Design und Konstruktion
Der Rumpf präsentiert ein ungewöhnliches Profil für eine moderne Fahrtenyacht. Ein stumpfer, fast vertikaler Vorsteven trifft auf einen sehr flachen Deckssprung und einen langen Hecküberhang, der in einem traditionellen, geneigten Spiegel mit einem sehr breiten Heckschwert endet, das weit nach achtern getragen wird. Das Verhältnis von Länge zu Breite liegt bei 3,34 – ein ungewöhnlicher Wert für eine moderne Fahrtenyacht. Der niedrige Kajütaufbau unterstreicht den klassischen Look. Die Rumpfflosse geht direkt vor einem riesigen, teilweise ausbalancierten Spatenruder über, und der Kiel ist eine Verbundkonstruktion aus Eisen und Blei, die 7.385 Pfund Ballast für ein Ballast-Verdrängungs-Verhältnis (B/D) von 29 Prozent bei einer Gesamtverdrängung von 25.353 Pfund trägt. Es wurden zwei Tiefgangsoptionen angeboten: Standard mit 7 Fuß 3 Zoll und Flachkiel mit 6 Fuß 1 Zoll. (1)
Rigg und Handhabung
Über dem Deck trägt die Moody 45 Classic ein hohes 7/8-Rigg mit einer Selbstwendefock, deren Schotführung in das Kajütdach integriert ist und breit genug für einen 11,5-Grad-Schotwinkel ist. Die Salingen sind um 20 Grad zurückgepfeilt, und der Decksplan verfügt über Schienen zur Schotführung einer Genua, was auf eine einfache Umrüstung für ein größeres Vorsegel hindeutet. Die Segelfläche beträgt 1.022 Quadratfuß bei einem Segelfläche-Verdrängungs-Verhältnis von 18,94, ein gesunder Wert für eine Fahrtenyacht. Die Leinen scheinen vom Mast nach achtern geführt zu werden und sind unter einem Kajütdachpaneel verborgen. Das offene Cockpit ist großzügig gestaltet, mit zwei Steuerrädern achtern, langen Sitzen im Vorschiff und einer festen Windschutzscheibe vor dem Steuerstand. Ein flaches Teak-Fußreling und ein großer Vordeckskasten mit bündigem Deckel verdecken den Rollantrieb und die Ankerwinde. (1)
Unterbringung
Watervision hat drei Kabinen aufgeteilt: zwei Doppelkojen achtern und eine Doppelkoje im Vorschiff mit Schminktisch und Schreibtisch. Die Achterkabinen sind nicht besonders geräumig, aber mit großzügigen Kojen ausreichend. Zwei geräumige Nasszellen mit separaten Duschkabinen dienen dem Bedarf. Im Salon sorgt eine große Dinette an Backbord für die Balance zu zwei Sitzplätzen an Steuerbord, die offenbar als Kartentisch dienten. Die Pantry ist praktisch mit tiefen Außenstauräumen. Die Tankkapazitäten betragen 85 Gallonen Wasser und 58 Gallonen Kraftstoff.
Ausrüstung und Antrieb
Ein Yanmar-Hilfsmotor mit 55 PS bewegt das Boot und versorgt die Systeme. Die feste Windschutzscheibe und das Walk-through-Layout sprechen eher für geschützte, gesellige Steuerstände als für eine auf Regatten optimierte Funktionalität.
Das Fazit
Die Moody 45 Classic ist eine durchdachte Fahrtenyacht, die eine klassische Silhouette mit moderner Segelbedienung und Wohnkomfort verbindet. Der Dixon-Rumpf mit seiner breiten Achterkante und dem ausgewogenen Spatenruder, kombiniert mit einem fraktionalen Selbstwendefockrigg und einem echten Drei-Kabinen-Innenraum, macht sie zu einem attraktiven, blauwassertauglichen Familienboot mit markantem Aussehen.
Vorteile
- Ungewöhnliches traditionelles Profil mit breitem Spiegel und langem Überhang
- Drei Kabinen plus zwei Nasszellen mit separaten Duschen
- Selbstwendefock-Schiene, die im 11,5-Grad-Winkel in das Kajütdach eingegossen ist
- Verbundkiel aus Eisen und Blei mit 29 Prozent Ballastanteil
- Hoher 7/8-Rigg mit Genuaschienen für hohe Flexibilität
Nachteile
- Achterkabinen eher ausreichend als geräumig
- Der Kartentisch im Salon ist ein kleiner Nebentisch, kein eigener Kartentisch







