Design und Konstruktion
Dixons Rumpflinien verleihen der Eclipse 33 mit einer Länge über alles von 9,91 Metern, einer Breite von 3,40 Metern und einer Wasserlinienlänge von 8,54 Metern ein modernes Profil. Die Verdrängung liegt bei rund 5.910 Kilogramm, wobei der Bleiballastanteil bei fast 32 Prozent liegt. Käufer konnten zwischen einem 1,45 Meter langen Flossenkiel oder einem 1,12 Meter langen Zwillingskiel wählen. Letzterer erhöht das Gewicht um etwa 300 Kilogramm, bietet jedoch den Vorteil geringer Tiefgangswerte. Rumpf und Deck bestehen aus massivem GFK. Die Werft lieferte außerdem Zeichnungen für eine P-Schiene und eine Transporttrage. Ein struktureller Detail, auf das man achten sollte: Der Mastfuß ist mit einem laminierten Holzblock versehen, der im Falle von Feuchtigkeitseintritt verrotten kann und dann sowohl seine Funktion als auch seine Festigkeit als Anker verliert. (1)
Rigg und Handhabung
Als Masttoppslup trägt die Eclipse 33 eine Segelfläche von 448 Quadratfuß unter einem 13,56 Meter hohen Mast, mit nach achtern geführten Fallen und Trimmleinen, die bei Testern für ein sicheres Gefühl beim Vorankommen sorgten. Die Deckssalon-Version lässt sich sowohl von innen als auch aus der Plicht steuern, wobei die innere Position keinen Zugang zu den Schoten bietet. Auf dem Wasser ist sie kein sportlicher Beschleuniger – Druck baut sich erst auf, wenn sie bereits in Fahrt ist –, doch bei sieben bis neun Knoten Wind erreicht sie fünf Knoten Geschwindigkeit auf 60 Grad Kurs ab Wind, und bei stärkerem Wind bleibt sie sicher und leicht kontrollierbar. Ein Prüfboot mit Kimmkielen ging problemlos bis zu 88 bis 90 Grad über Backbord oder Steuerbord durch und lagerte im Ankertau sehr stabil, ohne auch nur die geringste Luvgierigkeit zu zeigen, selbst in einer 24-Knoten-Böe. Auf raumen Kursen zeigt ihr Gewicht seine Wirkung, und sie verlangsamt sich deutlich – ein Mangel, den ein Bergeschot oder Spinnaker problemlos ausgleichen würde. (2)
Unterbringung
Unter Deck ist der erhöhte Salon das Herz des Bootes: Große Deckssalonfenster fluten den Salon, die Pantry und die Navigationsecken mit Licht, und die erhöhten Sitzplätze bieten einen nahezu freien Blick auf eine Ankerbucht, während sie vier Personen zum Essen oder sechs Personen für Getränke Platz bieten. Die Stehhöhe erreicht im Salon, in den Nasszellen und im Vorschiff 1,80 Meter, steigt in der Pantry auf 2,09 Meter und beträgt im Achterkabinett 2,00 Meter. Für sechs Personen stehen Kojen durch eine große V-Koje im Vorschiff (1,97 mal 1,65 Meter), eine geräumige Doppelkoje achtern (1,80 mal 1,50 Meter) und eine ausziehbare Koje im Salon zur Verfügung. Die Nasszelle verfügt über eine sitzende Dusche, und Eigner loben eine tiefe, gemütliche Plicht, die durch den hohen Salon geschützt und durch den Sprayhood vollständig wetterfest gemacht wird. Breite Gänge entlang der Aufbauten sorgen dafür, dass der Weg zum Vordeck sich sicher anfühlt.
Bekannte Schwachstellen
Die Kielbolzen aus verzinktem Stahl sind der wichtigste Punkt bei der Inspektion: Im Gegensatz zu edleren Legierungen verraten sie ihren Zustand durch Rost, sodass Korrosion sichtbar und nicht verdeckt ist. In einem Test in YACHT wiesen die Prüfer darauf hin, dass dieselbe Inspektionsprüfung auch auf Leckagen an den Relingstützen hinweist und der Motorraum ziemlich eng ist, was die Wartung erschwert. Die Option mit dem turbogeladenen Volvo kann im Laufe der Bootslaufzeit zum Problem werden. Zudem stellte YACHT fest, dass das ursprüngliche Steuerrad-Layout im Salon durch lange Seile und zusätzliche Übersetzungselemente ein schwergängiges, unempfindliches Rudergefühl vermittelt – die spätere Mk-II verzichtete auf das innere Rad zugunsten eines Autopiloten, was Platz im Salon freisetzte und das Gefühl vor Anker verbesserte. (1)
Refits und Eignerschaft
Die Eignervereinigung besitzt Zeichnungen für Winden, Radsteuerungen, Wellen, Wasserreservoir-Sender und eine Aufzeichnung zum Getriebewechsel, die die mit der 336 und der 35 geteilten Perkins-Motorenvarianten abdeckt, sodass die Suche nach Ersatzteilen gut dokumentiert ist. Die Umbauoption des Innen-Autopilots bei der Mk-II ist die bedeutendste werksseitige Weiterentwicklung, und das Modell bleibt auf dem Gebrauchtbootmarkt sehr gefragt.
Das Fazit
Die Eclipse 33 ist eine gut durchdachte Deckssalon-Fahrtenyacht, die für ihren Rumpf von 33 Fuß viel Komfort beim Wohnen an Bord und Schutz der Plicht bei jedem Wetter bietet. Sie zeichnet sich durch ein berechenbares, gutmütiges Seeverhalten und eine hohe Hochsee-Klassifizierung aus. Ihre Schwachstellen sind konzentriert, sichtbar und beherrschbar: verzinnte Kielbolzen, eine undichte Kante und ein enges Motorraum-Layout.
Vorteile
- Helle, geräumige Deckssalon-Wohnung mit sechs Kojen und einer sitzenden Dusche
- Sichere, einfache Kontrolle bei starkem Wind; keine Luvgierigkeit in Böen
- Flachkiel-Option für das Segeln in flachen Gewässern
- Tiefe, gut geschützte Plicht mit vollständiger Wetterschutzverglasung
Nachteile
- Gelbe Kielbolzen und undichte Umlenkstützen erfordern Aufmerksamkeit
- Enger Motorraum; Turbo-Volvo birgt langfristige Risiken
- Träges Innenradsteuerung bei frühen Booten; Abdrift beim Segeln auf raumen Kursen



