Design und Konstruktion
Die Carter 42 ist sowohl für den Rumpf als auch für das Deck aus massivem GFK gebaut, mit einem Flossenkiel und Bleiballast. Der britische Yachtkonstrukteur Dick Carter entwarf sie als großes Segelboot für anspruchsvolle Einsätze, und Maryola baute sie ohne die Sandwichkonstruktion, die bei einigen späteren Serienyachten zu finden ist. Ihr Verhältnis von Länge zu Breite (L/B) von 3,30 und eine benetzte Fläche von rund 548 Quadratfuß beschreiben einen Rumpf mit moderater Breite und einem markanten Unterwasserprofil. Das Tiefgangsverhältnis von etwa 1.909 Pfund pro Zoll bedeutet, dass sie tief im Wasser liegt und sich nur schwer durch Lasten oder See verdrängen lässt – eine Eigenschaft, die sorgfältiges Ausrüsten belohnt, aber den Zugang zu flachen Gewässern einschränkt.
Rigg und Seeverhalten
Sie ist mit einem Masttopprigg ausgestattet, das eine Segelfläche von 861 Quadratfuß trägt. Wie die Fachrezension der Yachtdatenbank bemerkt, liegt dieser Rigganteil über dem Durchschnitt von nur 31 % aller ähnlichen Segelboote – was darauf hindeutet, dass das Boot für seine Größe etwas untertakelt ist. Dieser moderate Segelplan gepaart mit einem Verdrängungs-Längen-Verhältnis (D/L) von über 258 deutet auf ein Boot hin, das sich auf seinen Ballast und seine Rumpfform verlässt, anstatt auf reines Segelfläche zu setzen. Der Flossenkiel weist je nach Beladung einen Tiefgang von etwa 7,2 bis 7,5 Fuß auf, was laut derselben Rezension das Revier des Bootes auf große Marinas beschränkt. Ihr Kenterungsverhältnis von 1,95 und ihr Komfort-Ratio von 27,15 ordnen sie eher zu den stabilen, hochseetauglichen Fahrtenyachten als zu nervösen Regattayachten ein. (1)
Unterbringung und Aufteilung
Die Carter 42 fasst 45 Gallonen Diesel und 53 Gallonen Wasser – eine bescheidene Tankkapazität, die auf ein Boot hindeutet, das für Küstenfahrten mit regelmäßiger Auffrischung konzipiert ist und nicht für lange, autarke Reisen. Die Breite von 12,76 Fuß verleiht dem Innenraum eine für die damalige Zeit durchaus angemessene Breite. Ihre Rumpfgeschwindigkeit von etwa 7,5 Knoten, die sich aus der Wasserlinie von 31,5 Fuß ergibt, setzt die Obergrenze ihres natürlichen Segeltempos.
Das Fazit
Die Carter 42 ist eine solide gebaute, moderat getakelte Fahrtenyacht aus der Carter-Konstruktionswerkstatt der späten 1970er Jahre. Sie wurde von Maryola aus massivem GFK mit einem Bleiballast-Flossenkiel und Skeg-Ruder gebaut. Sie ist eine schwere, stabile Plattform, deren begrenzte Segelfläche und großer Tiefgang sie eher für anspruchsvolles Fahrtensegeln in tiefen Gewässern als für das Herumtuckern im Flachwasser eignen. Ihre konservativen Werte sprechen für ein berechenbares Verhalten auf See.
Vorteile
- Solider GFK-Rumpf und Deck mit Bleiballast bei einem Ballast-Verdrängungs-Verhältnis von 49,8 %
- Stabiles Hochsee-Profil mit einem Kenterungsverhältnis von 1,95
- Großzügige Breite für eine Fahrtenyacht aus dem Designjahr 1977
Nachteile
- Nach vergleichenden Tests etwas untertakelt für ihre Größe
- Der tiefe Tiefgang von 7,2–7,5 Fuß schränkt den Zugang zu Marinas und Ankerplätzen ein
- Bescheidene Kraftstoffkapazität von 45 Gallonen und Wassertank von 53 Gallonen







