Martin 243 — Informationen, Bewertung, technische Daten

Don Martin·1998·~14 hulls·Martin Yachts Ltd.
Martin 243 drawingWerftzeichnung
Rumpfart
Einrumpf · hubkiel
Rigg
7/8-Slup
LOA
24' · 7.32 m
Verdr.
1.450 lbs · 658 kg
Erstes Baujahr
1998

Die Martin 243 ist eine ultraleichte 24FußRegattayacht, gebaut von Martin Yachts Ltd. aus Kanada, deren Konstrukteur Don Martin gilt und die erstmals 1998 vorgestellt wurde. Es wurden nur vierzehn Exemplare gebaut, dennoch fasst der Entwurf ein klares Leistungsprofil zusammen: Eine 1.450 Pfund schwere 7/8Slup mit 430 Pfund Bleiballast und einer Wasserlinie, die exakt zur Länge über alles von 24 Fuß passt. Nach allen Maßstäben ist sie eine sehr schnelle Yacht, die sich am besten als Regattaboot eignet.

Messwerte

Abmessungen 01

Länge über alles
24 ft
Länge an Deck
Länge in der Wasserlinie
24 ft
Breite
8,25 ft
Tiefgang
5,75 ft
Maximale Stehhöhe
Durchfahrtshöhe

Bauweise & Rumpf 02

Bauweise
Glasfaser
Rumpfart
Einrumpf
Kielart
Hubkiel
Ruder
1× —
Ballast
430 lbs (Blei)
Verdrängung
1.450 lbs
Wasserkapazität
Kraftstoffkapazität

Rigg & Segel 03

Rigg-Art
7/8-Slup
Vorliek Großsegel
Unterliek Großsegel
Vorsegeldreieck Höhe
Vorsegeldreieck Basis
Vorstaglänge (geschätzt)
Segelfläche
450 sqft

Berechnungen 04

Segelfläche-Verdrängungs-Verhältnis
56,2
Ballast-Verdrängungs-Verhältnis
29,66
Verdrängungs-Längen-Verhältnis (D/L)
46,83
Komfort-Ratio
5,62
Kenterungsverhältnis
2,92
Rumpfgeschwindigkeit
6,56 kn

Design und Konstruktion

Die Martin 243 ist ein Einrumpfboot mit Hubkiel, gebaut aus GFK mit massivem Deck- und Rumpfkern. Mit einer Breite von 8,25 Fuß und einem maximalen Tiefgang von 5,75 Fuß ist sie kompakt, trägt ihren Ballast für diese Gewichtsklasse jedoch sehr gut – das Ballast-Verdrängungs-Verhältnis von 29,66 Prozent und das Verdrängungs-Längen-Verhältnis von 46,83 platzieren sie fest in der Kategorie der ultraleichten Einrumpfboote mit Hubkiel. Diese Leichtigkeit ist genau das Ziel: Das 450 Quadratfuß große 7/8-Slup-Rigg treibt ein Boot an, das weniger wiegt als viele trailerbare Jollen, und der Hubkiel ermöglicht es, das Boot trotz des Regattatiefgangs trockenzufallen oder zu trailern. (1)

Rigg und Seeverhalten

Ihr 7/8-Slup-Rigg und der großzügige Segelplan verleihen der Martin 243 ein Segelfläche-Verdrängungs-Verhältnis von 56,32, was das Urteil bestätigt, dass sie eine sehr schnelle Leistung zeigt. Sie ist recht stabil und steif – was bei einem so leichten Boot wichtig ist –, doch dieselbe Fachstelle weist auf eine mäßige Aufrichtfähigkeit nach einer Kenterung und einen Kenterungsverhältnis von 2,92 hin – Zahlen, die sie als lebendige Regattayacht für aufrechtes Wetter und nicht als Fahrtenyacht für die Hochsee bestätigen. Eine Komfort-Ratio von 5,62 und eine Rumpfgeschwindigkeit von 6,56 Knoten runden ein Profil ab, das für Geschwindigkeit auf flachem Wasser gebaut ist, nicht für Bewegungskomfort. (1)

Unterbringung

Die dokumentierten Daten zur Unterbringung der Martin 243 sind fast vollständig unbekannt: Stehhöhe, Anzahl der Kabinen, Anzahl der Kojen, Besatzungsstärke und Wassertankkapazität sind als unbekannt eingestuft, ebenso wie die Gesamtleistung des einzelnen Motors und die Kraftstoffkapazität. Was die Quellen jedoch bestätigen, ist, dass sie einen Motor trägt und als Regattaboot gebaut wurde. Daher lässt sich das Interieur am besten als minimalistischer Schutzraum und nicht als typische Fahrten-Layouts interpretieren.

Bekannte Schwachstellen

Die bekannten Einschränkungen betreffen das Leistungsspektrum: Ihr geringes Kenterungsverhältnis und das begrenzte aufrichtende Moment bedeuten, dass sie eine Crew erfordert, die sich ihrer Regattaorientierung bewusst ist.

Das Fazit

Die Martin 243 ist eine speziell für Regatten gebaute Ultraleicht-Yacht kanadischen Ursprungs, entworfen von Don Martin und in einer winzigen Serie von vierzehn Exemplaren ab 1998 produziert. Sie belohnt einen regattageilen Eigner mit einer steifen, schnellen 7/8-Slup, aber ihre Kenter- und Aufrichtwerte setzen harte Grenzen dafür, wo sie gesegelt werden sollte.

Vorteile

  • Sehr leistungsstarker Ultraleichtboot mit einem Segelfläche-Verdrängungs-Verhältnis von 56,32
  • Für ihre Gewichtsklasse recht steif und stabil
  • Der Hubkiel bietet Flexibilität beim Trailern und Trockenfallen

Nachteile

  • Geringe Aufrichtfähigkeit bei Kenterung
  • Das Kenterungsverhältnis von 2,92 schränkt die Hochseetauglichkeit ein
  • Die Wohnraum- und Motorisierungsdetails sind weitgehend unbekannt

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