Design und Konstruktion
Die Fenix 8.5 ist sowohl im Rumpf als auch im Deck aus GFK gebaut, wobei ein massives Laminat anstelle einer Sandwichkonstruktion verwendet wurde. Maxi Yachts produzierte die Klasse auf ihrer eigenen Werft sowie auch bei anderen Werften, was für eine schwedische Serien-Fahrtenyacht dieser Zeit nicht ungewöhnlich ist. Der Rumpf trägt 2.150 Pfund Eisenballast für ein Ballast-Verdrängungs-Verhältnis von 35 Prozent – ein Wert, der höher liegt als die 24 Prozent vergleichbarer Konstruktionen –, und das Boot hat dank seines Flossenkiels mit Bulbkiel einen Tiefgang von etwa 4,92 bis 5,22 Fuß je nach Beladung. Bei einer Verdrängung von rund 6.173 Pfund und einem Längen-Breiten-Verhältnis von 2,98 ist die Fenix 8.5 breiter als 58 Prozent ähnlicher Boote, was ihr im Verhältnis zu ihrer Länge viel Platz bietet. Die benetzte Fläche beträgt etwa 258 Quadratfuß, und die Festigkeit des Unterwasserschiffs liegt bei etwa 791 Pfund pro Zoll, sodass sich das Boot unter Fahrtausrüstung berechenbar verhält.
Rigg und Leistung
Wo die Fenix 8.5 sich wirklich abhebt, ist im Topp. Die 7/8-Slup verfügt über ein Segelfläche-Verdrängungs-Verhältnis von 16,4 und ist deutlich übertakelt – sie trägt mehr Segelfläche als 90 Prozent ähnlicher Segelboote, was zeigt, dass Petterson dieses Boot für Bewegung bei leichtem Wind konzipiert hat und nicht für Langeweile. Die theoretische Rumpfgeschwindigkeit liegt bei 6,6 Knoten, während die berechnete Höchstgeschwindigkeit unter Motor mit dem bescheidenen Volvo Penta-Diesel bei etwa 3,9 Knoten liegt. Das Verdrängungs-Längen-Verhältnis (D/L) von 193 ordnet den Entwurf zu den moderaten Regattayachten ein, und da 73 Prozent ähnlicher Konstruktionen schwerer sind, ist die Fenix 8.5 für ein 28-Fuß-Boot sehr agil. Ihr Komfort-Ratio von 19,0 bedeutet, dass sie komfortabler ist als nur 34 Prozent ähnlicher Boote, sodass der Preis für diese Lebendigkeit eine etwas unruhigere Bewegung im Seegang ist. Das Kenterungsverhältnis von 2,04 liegt unter dem Schwellenwert, der für Hochseeregatten akzeptiert wird, was den Küstenbereich des Bootes klar definiert. (1)
Unterbringung und Systeme
Unter Deck bietet die Fenix 8.5 Platz für 80 Liter Frischwasser und 65 Liter Diesel, was Wochenenden und kurze Küstentörns ohne Stress ermöglicht. Der Einbaudiesel Volvo Penta MD5 mit etwa 7 bis 8 PS treibt über einen Saildrive anstelle eines herkömmlichen Wellenantriebs – ein Detail, das sowohl den Wartungszugang als auch das Unterwasserschiff betrifft. Die Tankkapazitäten sind bescheiden, aber typgerecht für ein Boot dieser Größe und dieses Alters. Der breite Rumpf, der im Raumangebot 58 Prozent aller Konstruktionen übertrifft, sorgt dafür, dass das Interieur lebenswert und nicht nur nominell bequem ist.
Bekannte Schwachstellen
Die Saildrive-Konstruktion ist der einzige Punkt, den ein Gutachter bei jedem älteren Exemplar genau untersucht, da die Dichtung und das Schwert altersempfindliche Bereiche sind. Die Quelle nennt jedoch keine bekannten typischen Schäden.
Refits und Unterhalt
Für einen Eigner bedeutet der extrem große Segelplan, dass das laufende Gut ein regelmäßiger Verbrauch ist: Die Großschot ist 21,2 Meter lang, die Genua- und Vorschotschoten 8,5 Meter, und alle drei Fallen (Großsegel, Genua und Spinnaker) bestehen aus 26,3 Metern 8-mm-Leine. Diese sind einfach zu ersetzen und bieten eine gute Gelegenheit, Fallstopper und Schotführungen zu modernisieren. Der Bulbkiel und das massive Laminat halten die strukturellen Refit-Anforderungen gering, und die große Produktionszahl sorgt dafür, dass gebrauchte Teile und Fachwissen auf den Heimatmärkten des Bootes reichlich vorhanden sind.
Das Fazit
Die Maxi Fenix 8.5 ist eine von Petterson gebaute Fahrtenyacht für Küstenreviere, die die Hochseetauglichkeit gegen Lebendigkeit am Wind und viel Innenraum eintauscht. Sie ist ein leichtes, breites, übertakeltes 28-Fuß-Boot, das sich bei Wind schnell anfühlt und im Kabbelwasser kompakt bleibt – ideal für geschützte Gewässer und Küstensegeln, weniger für Langstreckenfahrten.
Vorteile
- Deutlich überdimensioniert für seine Größe, mit mehr Segelfläche als 90 Prozent der Konkurrenz
- Breite Aufteilung sorgt für mehr Raum als bei 58 Prozent vergleichbarer Entwürfe
- Solider GFK-Rumpf und Deck, einfache Konfiguration mit Bulbkiel
- Große Produktionszahl hält Exemplare und Wissen auf dem Markt verfügbar
Nachteile
- Kenterungsverhältnis liegt unter dem Standard für Hochseeregatten; nur für Küstenfahrten geeignet
- Komfort-Ratio liegt unter zwei Dritteln vergleichbarer Boote; steife Bewegungen im Seegang
- Der Saildrive-Diesel ist bescheiden dimensioniert und an der Schwinge altersbedingt anfällig










