Design und Konstruktion
Die Martin 243 ist ein Einrumpfboot mit Hubkiel, gebaut aus GFK mit massivem Deck- und Rumpfkern. Mit einer Breite von 8,25 Fuß und einem maximalen Tiefgang von 5,75 Fuß ist sie kompakt, trägt ihren Ballast für diese Gewichtsklasse jedoch sehr gut – das Ballast-Verdrängungs-Verhältnis von 29,66 Prozent und das Verdrängungs-Längen-Verhältnis von 46,83 platzieren sie fest in der Kategorie der ultraleichten Einrumpfboote mit Hubkiel. Diese Leichtigkeit ist genau das Ziel: Das 450 Quadratfuß große 7/8-Slup-Rigg treibt ein Boot an, das weniger wiegt als viele trailerbare Jollen, und der Hubkiel ermöglicht es, das Boot trotz des Regattatiefgangs trockenzufallen oder zu trailern. (1)
Rigg und Seeverhalten
Ihr 7/8-Slup-Rigg und der großzügige Segelplan verleihen der Martin 243 ein Segelfläche-Verdrängungs-Verhältnis von 56,32, was das Urteil bestätigt, dass sie eine sehr schnelle Leistung zeigt. Sie ist recht stabil und steif – was bei einem so leichten Boot wichtig ist –, doch dieselbe Fachstelle weist auf eine mäßige Aufrichtfähigkeit nach einer Kenterung und einen Kenterungsverhältnis von 2,92 hin – Zahlen, die sie als lebendige Regattayacht für aufrechtes Wetter und nicht als Fahrtenyacht für die Hochsee bestätigen. Eine Komfort-Ratio von 5,62 und eine Rumpfgeschwindigkeit von 6,56 Knoten runden ein Profil ab, das für Geschwindigkeit auf flachem Wasser gebaut ist, nicht für Bewegungskomfort. (1)
Unterbringung
Die dokumentierten Daten zur Unterbringung der Martin 243 sind fast vollständig unbekannt: Stehhöhe, Anzahl der Kabinen, Anzahl der Kojen, Besatzungsstärke und Wassertankkapazität sind als unbekannt eingestuft, ebenso wie die Gesamtleistung des einzelnen Motors und die Kraftstoffkapazität. Was die Quellen jedoch bestätigen, ist, dass sie einen Motor trägt und als Regattaboot gebaut wurde. Daher lässt sich das Interieur am besten als minimalistischer Schutzraum und nicht als typische Fahrten-Layouts interpretieren.
Bekannte Schwachstellen
Die bekannten Einschränkungen betreffen das Leistungsspektrum: Ihr geringes Kenterungsverhältnis und das begrenzte aufrichtende Moment bedeuten, dass sie eine Crew erfordert, die sich ihrer Regattaorientierung bewusst ist.
Das Fazit
Die Martin 243 ist eine speziell für Regatten gebaute Ultraleicht-Yacht kanadischen Ursprungs, entworfen von Don Martin und in einer winzigen Serie von vierzehn Exemplaren ab 1998 produziert. Sie belohnt einen regattageilen Eigner mit einer steifen, schnellen 7/8-Slup, aber ihre Kenter- und Aufrichtwerte setzen harte Grenzen dafür, wo sie gesegelt werden sollte.
Vorteile
- Sehr leistungsstarker Ultraleichtboot mit einem Segelfläche-Verdrängungs-Verhältnis von 56,32
- Für ihre Gewichtsklasse recht steif und stabil
- Der Hubkiel bietet Flexibilität beim Trailern und Trockenfallen
Nachteile
- Geringe Aufrichtfähigkeit bei Kenterung
- Das Kenterungsverhältnis von 2,92 schränkt die Hochseetauglichkeit ein
- Die Wohnraum- und Motorisierungsdetails sind weitgehend unbekannt








