Design und Konstruktion
Die 242 ist ein Ultraleichtboot mit einem schmalen Rumpf, feinem Vorschiffseintritt und breiten Hecksektionen im Achterschiff – eine Rumpfform, die Canadian Boating durch ihre knochige Vorderfront und den breiten, leicht geneigten Spiegel als Ausdruck von Geschwindigkeit und Leistung charakterisierte. Der tiefe Kielschwein-Kiel und das tiefe, innenliegende Ruder verleihen ihr den Biss und das Gleichgewicht einer reinrassigen Regattayacht und nicht eines kleinen Fahrtenbootes. Strukturell sind Rumpf und Deck mit Balsaholzkern ausgeführt und tragen jeweils eine vollständige Innenschale; die Rumpf-Deck-Verbindung besteht aus einer außen liegenden, umgeformten Flanschverbindung, die verklebt wurde. Abgerundete Kanten und geneigte Seitendecks ermöglichen es der Crew, beim Segeln im Freien zu sitzen. Das gesamte Paket – bei einer Verdrängung von 2.500 lbs, 930 lbs Bleiballast und einer Breite von 8 Fuß – ist auf Agilität statt auf Komfort abgestimmt. (1)
Rigg und Handhabung
Das hohe 7/8-Rigg mit seinem riesigen Großsegel verrät den Einsatzzweck des Bootes eindeutig, kombiniert mit einer kleinen 110-Prozent-Rollfock und einem symmetrischen Spinnaker als vorgesehenem Segelplan. Die Zeitschrift Sailing World bezeichnete das Rigg als einfach, und alle Segelkontrollen führen nach achtern entlang des Kajütdachs zu beiden Seiten der Niedergangstür, sodass die Crew das Trimmen aus der Plicht ausführen kann. Diese Plicht ist riesig und wird durch einen Großschot-Traveller geteilt, der sich über die Cockpitsitze erstreckt – handhabbar, sobald man sich daran gewöhnt hat, mit einer Sitzbank, die es im Hafen komfortabel macht. Mit einem Segelfläche-Verdrängungs-Verhältnis von 24,32 und einer PHRF-Einstufung von 150–160 ist sie in guten Händen schnell und belohnt sauberes Handling. (1)
Unterbringung
Im Inneren ist der Innenraum spartanisch, wie es sich für ein Ultraleichtboot gehört. Canadian Boating wies auf eine sehr einfache Aufteilung mit zwei Achterkojen und einer V-Koje hin; Sailing World gibt die Maße mit 6 Fuß 6 Zoll (ca. 1,98 m) langen Achterkojen an, unter und hinter denen im Hauptsalon vorgeformte Staufächer angeordnet sind, sowie einer passenden 6 Fuß 6 Zoll V-Koje im Vorschiff mit vorgeformten Schränken und Platz für eine Toilette. Ein optionales Interieur-Feature ist eine tragbare Pantry – Herd und Spüle –, die sich unter der Plicht herausgleiten lässt. Zur Standardausrüstung gehören Bug- und Heckkorb, Seereling, Spinnakerbeschläge, ein elektrisches Paket, Polster und die drei Segel.
Bekannte Schwachstellen
Ein grundlegendes Problem, das Canadian Boating identifizierte, ist, dass die Rückenlehnen der Achterkoje zu weit außen liegen, sodass man mit dem Kopf gegen die Kajütwand stößt, bevor der Rücken gestützt wird. Eigner berichten von Rott im Balsakern auf dem Vordeck und entlang der Fußrelingen – eine Folge der Sandwichkonstruktion, die bei jedem Gutachten genau untersucht werden sollte. (1)
Refits und Eignerschaft
Für die anspruchsvollere Hochsee-Regelung konnten Käufer eine werksseitige MORC-Variante mit innenliegenden Wanten, zusätzlicher Rumpfversteifung und inneren Genuaschienen spezifizieren. Die meisten 242s sind im Westen zu finden, wo es an der Westküste eine solide Einheitsklasse ist; in Ontario regatten die Boote unter den Regeln von MORC und PHRF, aber zum Zeitpunkt des Canadian Boating-Berichts hatte sich keine lokale Klasse gebildet. Etwa 150 Boote wurden nach dieser Variante gebaut, während spätere Berichte von mehr als 350 verkauften Booten ausgehen, nachdem MG Marine aus Marina del Rey, Kalifornien, wieder mit dem Bau begonnen hatte. (1)
Das Fazit
Die Martin 242 ist ein Ultraleichtboot für Puristen: Eine Einheitsklassen-Regattayacht mit genügend Kojen für ein Wochenende und einem Rumpf, der eine aufmerksame Eignerschaft belohnt. Sie ist keine Fahrtenyacht, aber als schnelle kleine Jolle mit strengen Klassenvorschriften bleibt sie ein stimmiges Konzept.
Vorteile
- Strikte Einheitsklassenregeln garantieren Chancengleichheit in der Flotte
- Hohes 7/8-Rigg mit riesigem Großsegel ist einfach und schnell zu bedienen
- Enorme Plicht mit allen Steuerleitungen nach achtern für das Segeln mit kleiner Crew
- Kojen von 1,98 m Länge (6 Fuß 6 Zoll) im Vorschiff und Heck eignen sich perfekt für große Segler
Nachteile
- Die Rückenlehnen der Achterkoje sind zu weit außen positioniert für ein bequemes Liegen
- Berichtete Fäulnis im Balsakern auf Vordeck und Fußrelingen
- Der sehr spartanische Innenraum schränkt jegliche Langstreckenambitionen ein








