgt für hervorragende Manövrierbarkeit im Hafen
- Die GFK-Bauweise minimiert die Wartung während der Saison
- Gut dokumentierte Rigg-Dimensionen vereinfachen den Austausch und die Upgrades
Nachteile
- Unterdurchschnittliche Krängungsfestigkeit für die Klasse
- Der Flossenkiel opfert im Vergleich zu einem Langkiel die Kursstabilität
- Leicht übertakelt, was eine kleine Crew belasten kann








