Design und Konstruktion
Sowohl Rumpf als auch Deck sind aus massivem GFK gefertigt, und der Flossenkiel ist aus Eisen. Er sorgt für ein Ballast-Verdrängungs-Verhältnis von 48 Prozent bei einer Verdrängung von rund 3.400 Pfund. Die Breite von 7,87 Fuß ergibt ein Verhältnis von Länge zu Breite (L/B) von 2,83 – ein schmaler, aber nicht knapper Proportionenverhältnis, das sie mit dem Verdrängungs-Längen-Verhältnis (D/L) von 205 eher zu einer moderaten Regattayacht als zu einem Leichtgewicht unter den Daysailern einstuft. Die benetzte Fläche beträgt etwa 172 Quadratfuß, und die Tiefgangsrate von 535 Pfund pro Zoll bedeutet, dass sie für ihre Größe sehr schwer auf dem Wasser liegt – belade sie für ein Wochenende, und sie sinkt spürbar, ohne dass sich ihr Krängungswinkel dramatisch ändert. Das Kenterungsverhältnis von 2,06 zeigt, dass dieses Boot nicht für Hochseeregatten zugelassen worden wäre, was deutlich macht, wo die Konstruktionsphilosophie lag: Schutzräume und Küstenfahrten, nicht Offshore-Abenteuer. (1)
Rigg und Handhabung
Die Maxi 68 ist als 7/8-Slup getakelt mit einem Segelfläche-Verdrängungs-Verhältnis von 14,5 bei dem ISO-Referenzsegel, das mit einer 135-prozentigen Genua auf 17,2 steigt. Selbst mit diesem überlappenden Vorsegel verfügt sie über mehr Rigg als nur 34 Prozent vergleichbarer Segelboote, weshalb Rezensenten sie als leicht untertakelt einstufen – was bedeutet, dass das Boot für eine leichte Brise gut ausgerüstet ist, aber kein Gleiter ist. Die theoretische Rumpfgeschwindigkeit liegt bei 5,9 Knoten, und der Relative Speed Performance-Index liegt bei 31, was zu einem moderaten Verdrängerrumpf passt, der stetigen Wind statt Böen bevorzugt. Mit einem Flossenkiel, dessen Tiefgang je nach Beladung zwischen 4,2 und 4,5 Fuß liegt, kann sie sich noch in flachen Marinas festmachen, die tiefergehende Kielboote meiden. Für Anlandemanöver wird typischerweise ein Außenborder mit 3 bis 4 PS oder ein Elektromotor mit einem Schub von 72 bis 86 Pfund genutzt, der speziell für diesen Zweck installiert ist und nicht als eingebauter Innenborder dient. (1)
Unterbringung
Unter Deck ist das Boot mit vier Kojen ausgestattet, eine Aufteilung, die sich für eine junge Familie oder zwei Paare auf einer kurzen Törn eignet. Das Komfort-Ratio von 16,5 bis 17,2 deutet auf ein angenehmes Verhalten im Kabbelwasser hin – eine Eigenschaft, die eher auf die moderate Verdrängung und die breite Rumpfform als auf eine aufwendige Fahrtenkomfort-Ausstattung zurückzuführen ist. Die Kabine ist ein pragmatischer Raum der 1970er Jahre, konzipiert für harte Segel und einfaches Trockenfallen.
Das Fazit
Die Maxi 68 ist ein Produkt aus den frühen Jahren von Pettersons Maxi-Klasse: eine Festglas-Fahrtenyacht mit Eisenkiel, berechenbaren Werten und einer gutmütigen Takelung. Sie ist weder eine Regattarakete noch ein Hochseefahrzeug, aber ihr eher geringer Tiefgang, der moderate Energiebedarf und das komfortable Seeverhalten machen sie zu einem vernünftigen Kandidaten für die Nutzung als klassische Gebrauchtboot auf Binnenseen und Küstengewässern.
Vorteile
- Solider GFK-Rumpf und Deck mit eisernem Flossenkiel und 48 % Ballastanteil
- Tiefgang reicht für den Hafenbetrieb aus (4,2–4,5 Fuß)
- Geringer Außenborderbedarf (3–4 PS oder elektrischer Schub von 72–86 lb)
- Für diese Größe angenehmes Seeverhalten (Komfort-Ratio 16,5–17,2)
Nachteile
- Geringfügig untertakelt im Vergleich zu Konkurrenzmodellen (mehr Rigg als bei nur 34 % ähnlicher Boote)
- Das Kenterungsverhältnis von 2,06 schließt eine Zulassung für Hochseeregatten aus
- Kein Innenborder als Standard; Manövrieren hängt vom Außenborder ab





